Maschinenzahl verfügt, einen weit schwierigeren Stand hatte
als der schweizerisch-Vorarlbergische, und es ist eine offene
Frage, ob man schtveizerischerseits viel glücklicher und erfolg
reicher operirt hätte, wenn man zu Sachsen i» gleichem Ver
hältnisse gestanden wäre, wie dieses zu uns, ilud es Initiant
gewesen wäre. (Ls ist verständlich, wenn der schwächere Kon
kurrent nicht mit derselben Begeisterung sich eine Einschränkung
seiner Aktionsfreiheit gefallen läßt wie der stärkere, tuant er
bezüglichen Zumuthungen zum Vorneherein ein gewisses Miß
trauen entgegenbringt und wenn die dortige Verbandsleitnng
darum weniger stramm die Zügel führen konnte als die her
wärtige, wenn sie Rücksichten zu tragen hatte, welche ans
schweizerischer Seite nicht vorhanden waren. Wenn schon
schweizerischerseits mehr als ein Schritt vorwärts unter dein
Banne des Wortes: „das diirfen tute wegen Sachsen nicht"
unterblieb, tuie uiel wirksatner intißte in Sachsen der Ruf sein:
„das können wir der Schweizer wegen nicht". Das Gute
und Werthuolle tuird man dem sächsischen Verbände trotz
alledem nachrühmen müssen, daß er relativ recht wohlthätig
wirkte und besser toar stir die Gesammtindnstrie sowohl, wie
für die sächsische, als die frühere Verbandslvsigkeit. Heute
zwar bürste man nicht nur in der Schweiz, sondern auch in
Sachsen darüber belehrt sein, wie verfehlt die dort einge-
schlagene Methode war, daß die sächsische Stickerei nichts ver
loren hätte, wenn sie auf die 1887 proponirte Kartellbasis
tut ganzen Umfange eingetreten wäre, sondern daß seine
Produzenten heute um Vieles besser daran wären und mit
ihnen freilich auch die schweizerischen. Es mag sein und soll
nicht bestritten werden, daß unter den bestehenden Verhält
nissen die sächsische Stickerei hie und da eine Chance mehr
erhielt und wohl auch iit Zukunft erhalten würde. Ebenso
gewiß ist, daß dieselben nur voriibergehend und im Ganzen
eher von rücklaufender Wirkung ans die Gesammtindnstrie
toaren, daß die Lage der sächsischen Produzenten um nichts