Full text: Lexikon der Handelsgeographie

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China (Finanzen, Kreditwesen, Geld re.). 
4,206,771 T. Die schnelle Zunahme dieser 
Schisse ist auffallend; 1873 gab es erst 
344 von 176,017 T. Der Anteil der wich 
tigsten fremden Flaggen war 1879: 
Britische . . 10609 Schiffe von 8126004 Tonnen 
Deutsche . . 1907 - - 721046 - 
Amerikanische 981 - - 270632 - 
Französische. 164 - - 154995 - 
Japanesische 157 - - 138208 
Den auswärtigen Handel vermittelt zum 
größten Teil die britische Flagge; am Kü- 
flenhandel partizipieren die britische und 
die chinesische Flagge zu fast gleichen Teilen, 
Flaggen aller übrigen Nationen treten da 
gegen vollkommen zurück. 1879 war die 
Beteiligung am auswärtigen Handel (in 
Millionen Mark): 
Schiffe Einfuhr Ausfuhr 
Britische .... 425,i 297,7 
Französische . . . 28,o 76,4 
Deutsche .... 19,3 14,i 
Japanesische. . . 13,6 28,o 
Amerikanische . . 13,4 3,6 
Russische .... 0,i 24,9 
Chinesische ... 8,1 1,7 
Der gesamte Einfuhrwert des auswär 
tigen Handels belief sich auf 509 Mill. 
Mk., der Ausfuhrwert auf 449,i Mill. 
Mk. Dagegen betrug der Wert des 
Küstenhandels in der Einfuhr 883.7 Milk. 
Mk., in der Ausfuhr 808,i Mill. Mk., 
woran sich die bedeutendsten Flaggen wie 
folgt beteiligten (in Millionen Mark): 
Schiffe Einfuhr Ausfuhr 
Britische .... 444,4 403,7 
Chinesische . . . 367,5 340,8 
Deutsche .... 43,9 37,o 
Amerikanische . . 19,6 16,i 
Spanische.... 4,3 2,8 
Dänische .... 2,o 1,9 
Französische ... 2,4 3,1 
Finanzen, Kreditwesen re. 
Die Einnahmen fließen aus einer 
Land- und Reissteuer, welche direkt den 
Grundbesitz treffen, aus dem Salzmono 
pol, einer Stempeltare, einer Umschrcibe- 
gebühr von 8 Proz. des Verkaufspreises 
und aus den Grenz- und Binnenzöllen. 
Zuverlässige Daten über den gegenwär 
tigen Stand derselben sind nicht zu erhal 
ten. Nach A. HippiSley beliesen sich die 
Einnahmen 1875 auf 502 Mill. Mk. Die 
Einnahmen der Zollbehörden in den den 
Fremden geöffneten Häfen betrugen 1878: 
74,9 Mill., 1879: 81,2 Mill. Mk., wovon 
68,i Mill, auf den auswärtigen, 13,i Mill. 
Mk. auf den innern Handel entfallen. 
Die Staatsschuld besteht aus einer 
innern und einer äußern. Der Betrag 
der erster» ist nicht bekannt; die erste 
äußere Anleihe wurde 1874 im Betrag 
von >2,553,500 Mk. zum Emissionskurs 
von 95 und einem Zinsfuß von 8 Proz. 
gemacht. Diese Anleihe wird durch die 
Zollerträge garantiert. 
Kreditwesen. ES besteht in den 
Traktatshäfen eine ganze Anzahl von 
Banken, die von England ans gegründet 
wurden: Hongkong and Shanghai Ban 
king Corporation, Chartered Bank of 
India, Australia and China, Chartered 
mercantile Bank of India, London and 
China, Oriental Bank Corporation, 
National Bank of India, Agra Bank; 
ferner das französische Comptoir d'Es- 
compte de Paris. Chinesische Banken 
bestanden schon im 1. Jahrh. n. Chr.; 
die Mehrzahl der heutigen chinesischen 
Bankiers sind zugleich Pfandleiher und 
bilden als solche eine sehr einflußreiche, 
angesehene Gilde. Der Zinsfuß beträgt 
durchschnittlich 10—15 Proz. Anstatt 
des früher emittierten Staatspapiergelds, 
das wegen der von der Regierung syste 
matisch' verübten Betrügereien in Miß 
kredit kam, geben die chinesischen Banken 
gegen einige Sicherheit Noten aus. In 
Tientsin emittieren etwa 300 Banken 
Noten. Dieselben haben ungefähr die 
Größe europäischer Banknoten, sind auf 
starkes, grobes Papier gedruckt und mit 
einer Menge Stempel versehen, um 
Fälschungen zu vermeiden. Die niedrig 
sten Noten lauten auf 100 Käsch (1 
m.) wo 10,000 (99 m.). 
Papiergeld ist dem Kurs unterworfen und 
sank 1869 so stark, daß man in Peting 
für 1000 Papier - nur 49 Kupferkäsch er 
hielt. Die Banken erheben für die Regie 
rung Taren und Steuern. 
Geld, Maße und Gewichte. Die 
vorwiegende Cirkulation besteht in Silber. 
Geprägte Gold-und Silbermünzen be 
sitzt C. nicht. Das Silbermetall gilt 
seinem Gewicht nach als Wertmesser. 
Artikel, die unter E vermißt werde», sind unter K Iiachzuschlage».
	        
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