Deutschland (Bergbau: Kohle, Salz).
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wird. ^ Bessere Sorten, die aber mit beu
böhmischen Braunkohlen nicht konkurrie
ren können, finden sich am Westerwald,
ani Meißner in Hessen, am Taunus, bei
Merseburg und Weißenfels, in Anhalt, bei
Spremberg, Frankfurt a. O., Zittau in
Sachsen, in Braunschweig re. Die Ent
wickelung dieses Bergbaus zeigt folgende
Zusammenstellung. Die Produktion
bon Brau »kohle betrug (inMillionen) :
1870
1871
1872
1873
1874
To». Mark
7,8 22,o
8,5 26,2
9,o 29,5
9,7 34,8
10,7 39,2
1875:
1876:
1877:
1878:
1879:
Ton. Mark
10.4 36,o
ll,i 38,4
10,7 35,0
10,0 34,5
11.4 35,2
Davon waren vorzugsweise beteiligt:
Ton. Mark
Provinz Sachsen . . . 6,0 Mill. 22,2 Mill.
Provinz Brandenburg. . 1,5 - 3,8 -
Anhalt 0,8 - 2,i -
kstiut Königreich Sachsen, Schlesien, Al-
wnburg. Die Braunkohlenwerke beschäf
tigten 1879 in 698 Werken 24,150 Ar
beiter, davon 13,266 unter Tage.
Die übrigen verwandten Produkte sind
bon weit geringerer Bedeutung: Graphit
findet man in Nicderbayern (1879: 992
gon., 112,140 m.), Macoli 3»
"immer bei Hannover, in Braunschweig,
imElsaß (1879:40,430 T., Wert: 344,616
Mk.) undErdöl im Elsaß und Hannover
(1879: 1880 T., Wert: 150,440 Mk.).
In der Umgegend von Weißenfels,
Merseburg, Zeitz, ebenso im Anhaltischcn
eignet sich die Braunkohle sehr gut zur
t erstellung von Mineralölen, Paraffin,
tearin und deren Derivaten; dort hat
sich eine sehr lebenskräftige Industrie ge
bildet, welche aber unter der Konkur
renz amerikanischer Pctrolcnmimporte (s.
oben) zu leiden hat. Wie groß daö Absatz
feld für solche llnternehmungen ist, be
weist. daß der Verbrauch in D. 1866—79
^1132,600 Io». A"f 252,0001. stieg; ber
Verbrauch pro Kopf war also von nur0,90
kg ans 5,66 kg gewachsen. Die Gewin
nung von Kohle undBitnmen bctrugl879 :
Steinkohle . / 42,0 Mill. Ton. 205,7 Mill. Mk.
ànunkohle. . 11,4 - - 35,2 -
Andres ... 0,1 • - 0/7 - -
Zusammen: 53,5 Mill. Ton. 241,8 Mill. Mk.
Die zehnjährige Übersicht der Produk
tion betrug (in Millionen) :
Ton. Mark Ton. Mark
1870: 34,0 185,6 1875: 47,8 334,0
1871: 37,8 244,8 1876: 49,6 302,u
1872: 42,3 326,4 1877: 48,3 252,7
1873 : 46,2 438,7 1878 : 50,6 243,3
1874: 46,7 427,o 1879: 53,5 241,6
2) Salz. Mehrere Teile Deutschlands
entbehren aller Salzwerke, so die Provin
zen Schlesien, Preußen, Pommern, das
Königreich Sachsen; dafür sind andre Ge
genden um so reicher. Das große Stein -
salz lager zu Staßfurt war schon 1837
bekannt, wurde aber erst 1852 in Betrieb
genommen; seitdem wurden Steinsalzlager
erbohrt: 1868 bei Segeberg in Schleswig-
Holstein, 1871 und'1872 bei Jnowraz-
law und Wapno in Posen; in Bayern bei
Berchtesgaden, in Württemberg bei Hall.
— Innerhalb des Zeitraums von 1870—
1879 stieg die Produktion dieser Werke von
404,822 Ton. auf 900,702 T. und zugleich
der Wert der Produkte von 3,589,903 auf
7,748,020 Mk. Der bei weitem größte
Anteil entfallt ans die Werke bei Staßfurt
und das benachbarte Leopoldshall, wo die
wertvollen Kalisalze gewonnen werden:
1869 erß für 2,225,358 9Rf., 1879 ober
für 5,418,479 Mk., davon
Staßfurt Lcopoldshall
Kainit .... 547832 147256
andre Kalisalze. 2572345 2 846134
Eigentliches Steinsalz wird in größ
ten Mengen bei Staßfurt gewonnen, das
von Hall in Württemberg ist aber wert
voller; hier war 1879 der Ertrag 623,621
m., bort 486,421 m. ; ^101^10 smb
die Werke im Regierungsbezirk Erfurt
und in Anhalt. Der Gesamtgewinn, auch
aus dem Regierungsbezirk Bromberg, aus
Oberbayern und Sigmaringen, bezifferte
M 1879 auf 1,590,780 SRf. Dogme»
sind die Werte des bei Staßfurt und Leo
poldshall gewonnenen Boracits (1879:
36,046 Mk.) und der bei letzterm gewon
nenen Bittersalze (7627 Mk.) verschwin
dend klein. Die Gewinnung von M i n e -
ralsalzen betrug 1879:
Steinsalze . . 238160 Ton. 1,59 Mill. Mk
Kalisalze . . 661673 . 6,11 -
Andre Salze . 869 - 0,05 -
Zusammen: 900 702 Ton. 7,75 Mills Mk)