Full text : Lexikon der Handelsgeographie

Glasgow.

Handels-  und  Gewerbegericht.  —  G.  ist  ein
Hauptsitz  der  rheinischen  BaumwolllNdustrie
  (25  Spinnereien  mit  206,500
Feinspindeln,  34  mechanische  Webereien
mit  4420  Stühlen,  26  Färbereien,  Appreturanstalt); ­
  ferner  Eisengießereien,  Maf
  ^ftwesen.  Die  Neichsbanknebenstelle
Ue  1879  elnen  Umsatz  von  15,534,400
Ä'ÄÄ»
s'cherungsgesellschaft  Lloyd  und  die  Rheimsch-Westfätische
  Nückversichcruugögcsell-Ichast
  die  bedeutendsten.  Ferner  bestehen
wer:GladbacherBankvon  Quack  n.Komp.,
Glad  bâcher  Gcwerbebank  (eingetragene
Genossenschaft).
(spr.  gln'ssgoh),  größte  und
Miaste  Handels  -  und  Fabrikstadt
Schottlands  und  zweitgrößte  unter  den
Städten  des  Vereinigten  Königreichs,  an
Gighe,  butds)  ben
Und  Clhdekanal  im  W.  mit  dem  Firth  of
ElYde,  dem  Nordkanal  und  dem  Irischen
Meer,  im  O.  niit  dem  Firth  of  Forth  verbunden ­
  und  Knotenpunkt  für  neun  verschiedene, ­
  nach  allen  Richtungen  ausstrahlende ­
  Eisenbahnen;  (1879)  578,156  Einw.
Deutsches  Konsulat;  Bank  os  Scotland,
Commercial  Bank  of  Scotland,  Royal
Bank  of  Scotland,  Union  Bank  vf  Scotland. ­
  —DieFabr  i  kt  hätig  ke  it  ist  außerordentlich ­
  groß,  so  daß  G.  jeßt  den  größten
Fabrikstädten  Englands  ebenbürtig  zur
Seite  steht.  1872  arbeiteten  3121  Fabriken
und  gewerbliche  Anstalteil  mit  Dampfmaschinen ­
  von  33,186  Pferdekrafteil  und
beschäftigten  114,864  Arbeiter;  davon:
Textilindustrie  .  .  .  22172  Menschen
Maschinenbau  .  .  .  13857  -
Schiffbau  13031
Den  ersten  Rang  nehmen  die  Baumwollspinnereien ­
  und  -Webereien  ein,
welche  15,896  Arbeiter  beschäftigten;  in
ben  Wollwebereien  waren  6176  Arbeiter
U)ätig;  daran  schließen  sich  die  Worsted-,
-.Ulte-  und  Seidenfabrikcn.  Für  1872
wurden  angegeben:  1,800,000  Spindeln,
Dampfwebstühle,  40,000  Handstühle.
Handelsgeographie.

209

pais
Andern  ausgeführt;  mehrere  der  Kriegsschiffe ­
  der  deutschen  Marine  wurden  hier
erbaut.  Die  bedeutendsten  Firmen  sind
die  von  Rapier  und  die  voil  John  Elder
u.  Komp.  Erbaut  wurden:

Schiffe

1877  1878  1879  Tonne»

135204

(i  73(1

15531

15973

170

173438

Kriegsschiffe.  .  .  2  io
Schraubendainpfer  104  129
Raddampfer  .  .  10  20
Eiserne  Segelschiffe  57  49
Kleinere  Schiffe  .  30  48
Zusammen:  203  |  256
Jur  letzten  Jahr  (1879)  wurden  für
das  Ausland  gebaut  42  Schiffe,  davon  8
fur  Deutschland  allein.  Diese  Thätigkeit
stutzt  sich  namentlich  auf  die  nahen,  sehr
reichen  Kohlen-  und  Eisengrnben.  In
den  1880  in  Betrieb  stehenden  124  Hohofen ­
  wurden  1,049,000  Ton.  Roheisen
hergestellt,  von  denen  die  hiesigen  Gießereien ­
  und  Walzwerke  384,000  T.  konsumierten. ­
  Das  Gesamtgewicht  des  verschifften ­
  Eisens  belief  sich  auf  641,048  T.
Dabei  werden  noch  große  Mengen  voir
Middlesborough  und  Cumberland  zngef%t(1880:
  335,000%.).  ferner  finb
zu  erwähnen:  die  chemischen  Fabriken
(St.  Rollor),  Glashütten,  Zuckerrafsinerien
  und  Töpfereien.
Der  Handel  der  Stadt  stützt  sich  namentlich ­
  auf  die  Ausfuhr  der  genannten
Fabrikate,  von  Eisen  und  Kohle  und  auf
die  Einfuhr  namentlich  von  Weizen,  Tabak ­
  und  andern  Rohprodukten.  Den  Wert
schätzte  man  1879  in:
Einfuhr  .  .  .  224100340  Mark
Ausfuhr  .  .  .  178  611120  -
Bei  der  Ausfuhr  sind  nur  britische  Produkte ­
  berechnet.  Außer  den  Tertilstossen
nehmen  Kohle  und  Eisen  im  Handel  eine
hervorragende  Stelle  ein.  Die  Ausfuhr

Davon  gingen  nach  Deutschland'  1878'
14
            
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