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Großbritannien (Urproduktion: Forstwirtschaft).
Diese Importe erreichten 1879 einen
Wert von 413 Milt. Mk. und zwar:
Rinder .
Schafe .-Schweine
Rindfleisch
Schweinefleisch. 1,4
Fleischkonserven 54,6
Schinken. . . 40,o
Speck.... 137,5
Dazu kommen 840,819 Ctr. Schmalz im
Wert von 28,4 Mill. Mk., also eine Eiufuhr,
die 441 Mill. Mk. überstieg. Aus
den Bereinigten Staaten und Kanada
kamen nicht weniger als 100,470 Rinder,
191,914 Schafe und 19,747 Schweine.
Die Wo Istproduktion aller Herden berechnet
man auf 137,7 Mill. Pfd. jährlich,
so daß G. unter den europäischen Staaten
hierin nilr von Rußland überragt wird.
Diese Produktion genügt aber den Bedürfnissen
der hoch entwickelten Industrie
keineswegs; doch importiert England in
erster Linie ans Australien, dann vom
Kap, Britisch-Jiidien, Rußland weit über
seinen Bedarf hinaus, um wiederum von
seinem großen Markt zu London die verschiedensten
Länder des Kontinents zu
versorgen. Die Importe betrugen 1878:
941,550,1879: 1,002,150 Wem 1878
war der Durchschnittswert eines Ballens
375 SM., 1879 mir 330 M. . 3,t bem
letzten Jahr wertete (in Millionen Mark):
Einfuhr Ausfuhr-Schafwolle
. . 465,o 302,o
Andre ... 5,6 —
Englands Produktion an Butter und
Käse ist eine sehr bedeutende, auch ist die
Qualität des Produkts eine gute; der Bedarf
wird aber nicht befriedigt. Gegen einen
Export von 4,7 Mill. Mk. für Butter und
1,i Mill. Mk. fürKäse in 1879 ist ein Import
von Butter für 207,6 Mill. Mk., Käse
für 76,5 Mill. Mk. zu setzen- Als fernere
Nahrungsmittel, deren das Land bedarf,
kommen hinzu : Eier (meist aus Frankreich)
für 45,9 Mill., Geflügel und Wild für 8
Mill., Reis (vornehmlich aus Ostindien)
für 69,6 Mill. Mk., wovon für 39,8 Mill.
Mk. wieder exportiert wurde, Sago für
3,5 Mill. Mk. n. a., so daß England jährlich
kolossale Summen für diese Waren
zu zahlen hat. Wie groß die einheimische
Erträge
Weizen 644
Gerste 396
Hafer 576
Bohnen und Erbsen . 126
Mais . . . . . . -
Getreide: 1742
Kartoffeln 333
Milch 520
Käse und Butter . . 270
Fleisch 1640
Wolle 170
Heu -..320
Stroh für Städtcbedarf 120
Zufuhren
640
100
100
40
140
1020
20
280
440
440
2200
Produktion, wie bedeutend aber auch die
vom Ausland bezogenen Mengen sind,
zeigt folgende Aufstellung für 1870—71:
Zusammen: 5115
Trotz der massenhaften Konsumtion von
Fleischtieren und des hieraus resultieren- ■
den Ergebnisses von Häuten, Haaren, Hörnern,
Talg ist der Import dieser Artikel
noch ein außerordentlicher und zwar 1879
(in Millionen Mark):
Hörner ... 3,o I Borsten ... 4,9
Haare . . . 21,5 | Häute . . . 64,o
Die Haupthäfen für überseeische Häute
sind Londoil und Liverpool. Ausgeführt
wurden 1879 für 26 Mill. Mk. Häute
und gcgeil 3 Mill. Stück Schaf - und
Lammfelle. Die Einfuhr von Talg endlich
hatte 1879 einen Wert von 42 Mill.
Mk. bei einer Ausfuhr von 6,i Mill. Mk.
C. Forstwirtschaft.
Unter allen europäischen Staaten hat
das britische Reich das geringste Waldareal,
nur 3,2 Proz. Wohl sind zahlreiche
kleinere Baumbestände über Felder
und Weiden zerstreut, die englische Eiche
ist berühmt als Schiffbauholz, und in
Schottland sind wertvolle Waldungen in
den Grafschaften Perth, Roß und Jnvcrneß
; aber doch muß fast der ganze Bedarf an
Holzmaterial importiert werden und zwar
vornehmlich aus Norwegen, Britisch-Nordamcrika,
Schweden undDeutschland. Die
Importe von Holz betrugen 1879 : 221,2
Mill. Mk., davon (in Millionen Mark):
Behauenes 58,2
Gesägtes, gespaltenes rc 141,3
Stäbe 8,2
Mahagoni 7,3
Andre Schmuckholzer 6,2
Eine nennenswerte Ausfuhr findet dagegen
gar nicht statt. Dasselbe gilt von den