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Guayaquil -
ramavií>o (s. d.). Nach dem Kolonial
budget für 1880 betrugen die Einnahmen
2,008,820, bic MuSgabcit 2,859,898 31».
Niederländisch-G. gehört zum Weltpost
verein; es kamen hier 1877:36,028 Briefe
und 32,843 Drucksachen auf Schissen au.
Guayaquil, Hauptstadt der Provinz
Guayas in der südamerikan. Republik
Ecuador, am Golf von G. des Stillen
Oceans, Station der Dampfer der Com
pagnie générale transatlantique und der
Hamburg - Südamerikan. Dampfschif
fahrtsgesellschaft; 26,000 Einw. Deut
sches Konsulat; Banco del Ecuador. Sehr-
guter Hafen, in welchem 1879:226 Schiffe
von 215,831 Ton. (davon 21 deutsche von
6566T.)verkehrten. Die Ausfuhr (1879:
34,65 Mill. Mk.) besteht namentlich in
Kakao (27,75 Mill.), Steinnüssen (2,29
Mill.), Chinarinde (2,76 Mill. Mk.), fer
ner in: Kautschuk, Häuten, Strohhüten,
Sohlleder. Einfuhr (1878: 18,9 Mill.
Mk.): Zeuge, Metalle und Metallwaren,
Mehl (ans Chile), Wein n. a. Platz
gebräuche. Kakao verkauft man für die
Carga sucia (80—81 Pfd.). Wechselkurse
notiert man auf London.
Guaymas, Hafenplatz in dem mejikan.
Staat Sonora, am Golf von Kalifornien;
12,000 Einw. Deutsches Bicckonsulat.
Der größte Teil des Verkehrs geht nach den
Vereinigten Staaten, dann nach Deutsch-
- Haarlingen.
land, Frankreich und England. Die Ein
fuhr (1878: 3,006,716 Mk.) besteht na
mentlich in Kolonial- und Eßwaren,
Eisenwaren, Woll-, Leinen- und Baum-
wollwaren, die Ausfuhr (1878: 3,647,396
Mk.) fast ausschließlich in Silber und
Gold (meist Münzen). Einfuhrzoll:
1,249,204 Mk., Ausfuhrzoll: 151,004Mk.
Guayra, s. Guaira.
Guernsey (spr. ghôrnst), eine der zu Eng
land gehörigen Kanal-oder Normänuischen
Inseln, 67 qkm (l,2i QM.) mit (i87i)
30,590 Einw. Hauptstadt ist der Hafen St.
Pierre oder St. Peter's Port. Deutsches
Vicekonsulat für die Insel G.; G. com
mercial Bank. Ausgeführt werden Kühe
und Granit. 1879 verkehrte hier ein deut
sches Schiff (mit Weizen von Stralsund).
Guinea, bei den Europäern üblicher
Name für den Teil des afrikanischen Kon
tinents, welcher sich vom Kap Palmas bis
zunl Kap Negro erstreckt. Man teilt die
sen langen Küstensaum in Ober- oder
Nordguinea nub Nieder- oder Südguinea,
als bereit Grenze mau das Kap Lopez
Gonzales annimmt. — Südguinea
oder Congo zerfällt in die Landschaften
Loango, Congo, Angola und Benguela.
In No rd guinea, gewöhnlich nur G.
genannt, haben England und die Nieder
lande Besitzllitgeit (s. G o l d k ü st e). Der
wichtigste Handelsplatz ist Lagos (s. d.).
Haag (den Haag, eigentlich 'sGra-
venhage), Hauptstadt der Provinz Hol
land und Residenz des Königs der Nie
derlande, au der Niederländ. Rbeinbahn
und Holländ. Bahn; (i»79) 114,936 Einw.
Handelskammer, Handelsgericht; Hol-
laitdsche Bank. Die Stadt ist mehr Lurus-
alö Fabrik- und Handelsstadt.
Haarlem, Stadt in der niederländ. Pro
vinz Nordholland, au der Holläud. Bahn;
(1877) 35,692 Einw. Haarlemer Bauk-
vereening. — H. ist berühmt dilrch seine
.Blumenzucht: Tulpen, Hyacinthen, Nar
cissen, Ranunkeln rc., mit welchen ein
früher bcdelltendercr, aber immer noch an
sehnlicher Handel getrieben wird.
Haarlingen, Seestadt in der niederländ.
Provinz Fricslaitd, an der Zuidersee und
Niederländ. Staatsbahn; 0874) 10,760
Einw. Deutsches Vicekonsulat. — H. ist
Sitz der Friesischen Dampfschisfahrtöge-
sellschaft und steht mit Amsterdam,. Enk-
huizen und dem Nieuwe Diep sowie mit
Hull und London in Verbindung. ES
liefen 1878 ein: 541 Schiffe von 431,828
cbm, aus: 551 Schiffe von 435,031 Ton.
1880 liefen 34 deutsche Schiffe ein. 24
aus. Ausfuhr 1878: Butter 10,6 Mill, kg',
Kartoffeln 3,6, Eichorienwurzel 2, eßbare
Muscheln 7,9, Flachs 1,2 Mill, kg- rc.
Einfuhr: Holz, Roggen, Garne (4,6 Mill,
kg), Schmalz, Salz rc.