Full text : Lexikon der Handelsgeographie

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Norwegen  (Handel,  Verkehrswesen).

Handel.  Die  bedeutendsten  Handelsplätze ­
  Norwegens  sind:  in  erster  Cinte
Christiania  nndBergen,dannDrainmen,
  Laurvig,  Christiansand,  Mandai,
Farsund,  Stavanger  und  Christiansund,
Drontheim,  Tromsö,  Hannnerfest,Wadsö,
Frederiksstad  und  Sarpsborg.  Boit  deni
Gesamtumsatz  entfallen  ans  bie  elf  Häfen
des  Christianiafjords  allein  48  Proz.  nnb
auf  die  fünf  Haupthäfen  des  Landes:
Christiania  17,  Bergen  9,i,  Frederiksstad
7,i,  Drannnen  6,8  und  Arendal  5,8  Proz.
—  Der  auswärtige  Handel  betrug  (in
Millionen  Mark):
Einfuhr  Ausfuhr
1877:  212,5  122,2
1878:  157.»  102,6
1879:  147,8  99,7
an  welchen  Summen  die  einzelnen  Verkehrsländer
  wie  folgt  partizipierten:
Einfuhr  Ausfuhr
Großbritannien  .  .  .  41.8  28,5
Deutschland  ....  39,s  19,i
Schweden  12,9  10,o
Dänemark  15,5  5,6
Rußland  18,i  3,7
Frankreich  4,3  6,9
Niederlande  5,9  6,2
Nach  Spanien  betrug  die  Ausfuhr  10,7
Mill.  Mk.,  nach  außereuropäischen  Ländern ­
  1,3  Mill.  Mk.,  während  die  Einfuhr
von  letzter»  3,4  Mill.  Mk.  wertete.  Zu
den  schon  nachgewiesenen  Posten  fügen
wir  noch  einige  der  bedeutendern  Handelsartikel ­
  für  1878  (in  Millionen  Mark):
Einfuhr  Ausfuhr
Getreide  und  Mehl  .  .  .  37,5»  0,65
Genußmittel  26,87  12,80
Tiere  und  tierische  Nahrungsmittel
  12,50  2,04
Fische  und  Fischereiprodukte  —  45,u
Holz,  rohes  2,»o  34,70
Mineralien  und  Rohmetalle  11,90  2,30
Eis  —  1,20
Spinnstoffe  5,80  —
Jndustrieprodukte....  40,20  11,00
Aus  nachstehender  Tabelle  ist  die  wirtschaftliche ­
  Stellung  zu  ersehen,  welche  die
einzelnen  Produkte  des  Landes  einnehmen.
Die  gewählte  Periode  ist  die  der  Jahre
1866—76,  weil  das  Material  für  dieselben ­
  vollständig  vorliegt;  doch  weichen
die  Jahre  1877  und  1878  wesentlich  davon ­

  nicht  ab.  Der  Export  der  Produkte
verteilte  sich  in  Prozenten  folgendermaßen:

Produkte

Landwirtschaft.
Holz  und  Holzprodukte
Seehunds-  und  Walfang. ­
  Jagd  .  .
Fischerei  ....
Bergwerksprodukte:
roh
Halb-  u.Ganzfabrikat
Textilindustrie.  .
Andre  I  nd  usi  rie  pro
dukte  ....
Andre  Ausfuhrartikel
Fremde  Waren

1866—70  1871—75  1876

2,7
42.4
0,9
45.5
2,7
2.4
0,8
1.5
11,0
1,1

3.0
42.3
1.0
39.4
3,6
3.0
2,5
2,2
15,9
2,4

3,3
39.2
0,8
43.2
2,8
3,2
2,7
2,7
15,5
2,1

Der  Abstand  der  Erträge  des  Waldbctricbs
  und  der  Fischerei  von  dem  Werte  der
übrigen  Exportartikel  ist  so  bedeutend,  daß
das  Sinken  eines  oder  des  andern  dieser
wichtigen  Faktoren  den  wirtschaftlichen
Ruin  des  Landes  nach  sich  ziehen  müßte.
Für  die  Fischerei  ist  aber  der  vorzüglich  in
katholischen  Ländern  erfolgende  Absatz  aller
Fluktuationen  ungeachtet'cin  gesicherter.
III.  Berkchrstvescii.
Flüsse  und  Kanäle.  Die  an  der
schwedischen  Grenze  belegene  Reihe  von
Landseen  ist  durch  das  Frcderikhaldsche
Wassersystem  vermittelst  verschiedener  Kanäle ­
  miteinander  verbunden  und  eine
90  km  lange  Wasserstraße  hergestellt  worden, ­
  die  auch  durch  den  Stora-Lee  mit  dem
Wenersee  zusammenhangt.  Der  größte
Fluß  Norwegens,  der  Glommen,  ist  nur
stellenweise  schiffbar,  seine  Kanalisierung
hat  man  aufgegeben  und  statt  dessen  eine
Eisenbahn  von  Christiania  bis  Kongsvinger
  gebaut.  Von  lctzterm  Ort  fährt
ein  kleiner  Dampfer  aufwärts,  aber  auf
dem  See  Öiren,  den  er  durchfließt,  besteht
eine  lebhafte  Dampfschiffahrt.  Sein  Nebenfluß, ­
  dcr  Wormen,  ist  von  Eidsvold
bis  an  den  Mjösen  schiffbar  gemacht  worden. ­
  Ebenso  werden  von  Dampfschiffen
befahren  die  Seen  Randsfjord  in  Christiania, ­
  Tyrifjord  in  Buskerud  u.  a.  m.
E  i  s  e  n  b  a  h  n  e  n.  Ende  1880  waren  im
Betrieb  1222  km.  —  Post.  Eine  regelmäßige ­
  Postdanipfschifsahrt  verbindet  alle
Küstenortc  vom  Christianiafjord  bis  zum
            
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