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,Die Herrschaft des Wortes“,
Und so darf es hier auch dahingestellt bleiben, ob diese beiden Wege vom
Ausgang bis zum Ende getrennt voneinander verlaufen. Leicht möglich, daß
die Kritik, wenn sie in ihrer Weise beim äußeren Tatbestand, bei der Art
gemeinschaft der Eingeborenen Fachausdrücke eingesetzt hat und nun zur
Erklärung Vordringen will, überhaupt nicht weiter kommt, als zur Setzung
einer Annahme: Zu einer Annahme über die Natur dieses Sachverhaltes,
die zwar an ermittelten Tatsachen schon als Annahme ihren guten Rückhalt
findet, die somit als das Denkbare sogleich auch wahrscheinlich ist, die aber
doch nur so zur Gewißheit werden könnte, daß man von der Kritik zu
Untersuchungen im Geiste jener Ersten Fragen übergeht. Das will sagen,
der erste Weg würde dann schließlich in den zweiten einmünden. Also wäre
nur der zweite Weg der gerade. Aber der erste Weg, wie ihn die Kritik
eingeschlagen hat, könnte trotzdem der kürzeste sein — und Das ist er sicher,
sobald es zu einem Widerstreit mit den herkömmlichen Anschauungen kommt!
Mit diesen wäre dann gleich im voraus abgerechnet, schon im Begehen
dieses ersten Weges. Es wäre viel umständlicher, wollte man diese Ab
rechnung erst nachtragen, für Ergebnisse noch dazu, die sich nur so ableiten
ließen, daß man alle Fühlung mit den herkömmlichen Anschauungen verloren
hätte. Besonders das letztere wird man bei Strafe der platten Unverständ
lichkeit vermeiden müssen, und so rechtfertigt dieser Umstand allein schon
das Verfahren, wie ich es hier einschlage. Dies nur zur Geschäftsordnung.
Nun gehe ich schnell noch einen Schritt weiter, und deute die Form
an, in der sich jener Sachverhalt denken ließe. Es folgt da eine Betrachtung,
die insgeheim dem Verständnis dieser ganzen Kritik dienen soll, die aber
sachlich nicht in den geringsten Zusammenhang mit der Kritik gebracht
wird, weil sie mit Annahmen arbeitet, die selbst über die letzten Ergebnisse
der Kritik noch hinübergreifen.
Die Eigenart des nationalökonomischen Denkens kann es bedingen, daß
in ihm eine Reihe von Begriffen dauernd wach bleiben müssen; das will
sagen, diese Begriffe müßten dem nationalökonomischen Denken, das ihrer
auf Schritt und Tritt bedarf, fortwährend zur Hand bleiben. So will ich es
in aller Kürze und Einfalt ausdrücken, hier, seitab vom Wege der Kritik.
Dieser angenommene Tatbestand wäre nun offenbar schon aus anderen Tat
beständen hergeleitet; aus tieferen Tatbeständen, die sich auf die Eigenart,
auf den Gegenstand und den Hergang des nationalökonomischen Denkens
beziehen, und daher die Antwort vorstellen auf jene Ersten Fragen. Das in
sich verbundene Gefüge dieser Tatbestände ergäbe also den Kern eines
Sachverhaltes. Seine Schale wäre dann mit dem Tatbestand gegeben, daß
für die Worte, denen sich jene Begriffe verknüpfen, ein Zwang zu ihrer ver
gleichsweisen Vielverwendung in Geltung steht. Das letztere ist ja ganz
offenkundig aus der besonderen Eigenheit jener Begriffe herzuleiten, die