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Perth — Peru.
Pferden, Kamelen und Maultieren nicht
entwickeln können. Der Hauptbetrieb des
Handelsverkehrs ist meist in den Händen
der Armenier und der Parsen. Handels
verträge wurden seit dem zwischenRußland
und P. im Frieden von Turkmantschai
(22. Febr. 1828) abgeschlossenen Vertrag
mit mehreren andern europäischen Mäch
ten eingegangen. Die Ausfuhr persischer
Stoffe und Erzeugnisse nahm zuerst ihren
Weg über Astrachan und Tiflis, dann,
als sich die Dampfschiffahrt auf dem
Schwarzen Meer entwickelte, vermittelst
großer Karawanenzüge von Tebriz über
Erzerum nach Trapczunt, das sich zum
Stapelplatz für den europäisch-persischen
Warenaustausch emporschwang. Durch
den Bau der Bahn von Poti nach Tislis,
die nach Tebriz fortgesetzt werden soll. ist
aber Poti an die Stelle von Trapezunt
getreten. Wie hoch sich der Waren
umsatz beziffert, ist nicht genau festzu
stellen; die Einfuhr schwankt zwischen 30
und 30 Mill. Mk., die Ausfuhr steht in
guten Jahren noch höher. Hauptausfuhr
artikel sind: Rohseide, Seidenabfälle, Ta
bak, Opium, Teppiche, Shawls, Felle,
getrocknete Früchte, Baumwolle, Kaviar
pud Hausenblase. Die Haupteinfuhrar
tikel sind: Baumwollwaren und andre
Webstofse, Glaswaren. Tuch, Porzellan,
Zucker. Papier, Thee, Roheisen, Kupfer.
Die Regierung erhebt als Zoll sowohl
für Einfuhr als Ausfuhr 5 Proz. in na
tura, doch wird auch ein Entgelt ange
nommen. Schiffsverkehr wird durch die
Dampfer der British India Steam Navi
gation Co. in den beiden Häfen Rescht und
Buschir vermittelt. — Postanstalten
sind neuerdings unter der Leitung von
österreichischen Beamten errichtet worden.
Die Zahl der Büreaus ist jetzt 40, auf
welchen 1877: 300,000 Briefe befördert
wurden und zwar 350,000 im innern
und 10,000 im internationalen Verkehr.
Die Einnahme betrug etwa 72,000 Mk.
Telegraphenleitungen wurden von
Engländern errichtet, deren große Über
landlinie mitten durch P. hindurchführt.
Ņpn dieser abgesehen, bestehen jetzt in P.
-»432 km Limen und 9113 km Drähte,
auf denen 1878 ca. 500,000 Depeschen
befördert wurden. Die Einnahmen des
Departements beliefen sich auf 280,000
Mk. — Konsulate unterhält Deutsch
land in P. nicht, wohl aber England, Ruß-
land, Frankreich, die Niederlaiide und die
Türkei in Buschir, Rescht, Tauris u. a.
Ein Handelsrecht besteht nicht; Verträge
zwischen Europäern und persischen Unter
thanen sind nur klagbar, wenn dieselben
von dem Konsulat des europäischen Kauf
manns uní) dem Abteilungschef der Statt
halterei vidimiert sind. — Die Ein
künfte des Monarchen (Schah oder
Schah in Schah) fließen aus Grund-,
Kopf-, Gewerbesteuer und andern direk
ten Auflagen, Zöllen und unregelmäßigen
Steuern, welche willkürlich erhoben wer
den. 1870 betrugen die Einnahmen 27,8
Mill. Mk. in Geld und 5 Mill. Mk. in
Produkten, int ganzen 32,8 Mill. Alk.
Eine Staatsschuld besteht nicht. —■
Hauptmünze in P. ist das Toman
(Dukaten — 8,i Mk.). Gewichte sind das
kleine Man, das gebräuchlichste zu 2,9 kg,
das Man von Tebriz (man bedient sich
dort auch des russischen Pud oder Pfun
des) — 4,6 kg, das Man-i-schal) (im
Rohseidenhandel gebräuchlich) — 5,9 kg,
das Man von Meragha (Ascrbeidschan)
— 5,7 kg, daö Mau von Karadagh (im
Seidenhandel) — 8 kg, das große (13,8
kg) itub das kleine (11,8 kg) von Rei
(in Irak ttttb Farsi st an), das Karawanen-
Man — 7,4 kg. Eine Kamellast — 30
Karawanen-Man, eine Esellast—20—25
Man-i-schah. Maße: Zer Schalst — l,ia
m, Zer Mokäsar — 1 m; Getreide, Holz,
Flüssigkeiten werden nach dem Gewicht
verkauft.
Perth, Hauptstadt der britisch-austral.
Kolonie Westaustralien, am Schwanen-
fluß, durch Eisenbahn mit der Hafenstadt
Freemantle verbunden; 0879) 7000
Einw. Western Australian Bank, Natio
nal Bank of Australasia.
Peru, Republik (seit28.Juli 1821) an
der Westküste von Südamerika, 1,119,941
qkm (20,339 QM.) mit 0876) 3,050,000
Einw., davon Indianer 1,554,078, Me-
f%n 669,457, Bkißc 371,197, Mmcr
52,588, Asiaten 51,186. Der Religion
nach zahlte man 2,644,055 Katholiken,