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(20 Dollars)—37 Sotes, cimi. Sovereign
— 9 Soles, 20-Frankstück — 6 Soles
50 Centavos, span. Doblan — 26 Soles;
Pernan. Sol — 1 Sol 50 Cent., span.
Piaster = 1 Sol 65 Cent. — Wechselkurse
notiert man in Lima, Callao, Arequipa
und Tacna nach Sicht auf London
60 und 90 Tage, auf Paris und Hamburg
90 Tage, auf New Pork u. a. 60 Tage.
Das Wechselrecht ist wie das spanische.
Maße undGewichte sind die metrischen.
Pest, Hauptstadt des Königreichs Ungarn,
die seit 1873 vereinigten Städte P.,
Ofen (magyarisch Bnda) und Altofen
umfassend, die zu einem einzigen Gemeinwesen
unter dem Namen Budapest vereinigt
sind. P. liegt am linken, Ofen am
rechten Donauufer. Die Bevölkerung betrug
1881:369,821 Einw. (ohne Militär),
wovon ans P. 283.649, aus Ofen 75,716
Bewohner kamen. — In Bezug auf Industrie
und Handel nimmt P. in Ungarn
weitaus den ersten Rang ein. Die hauptsächlichsten
Jndttstriezweige sind: der
Maschinenbau mit 18 Fabriken, der
Schiffbau, vertreten durch die Donan-DampfschisfahrtsgcsellschaftznAltofen.mit
2000 Arbeitern, die Mnhlenindnstrie mit
12 großen Dampfmühlen und mehr als
2500 Arbeitern, 2 staatliche Tabakfabriken
mit 2000 Arbeitern, Wollwäscherei u. a.
Bedeutender aber ist der Handel, der
durch die natürliche Wasserstraße der Donau
und die hier zusammenlanfenden
Eisenbahnen gefördert wird. P. ist wichtig
als Stapelplatz der Donau-Dampfschiffsahrtsgesellschaft.
Hauptobjckt des Handels
ist Getreide (besonders Weizen), wovon
im zehnjährigen Durchschnitt (1865—74)
4,730,000 nietr. Ctr. zugeführt wurden,
um teilweise verarbeitet und als Mehl nach
Triest und weiter über See ausgeführt zu
werden. Der größte Teil des Getreides
wird aber wieder ausgeführt. Nächstwichtig
ist Wolle; Kammwolle geht ins Ausland,
Tuch- und Zackelwolle nach Österreich;
der jährliche Export erreicht 75,000
mctr. Ctr. Von Spiritus werden ca. 60,000
ist jährlich besonders nach Italien und den
Donaufürstentümern exportiert. Dann
à in, namentlich der an den Abhängen
de-ö Udlersbergs und Schwabenbergs wachsende
rote; Ölsaat und Klecsamcn (besonders
fiir Österreich-Ungarn), Tabak, der
teils in den hiesigen kaiserlichen Fabriken
verarbeitet, teils exportiert wird; Pfla"-men
aus Bosnien und Serbien, Honig,
Wachs, Schweinefett, Speck, Borstenvieh
(in die zu Steinbruch, dein Centralplatz
für diesen Handel, befindlichen Mastställe
werden jährlich 484,000 Stück Schweine
aus Niederungarn, Siebenbürgen, Serbien
und Rumänien zugeführt), ferner
Binderholz und Faßdauben (jährlich
275,000 metr. Ctr.), Steinkohlen für eignen
Konsum, Pottasche, Bettfedern, die
ausschließlich nach dem Ausland exportiert
werden, rc. Manufakturwaren werden aus
Österreich, England, dem Elsaß u. a. bezogen.
— Förderungsmittel des Verkehrs
sind: eine Waren- und Effektenbörse,
Fruchtbörse mit eignem Schiedsgericht,
Mehlbörse, Müllertag, jährlicher internationaler
Getreide- und Saatenmarkt;
Handelsgericht, Wechselgericht, Wechselobcrgericht;
Handels- und Gewcrbekammcr,
Kornhallc. Jährlich werden hier vier
sehr besuchte Messen oder Märkte abgehalten,
von denen jede an einem Montag
beginnt und 14 Tage dauert: dcrJosephimarkt
im März, der Medardiniarkt im
Mai und Juni, der Johannis-Enthauptungsmarkt
im August, der Lcopoldimarkt
im November. Zahltag ist der Mittwoch
der zweiten Marktwochc. Zwischenmesscn
finden im Januar und Juli statt, letztere
besonders für Wolle, die überhaupt der
wichtigste Handelsartikel auf den Messen
ist. — Kreditwesen. Von Banken existieren
hier außer einer Filiale der Österreichisch-Ungarischen
Bank noch 16 andre,
von welchen die bedeutendsten sind: die
Anglo-Hungarian Bank (Kapital 16 Mill.
Mk.), Allgemeine Ungarische Municipalkrcditbank
(8 Mill. Mk.), Franko-Ungarische
Bank (20 Mill.), Ungarische Allgemeine
Kreditbank (24 Mill. Mk.); ferner
7 Sparkassen, 4 Bodenkreditanstaltcn (darunter
die Ungarische Allgemeine Bodenkreditaktiengesellschaft
mit einem Kapital
von 20 Mill. Mk.), 3 Spar- und Vorschußvereine,
Volksbank, 9 Versicherungsgesellschaften.
— Die Finanzlage der Stadt
war 1875 bei einer Bevölkerung von