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Schwarzburg - Gondershausen - Schweden (Areal re.).
Etat fur btc Jahre 1879 -81 beziffert
Einnahmen und Ausgaben mit 1,772,270
Mk. Die Staatsschuld betrug 4,420,704
Mk., dagegen Aktiva 3,235,795 Mk. Ma-
tnkularbeitrag 1881—82: 156,379 Mk.
Schwarzburg - Sondcrshansen, sou
veränes, zum Deutschen Reiche gehöriges
Fürstentum, 862,n qkm (15,7 QM.),
wovon auf die Unterherrschaft 519 qkm
(9,-iQM.), auf die Oberherrschaft 343qkm
(6,2 QM.) kommen, mit (wo) 71,083
liegen 1875: 67,480 meist protestantischen
Einwohnern.—Produktion. Von dem
Gesamtarcal entfallen 59 Proz. auf Äcker
und Gärten, 7 Proz. auf Wiesen und Wei
den, 30 Proz. auf Wald. Gebaut wer
den namentlich: Roggen, Hafer, Weizen,
Kartoffeln, Gerste, Nach der Viehzählung
1873 # cg 3738 «ßferbe, 20,573 Ümbc¿,
82,488 Schafe und 18,077 Schweine. Salz
wird ans Sole gewonnen. — Industrie
Nach der Gewerbezählung von 1875 gab
es 4560 Hauptbetriebe mit 10,608 Per
sonen. Von Bedeutung sind die Porzel
lan- und Glasfabrikation. Handschuh-
fabrikation u. a. — Kreditwesen In
der Hauptstadt Sondershausen besteht die
Schwarzburgische Landesbank, im Land
(1875) vier Sparkassen mit 1,568,940 m.
Einlagen.—> Die Unterherrschaft steht un
ter preußischer Zollverwaltung, die Ober
herrschaft gehört zum Thüringischen Zoll
verein. — Staatshaushalt. Der Etat
für die Jahre 1880—83 berechnet die
Einnahmen auf 2,119,391, die Ausgaben
auf 2,083,316 Die be=
trug 1. Jan. 1880: 3,498,755 Mk., wo
von Landeüschuld 1,4.19,668, Kammer-
[#(0 2,079,087 m. mtrifuWeitnw
1881—82:137,625 9Rf.
Schweden, die östliche Hälfte derSkan-
dinav. Halbinsel, mit der westlichen Hälfte
Norwegen (s. d.) seit dem Frieden von
Kiel (14. Jan. 1814) und durch die Bundcs-
akte (»RikSakten«)vom 6. Aug. 1815 durch
Personalunion vereinigt. Jedes Reich hat
seme besondere Verfassung und Volksver
tretung sowie Heer und Flotte, aber seit
öcmeinschaftlichen Münzfuß, dem
auch Dänemark beigetreten ist. — S. hat
mit (1880) 4,597,300 Einw. Nach der
Konfession zerfiel die Bevölkerung 1870
(4,168,525 Seelen) in 4,162,087 Luthera
ner, 573Nömisch-Katholische, 1836Jöraeli-
ten u. a. Der Nationalität nach waren
von 12,015Fremden: 2856Dc,ltsche,2795
Dänen, 806 Russen, 355 Engländer. Die
^àaàrung, welche sich fast aus
schließlich nach den Vereinigten Staateil
wendet, ist stets sehr beträchtlich gewesen;
^51—60 betrug dieselbe durchschnittlich
1690, 1861—70 durchschnittlich 12,245
Personen; 1869 erreichte sic ihren Höhe
punkt mit 39,064, siel danach bis 1877
auf 7610 und stieg 1879 wieder auf
13,115 allein über Gotenbnrg.
I. Urproduktion.
Nur ein kleiner Teil der Gesamtfläche
eignet sich für die Kultur. Zwar habeil
die siidlichen Provinzen einen fruchtbare»
Boden, aber der Norden ist von Gebirgs
zügen oder von Wäldern, Mooren und
See» bebe#, Wu# bag ^ima giebt bem
Anbau eme Grenze. Von dem Gesamt-
areal entfallen o0,2 Proz.anfunproduktive
Flache und natürliche Weiden, 39,r, Proz.
stuf Waldungen, 4,ü Proz. auf Wiesen und
nur 5,8 Proz. auf Acker- und Gartenland.
Ackerbau. Weizen baut man nur in
den siidlichen und mittlern Provinzen in
den nördlichen Provinzen Gerste zu Brot
korn; in Lappland wird Getreide aber fast
gar nicht gebaut. Der Betrieb ist, geför
dert durch die landivirtschaftliche Akademie
m Stockholm und die Haushaltnngöge-
sellschaften in den Provinzen, rationell
und der Ertrag bedeutend. 1878 wurden
geerntet 34,864,000 kl Getreide, davon
18.405.000 hl Hafer. Der Wert der Ge-
sainternte wurde für 1875 auf 264 Mill.,
187 7 auf 213,6 Mill. Mk. berechnet. Er-
portiert werden regelinäßig bedeutende
Mengen von Hafer nach England, etwas
Gerste nach England, Holland. Norwegen;
dagegen müssen Roggen und Mehl 'aus
Riißland und Dänemark eingeführt wer
den. 1880 wurden 4,100,000 Kubikfuß
Roggen und 1,192,000 Ctr.Mehlein- und
21.650.000 Kubikfuß Hafer und 2 Mill.
Kubikfuß Gerste ausgeführt. Der Wert
der Ausfuhr übersteigt in der Regel den der
Einfuhr erheblich; in Mill. Mk. war die