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Schweden (Urproduktion: Ackerbau, Viehzucht, Fischerei)
Einfuhr Ausfuhr
1876: 21,o 49,8
1877: 48,3
32,6
1878 : 40,1
43,3
DicKartoffelkulturist ganz allgemein
verbreitet: 1878 erntete man 18,9 Mill,
hl, und sowohl Kartoffeln wie Getreide
werden in bedeutender Menge zurBranntweinbrennerei
verwendet, durchschnittlich
iil jedem Jahr von den ersteil 2,226,000
hl, von dem zweiten 445,200 hl. Der
Brennereibetrieb im großen ist erst
gegen 25 Jahre alt, jetzt bcsteheil etwa 500
Dcnupfbrennereien. Eine besondere Industrie
ist die Fabrikation des sogen, schwedischen
PuilscheS auch für den Export. Daran
schließt sich die Brauerei, 1878 in 112
Etablissements betrieben, welche mit 1618
Arbeitern einen Produktionswert von 7,9
Mill. Mk. jährlich erzeugten. Die Ausfuhr
stieg 1880 auf 6,2 Mill. Lit., dabei
wurden aber 3,182,400 (aus Frankreich
allein 2,033,200) L. eingeführt. —
Zuckerrübenbau hat man erst in der
letzten Zeit, aber mit auögezeichiletein Erfolg
begonnen; wie gering jedoch die Produktion
gegenüber dem Konsum ist, beweist
die Einfuhr von 736,000 Ctr. Zucker
und 130,000 Etr. Sirup in 1880 gegenüber
einer ganz unbedeutenden Ausfuhr.
Die Einfuhr bestand neben 31 Mill. Pfd.
Rafsiiiade in 42 Mill. Pfd. Rohzucker,
der 1878 in nenn Zuckerfabriken auf einen
Wert von 17,5 Mill. Mk. verarbeitet
wurde. —Gemüse und Obstbali gedeihen
inl Süden, nicht aber der Weinbau, und
die Einfuhr von Wein in Fässern (1880:
56,000 Ctr.) und Flaschen (525,000 Lit.)
ist beträchtlich. Wie bedeuteiid der Import
von den aufgeführten und verwandten
Nahrnngs- lind Gcnußmitteln ist,
zeigt die Handelsbilanz für 1878. In
Millionen Mark betrug die
Einfuhr Ausfuhr
Getrcidc und Produkte davon. 40,0 43,3
Kolonialwaren 48,1 0,2
Spirituosen und andre Getränke 6,5 °' 3
Zusammen: 94,9 43,8
An Kaffee alleili wurden 1879 : 242,000
Ctr., 1880: 265,000 Ctr. importiert. —
Auch derAnbau von Flachs lind Hanf Mt
bedeutend, namentlich in der Provinz Wcsternorrland,
Flachs im ganzen ans 15,187
ha, die einen Ertrag von 4763 Ton. ergaben.
Doch genügt diese Produktion dem
Bedarf ebensowenig wie die von Tabak,
welcher bcsoiiders um Stockholm und bei
Ahns angepflanzt wird linb 1877 eine
Ernte von 144,700 kg lieferte. Dazu
wurden noch 91,000(Sir. Rohtabak importiert,
um die 110 Fabriken zu versorgen,
deren Jahresproduktion einen Werr von
12,1 Milt. Mk. erreichte.
Die Viehzucht ist bedeutend und der
Viehrcichtum im Verhältnis zur Bevölkerung
groß. In S. kommen auf 1000
Einw. 105 Pferde, 482 Rinder, 342 Schafe
und 35 Schweine. Nach der Viehzählung
von 1873 gab es: Pferde 455,907, Rinder
2,181,394, Schafe 1,695,434, Schweine
421,795. Im N. hakteil die Lappeil 100
bis 200,000 Stück Renntiere. Die Ausfuhr
voll Fleischtieren, welche sich uament
lich nach Norwegen richtet, ist daher eine
sehr beträchtliche; 1880 betrug einer sehr
kleineil Einfuhr gegenüber die Ausfuhr
von Rindern 34,000, von Schafen 29,500,
von Schweinen 21,800 Stück. Indes werden
Speck, Butter und Käse iilbcdeuteildeu
Quantitäten eingeführt, 1880 : 360,000,
resp. 80,000 und 9400 Ctr.; Butter ist
aber ein bedeiitender Exportartikel (1880:
124,000 Ctr.). Durch Errichtung von
Meiercischulen, llmherrcisenden Meieristen
u. a. wird von der Regieruilg viel
für zweckmäßigere Benutzung der Produkte
gethan. ' Der jährliche Wert der
Viehzucht nach Abziig des Unterhalts der
Zugtiere und von % Betriebskosten wird
auf 160 Milt. Mk. veranschlagt. Auch von
andern Produkten der Viehzucht führte
S bedeutende Posten ein, so 1880 von
rohen Häuten und Fellen 51,000Ctr., von
Talg 29,000 Ctr., während die Ausfuhr
sehr unbedeutend war. Die jährliche Wollproduktion
wird auf 3 Mill. Pfd. geschätzt,
dazu führte S. 1879 noch 20,000 Ctr.
und 1880: 28,000 Ctr. ein.
Die Fischerei ist nur au der Küste des
Skagerraks und des Kattegats eincHauptnahruugsguellc,
in ben übrigen Gegenden
ist sie Nebenbcschäftigullg. Die Erträge
sind keilleswcgö zllrcichend. Die
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