Suakim — Suez.
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teve bis 24. Dez. inkl.). Die jährliche
Tuchmesse, von dreitägiger Dauer im Au-
gust, beschränkt sich auf den Großhandel in
wollenen und halbwollenen Stoffen aller
Art. Nach den Vereinigten Staaten wnr-
dcn 1879 ausgeführt: Korsette (998,346
Mk.), getrocknetes Obst und Nüffe(932,256
Wh), ^arbeit (255,545 m.),
(177,246 Mk.), Leder, Leinenwaren,Bijou-
tericwaren, illustrierte Zeitschriften,Banm-
wvllwaren rc., zusammen für 2,698,000
Mk. (aber 1880 für 3,653,189 Mk.). —
Kreditwesen. Die Rcichsbankhauptstclle
hatte 1880 einen Gesamtumsatzvonl.034,7
Mill.Mk., davon Wechselverkehr 298, Gi
roverkehr 711,3 Mill. Mk. ; außerdem be
stehen hier: die Württemb. Notenbank,
Württemb. Vereinsbank, Württemb. Hy-
Potbckenbank, Württemb. Kreditvcrein.—
Platzgebräuche. Man verkauft Baum
wollgarn für daö englische Pflmd, Cops
(Spindelaarn) für daö deutsche Pfund,
Baumwollzeuge alls höchstens 6 Monate
Kredit; bei Weißwaren erfolgt Zahlung
oft erst nach 8, 9,12 Monaten. Wechsel
kurse notiert man ans Amsterdam, Ant
werpen, Attgsbilrg, Berlin, Bremen, Ham
burg, London, Paris, Schweizer Plätze,
Wien wie Frankfurt a. M.
Suakim, wichtige Hafenstadt in Nu
bien, am Noten Meer, auf einer Insel;
mit dein Vorort Kef 8000 Eiirw. Von hier
führen Karawanenstraßeir nach Berber
am Nil und Kassala in Taka.
Sudan (Nigritien, Nigerland),
im weitern Sinn außer den: langen und
breiten Thal des mittlern Nigerlaufö die
Länder: Bambarra, Dschinni, Haussa,
Borinl, Mandara, Baghirmi, Wadar,
Dar Fur re. Die ägyptische Geschästö-
sprachebezeichnetmitSudänland(Beled es
S.) bcsoilderü die Länder Dar Fur, Kor-
bofan, Ehartum uub Sennar.
Südaustralien, britisch-ailstral. Kolo
nie, die sich quer durch den Kontinent vom
GiMiAei, 3,^%^,; Occmi ct:
streckt; 2,341,611 qkm (42,526 QM.)
mit (isso) 262,379 Einw., darunter ca.
30,000 Deutsche. ES wanderten 1879 ein:
13,480, (ma-. 9137
liehe Teil ist für Ackerbau und Weinbau
zum Teil sehr geeignet, der bei wertem
größere Teil aber nur Weideland; im
N. am Indischen Ocean würden tropi
sche Kulturen gedeihen. Von Mineralien
findet man namentlich Kupfer (1879 für
7,3 Mill.Mk.), aber auch Eisen in großer
Menge, dochunbenutzt, Wismut, Blei,Sil
ber, Gold (besonders im Nordterritorium
am Indischen Ocean). Im Innern große
wüste, wasscrlose Strecken. — H a u p t k u l -
tur ist Weizen, daneben Gerste, Hafer,
Kartoffeln uild Wein; 1878 wurden ge
erntet : 3,«Mill.Iü Weizen, 6 Mitl.lllGerste
und 1,7 Mill, hl Hafer. Die Ausfuhr von
Weizen undMehlbetrug1879:32,962,240
Mk. Wichtiger indes ist die Viehzucht;
1879 zählte man 130.052Pfcrde, 266,217
Rinder und 6,140,396 Schafe. Der Ex
port von Wolle betrug 39,697,580 Mk. —
Die gesamte Ausfuhr erreichte 1879:
94,254,540 Mk., die Einfuhr (meist 'Ma
il ufakte,Thee,Zucker,Salz rc.) 100,283,000
Mk., davon 48,027,980 Mk. ans England.
— Schiffsverkehr. Es liefen 1879
ein: 1092 Schiffe von 467,729 Ton., ans:
1039 Schiffe von 465,162 T. Die Post
dampfer der Peninsular and Oriental
Steam Navigation (so. verkehren regel
mäßig auf der Reede von Glenelg (Ade
laides, ebenso laufen die Dampfer der
Orientlinie Port Adelaide an. Zwischen
letzterm unb Melbourne zwei regelmäßige
Dampferlinien. Auf dem Murray mit
Murrumbidgee und Darling verkehren 40
Dampfer mit 50 Schleppkähnen. Die
Handelsflotte bestand 1879 ans 264
Schiffen von 29,089 Ton., davon 71 Dam
pfer von 7206 T. — Die Eisenbahnen
hatten 1879 eine Länge von 894 km (im
Bau 403 km),die Telegraphenlinien
von 7029 km mit 9494 km Leitungen.
Die Post beförderte 1879 in 461 Bureaus
8,849,743 Briefe und 4,657,254 Zeitun
gen. — Eilt deutsches Konsulat besteht
in Adelaide, ein Vicekonsnlat in Port
Adelaide. — Finanzen. StachdemBud-
get 1879—80 betrugen die Einnahmen
36,623,280Mk., die Ausgaben 37,062,260
Mk., die Schuld der Kolonie l.Juli 1880:
197,310.000 Mk. Geld, Maße und Ge
wichte sind die englischen.
Suez (Sués), Stadt in Uilterägyptcn,
an der 'Nordspitze des Roten Meers, wel-