496
Trinidad -
davon aus Italien 54,o Btill. Mk., England
41,6 Mill., Britisch-Asicn 40,i Mill.,
Türkei 31,8 Mill., Vereinigte Staaten
21,2, Ägypten 20,8, Brasilien 17, Rußland
15,6 Mill. Mk. ic. 5 die Ausfuhr
wertete 233,206,882 Mk., davon nach der
Türkei 59,4 Mill., nach Italien 40,i Mill.,
England 20,2 Mill., Ägypten 12 Mill.,
Griechenland und Frankreich 11,2 Mill.
Mk. Zu Land wertete die Einfuhr 210,4
Mill., die Ausfuhr 190,8 Mill. Mk. —
In dem Hafen können die größten Seeschiffe
verkehren; 1880 liefen ein: 7208
Schiffe (34 deutsche) von 1,111,931 Ton.,
aus: 7200 Schiffe (43 deutsche) von
1,121,642T. — Platzgebräuchc. Man
verkauft gegen bar mit 2 — 3 Proz. Diskont,
Talg, Schweinefett und Speck nur
bar, Rübsamen mit 2, inländisches Rüböl
mit 3V%, ausländisches mit 2, Olivenöl
mit 2*/2, Spiritus mit 4'/%, Zucker mit
5'/-und0Proz.Diskont. Wechselkurse
wie Wien, doch notiert man nicht auf
Breslau, München, Zürich, selten auf Amsterdam
und Hamburg, aber auf Korfu,
Zante, Malta, Konstantinvpel, Smyrna
31 Tage nach Sicht.
Trinidad, britisch-westind. Insel, die
größte und südlichste der Kleinen Antillen,
an der östlichen Nordküste von Venezuela,
vor der Mündung des Orinoko; 4544
qkm (82,5 QM.) mit (WO 109,038
Einw. — Hauptprodukt ist Zucker, ferner:
Kaffee, Baumwolle, Tabak, Kakao,
Indigo, Eedernholz, auch Steinkohle. 1879
war die Einfuhr (Manufakturwaren,Bauholz,
Lebensmittel) 44,465,426 Mk., die
Ausfuhr (Zucker, Kakao u.a.) 45,294,892
Mk. Von Deutschland kamen für 324,482
Mk., dahiil gingen für 215,191 Mk. Waren.
Es liefen 2689 (28 deutsche) Schiffe
von 772,463 Ton. ein unb 2597 (26 deutsche)
von 689,968 T. ans. Rach dem Kolonialbudget
betrug 1879 die Einnahme
8,501,880, bic 9(1^50 7,519.720 Wf.,
die Schuld 5,287,000 Mk. Vgl. Port
of Spain.
Trinidad de Cuba, StadtanderSüdküste
der spanisch-westind. Insel Cuba, an
der Casildabai; 11,000 Einw. Deutsches
Vicekonsulat. Eingeführt werden : Lebensmittel.
Küpereieffekten, Vieh; die AuS--
Tripolis.
fuhr (1878: 13,641 Fässer Zucker, 3673
Fässer Melasse, 1520 Lit. Honig) betrllg
1872 weit über das Doppelte unb schloß
beträchtlicheQuantitäten Num ein. Ebenso
ist der Schiffsverkehr gefallen; 1878 kamen
nur 43 Schiffe von 14,742 Ton. an,
davon 33 amerikanische von 11,321 T.
Tripolis, türk. Wilajct, der östlichste
unter den Staaten der Berberei, am Mittelländischen
Meer, zwischen Tunis und
Ägypten, umfaßt ciitschließlich Fezzanö
und Barkas 1,033,349qkrn(18,767QM.)
mit (1877) 1,010,000 Einw., in den
Städten Mauren, auf dem Land arabische
Berbern und Beduinen, zahlreiche
Juden, in der Stadt T. auch Europäer.
Die Beduinen treiben vorwiegend Viehzucht,
die Mauren Handel, meist Karawancnhandel.
— Produktion. Man
baut Weizen, Krapp, Safran, Lotosbohnen,
Datteln, Südfrüchte aller Art, Oliven,
Johannisbrot und gewinnt aus den
Seen und Sümpfen an der Küste Salz
und Schwefel. An den Küsten bedeutende,
durch Griechen mit 300 Barken betriebene
Schwammfischcrei (Ertrag 1879: 560,000
Mk.).—Der Handel mit dem Ausland geht
fast ausschließlich über die Haupthäfcn T.
und Benghasi; im Innern ist Mursnk ein
wichtiger Handelsplatz. Ausgeführt wurden
1879 über Tripolis für 9 Mill. Mk.
Waren, davon Straußenfedern 4,5 Mill.,
Espartograö 2,8 Mill., Elefantenzähne 0,5
Mill. Mk., ferner Rindvieh (»ach Malta),
Seesalz, Strohmatten u.a., überBeng
h a s i für 3,5 Mill. Alk. Eingeführt wurden
1879 über Tripolis für 6,9 Mill. Mk.,
über Benghasi für 1,8 Mill. Mk. Waren,
davon Baumwollmannfatte 4,4 (englische
4) Mill., Kolonialwaren 1,9, Gerste
1,8 Mill. Mk., ferner Woll- und Seidenwaren,
Eisen, Weizen, Glasperlen rc.
— Bei Rechtsstreitigkeiten unter Ausländern
tritt die Konsulargerichtsbarkeit ein,
und die Gesetze der betreffenden Länder
sind maßgebend. Streitigkeiten zwischen
Ausländern und Eingebornen entscheidet
ein gemischter Gerichtshof, aus dem Konsul
und den Lokalbehörden bestehend. Eignes
Geld hat T. nicht; es laufen neben Münzen
neuerer türkischer Prägung tunesische
Münzen um, alte spanische Dublonen,