Full text : Lexikon der Handelsgeographie

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Trinidad  -
davon  aus  Italien  54,o  Btill.  Mk.,  England ­
  41,6  Mill.,  Britisch-Asicn  40,i  Mill.,
Türkei  31,8  Mill.,  Vereinigte  Staaten
21,2,  Ägypten  20,8,  Brasilien  17,  Rußland ­
  15,6  Mill.  Mk.  ic.  5  die  Ausfuhr
wertete  233,206,882  Mk.,  davon  nach  der
Türkei  59,4  Mill.,  nach  Italien  40,i  Mill.,
England  20,2  Mill.,  Ägypten  12  Mill.,
Griechenland  und  Frankreich  11,2  Mill.
Mk.  Zu  Land  wertete  die  Einfuhr  210,4
Mill.,  die  Ausfuhr  190,8  Mill.  Mk.  —
In  dem  Hafen  können  die  größten  Seeschiffe ­
  verkehren;  1880  liefen  ein:  7208
Schiffe  (34  deutsche)  von  1,111,931  Ton.,
aus:  7200  Schiffe  (43  deutsche)  von
1,121,642T.  —  Platzgebräuchc.  Man
verkauft  gegen  bar  mit  2  —  3  Proz.  Diskont, ­
  Talg,  Schweinefett  und  Speck  nur
bar,  Rübsamen  mit  2,  inländisches  Rüböl
mit  3V%,  ausländisches  mit  2,  Olivenöl
mit  2*/2,  Spiritus  mit  4'/%,  Zucker  mit
5'/-und0Proz.Diskont.  Wechselkurse
wie  Wien,  doch  notiert  man  nicht  auf
Breslau,  München,  Zürich,  selten  auf  Amsterdam ­
  und  Hamburg,  aber  auf  Korfu,
Zante,  Malta,  Konstantinvpel,  Smyrna
31  Tage  nach  Sicht.
Trinidad,  britisch-westind.  Insel,  die
größte  und  südlichste  der  Kleinen  Antillen,
an  der  östlichen  Nordküste  von  Venezuela,
vor  der  Mündung  des  Orinoko;  4544
qkm  (82,5  QM.)  mit  (WO  109,038
Einw.  —  Hauptprodukt  ist  Zucker,  ferner: ­
  Kaffee,  Baumwolle,  Tabak,  Kakao,
Indigo,  Eedernholz,  auch  Steinkohle.  1879
war  die  Einfuhr  (Manufakturwaren,Bauholz, ­
  Lebensmittel)  44,465,426  Mk.,  die
Ausfuhr  (Zucker,  Kakao  u.a.)  45,294,892
Mk.  Von  Deutschland  kamen  für  324,482
Mk.,  dahiil  gingen  für  215,191  Mk.  Waren.
  Es  liefen  2689  (28  deutsche)  Schiffe
von  772,463  Ton.  ein  unb  2597  (26  deutsche) ­
  von  689,968  T.  ans.  Rach  dem  Kolonialbudget ­
  betrug  1879  die  Einnahme
8,501,880,  bic  9(1^50  7,519.720  Wf.,
die  Schuld  5,287,000  Mk.  Vgl.  Port
of  Spain.
Trinidad  de  Cuba,  StadtanderSüdküste
  der  spanisch-westind.  Insel  Cuba,  an
der  Casildabai;  11,000  Einw.  Deutsches
Vicekonsulat.  Eingeführt  werden  :  Lebensmittel. ­
  Küpereieffekten,  Vieh;  die  AuS--

  Tripolis.
fuhr  (1878:  13,641  Fässer  Zucker,  3673
Fässer  Melasse,  1520  Lit.  Honig)  betrllg
1872  weit  über  das  Doppelte  unb  schloß
beträchtlicheQuantitäten  Num  ein.  Ebenso
ist  der  Schiffsverkehr  gefallen;  1878  kamen ­
  nur  43  Schiffe  von  14,742  Ton.  an,
davon  33  amerikanische  von  11,321  T.
Tripolis,  türk.  Wilajct,  der  östlichste
unter  den  Staaten  der  Berberei,  am  Mittelländischen ­
  Meer,  zwischen  Tunis  und
Ägypten,  umfaßt  ciitschließlich  Fezzanö
und  Barkas  1,033,349qkrn(18,767QM.)
mit  (1877)  1,010,000  Einw.,  in  den
Städten  Mauren,  auf  dem  Land  arabische ­
  Berbern  und  Beduinen,  zahlreiche
Juden,  in  der  Stadt  T.  auch  Europäer.
Die  Beduinen  treiben  vorwiegend  Viehzucht, ­
  die  Mauren  Handel,  meist  Karawancnhandel.
  —  Produktion.  Man
baut  Weizen,  Krapp,  Safran,  Lotosbohnen, ­
  Datteln,  Südfrüchte  aller  Art,  Oliven, ­
  Johannisbrot  und  gewinnt  aus  den
Seen  und  Sümpfen  an  der  Küste  Salz
und  Schwefel.  An  den  Küsten  bedeutende,
durch  Griechen  mit  300  Barken  betriebene
Schwammfischcrei  (Ertrag  1879:  560,000
Mk.).—Der  Handel  mit  dem  Ausland  geht
fast  ausschließlich  über  die  Haupthäfcn  T.
und  Benghasi;  im  Innern  ist  Mursnk  ein
wichtiger  Handelsplatz.  Ausgeführt  wurden ­
  1879  über  Tripolis  für  9  Mill.  Mk.
Waren,  davon  Straußenfedern  4,5  Mill.,
Espartograö  2,8  Mill.,  Elefantenzähne  0,5
Mill.  Mk.,  ferner  Rindvieh  (»ach  Malta),
Seesalz,  Strohmatten  u.a.,  überBeng
  h  a  s  i  für  3,5  Mill.  Alk.  Eingeführt  wurden ­
  1879  über  Tripolis  für  6,9  Mill.  Mk.,
über  Benghasi  für  1,8  Mill.  Mk.  Waren, ­
  davon  Baumwollmannfatte  4,4  (englische ­
  4)  Mill.,  Kolonialwaren  1,9,  Gerste
1,8  Mill.  Mk.,  ferner  Woll-  und  Seidenwaren, ­
  Eisen,  Weizen,  Glasperlen  rc.
—  Bei  Rechtsstreitigkeiten  unter  Ausländern ­
  tritt  die  Konsulargerichtsbarkeit  ein,
und  die  Gesetze  der  betreffenden  Länder
sind  maßgebend.  Streitigkeiten  zwischen
Ausländern  und  Eingebornen  entscheidet
ein  gemischter  Gerichtshof,  aus  dem  Konsul
und  den  Lokalbehörden  bestehend.  Eignes
Geld  hat  T.  nicht;  es  laufen  neben  Münzen ­
  neuerer  türkischer  Prägung  tunesische
Münzen  um,  alte  spanische  Dublonen,
            
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