Full text : Lexikon der Handelsgeographie

Tripolis  —  Tschinkiang.

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venetianische  Zechinen,  holländische  Dukaten, ­
  hauptsächlich  aber  Maria-Theresiathaler,
  französische  und  spanische  silberne
Fünsfrankstücke.
Die  gleichnamige  H  a  n  p  t  st  a  d  t  hat  etwa
30,000  Einw.;  englisches,  französisches,
österreichisches  Konsulat;  Station  der
französischen  Transatlantique-  und  der
Rubattino-  (Genua)  Dampfer.  1879  liefen ­
  hier  ein  :  719  Schiffe  von  195,523  Ton.,
aus:  701  Schisse  von  190,369  T.,  in
Benghasi:  481  Schiffe  von  51,696  T.
Tripolis  (Tarabulus),  Stadt  im
asiatisch-türk.  Wilajet  Schäm  (Syrien),
Station  der  Dampferlinien:  Messageries
maritimes,  Russische  DampfschifsahrtSgesellschaft;
  ca.  17,000  Einw.  Deutsches
Vicekonsillat.  Ausfuhr  von  Rohseide,  Olivenöl, ­
  Seife,  Weizen  und  Mehl,  Sesam,
Orangen,Schwämmen,  Wolle,  Kartoffeln,
Lumpen,  Knochen  u.  a.  Europäische  Waren ­
  werden  über  Beirut  importiert.  Eine»
Wechselkurs  notiert  man  auf  England.
Tristan  da  Cunha,  brii.  Inselgruppe
im  südatlantischen  Ocean,  südwestlich  vom
Kap  der  Guten  Hoffnung,  deren  größte
116  qkm  (2,i  QM.)  umfaßt.  Günstiger
Plast  zum  Wasscrcinnehmcn  für  Seefahrer, ­
  welche,  nach  Indien  oder  Australien  bestimmt, ­
  nicht  am  Kap  anlegen  wollen.  Die
Kolonie  zählte  1875:  85  Köpfe  und  steht
unter  dem  Schust  des  Kapaouverncurs.
Tromsö,  Hauptstadt  des  gleichnamigen
vorweg.  Amtes  auf  der  8  km  langen  Insel ­
  T.,  Station  der  Dampferlinien:  R.
Stornan  jun.  (Hamburg)  und  Bergenske
og  Nordenfjeldske  Dampskibselskab;  0876)
5443  Einw.  Deutsches  Konsulat  (Zolldistrikt ­
  T.);  Norges  Banks  Kontor,  T.
Sparebank.  —  Ausfuhr  von  Fischen,
Thran,  Nickel,  Fellen  für  ca.  2  Milt.  Mk.
jährlich.  Einfuhr  von  Roggenmehl,  Spirituosen, ­
  Tabak,  Baumwoll-  und  Wollgeweben,
  Steinkohle,  Bauholz.  1878  liefen
ein:  127  Schiffe  (13  deutsche)  von  35,928
Ton.,  aus:  159  Schiffe  (13  deutsche)
von  45,926  T.  Aus  Deutschland  kamen
44  Schiffe  von  19,573  T.,  dahin  gingen
39  Schiffe  von  16,774  T.
Troppa»,  Hauptstadt  vonÖsterreichlsch-Schlesien,
  an  der  Oppa  sowie  an  der  Mährisch-Schlesischen ­
  Centralbahn  und  an  der
Handelsgeographie.

Zweigbahn  T.-Schönbrnnn  der  Nordbahn; ­
  (1880)  19,239  Einw.  Handels-  und
Gewcrbekaimner  ;  Filiale  der  Österreichisch-Ungarischen
  Bank,  Agentur  der  Brünner
Filiale  der  K.  K.  Kreditanstalt  für  Handel
und  Gewerbe,  Vorschußverein  T.  Bedeutende ­
  Tuchfabrikation,  namentlich  vonMilitärtuch,
  Bierbrauerei  und  große  Märkte.
Trohes  (spr.troa),  Hauptstadt  des  franz.
Departements  Aube,  an  der  Seine,  am
Oberseinekanal  und  an  der  Ostbahn;  0876)
41,275  Einw.  Handelskammer,  Handelsgericht ­
  ;  Filiale  der  Bank  von  Frankreich,
Société  generale,  Banque  de  l'Aube.  —
Spinnereien  für  Wolle  imb  Baumwolle,
Fabrikeil  in  leinenen,  baunuvollenen  und
wollenen  Stoffen  rc.  —  Märkte  von  15
Tage,:  beginnen  am  ersten  Montag  der
Fastenzeit  und  1.  Sept,  für  Waren  aller
Art,  Gründonnerstag  für  Schinken,  am
ersten  Sonnabend  des  Juni  für  Wolle.  —
Plastgebräuche.  Strumpfwaren  und
Gewebe  verkauft  mail  »koiltant«,  d.  h.  in
Bons  (Cartes  de  Sous)  oder  Wechselil  auf
3—4  Monate.  Zahlbar  foutant  in  T.
heißt  in  90—180  Tagen.
Tschifu,  Traktatshafen  in  der  chines.
Provinz  Schantung,  mit  35,000  Einw.,
davon  145  Fremde  (24Deutsche)  in  9  Firmen ­
  (2deutschen).  DeutschesBicekonsular
für  die  Provinz  Schantung;  Hongkong
and  Shanghai  Banking  Corporation.  Am
Handel  sind  die  Chinesen  stark  beteiligt;
1879  betrug  die  Einfuhr  47,i  Mill.  Mt.
(davon  Opium  3,2  Mill.,  Schirting  5,2
Mill.,  Tuch  3,i  Mill.  Mk.),  die  AuSfuhr
36,i  Mill.  Mk.  (davon  Strohgeflechte  3,9
Mill.,  Bohnenknchen  5,7  Mill.,  Seide  und
Scidc'llgewebe  2,8  Mill.  Mk.).  1879  verkehrten
  hier  1376  Schiffe  (857  Dampfer)
von  804,365  Ton.,  davon  287  deutsche
von  106,113  T.
Tschinkiang,  Traktatshafen  in  der
chines.  ProvinzKiangsu,  amJantsckiang:
130,000  Einw.,  davon  50  Fremde  mit
11  Firmen  (keine  deutsche);  Seezollamt.
1879  betrug  die  fremde  Netto-Einfuhr
59,4  Mill.  Mk.,  einheimische  Einfuhr  18
Mill.  Mk.,  Ausfuhr  4,6  Mill.  Mk.  1879
verkehrten  hier  2835  Schiffe  (1372Dampfer) ­
  von  1,478,789  Ton.,  davon  66  deutsche ­
  Schiffe  von  12,570  T.
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