Vereinigte Staaten (Baumwollindustrie, Flachs, Hanf, Jute). 513
Das Gewicht eines solchen Ballens
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1748 wurden die ersten sieben Ballen aus
geführt; von da ab stieg der Export schnell,
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schränkte, daß England in den Jahren 1862
und 1863: 71, resp. 68 Proz. seines Be
darfs durch indische Baumwolle deckte und
ma 7, tefp. 9,4^0%.
DaS Verhältnis änderte sich mdeS bald,
und 1870 war Amerika wiederum ut feine
frühere Stellung eingetreten. Der Export
v. Baumwolle war (in Tausenden Ballen) :
Nach Nach d. europ.
England Kontinent
1877 __ 78: 2036,7 1309,a
1878 — 79: 2058,5 1409,0
1879—80: 2555,0 1311,0
<\ n diesen drei Jahren wurden also
3,346,640, resp. 3,467,565 und 3,866,000
Ballen exportiert. Diese andauernd stei
gende Tendenz wurde beibehalten, obschon
sich der Verbrauch im Land selbst von Jahr
zu Jahr mehrte; von 1,549,422 Ballen
187^—78 stieg derselbe auf 1,804,000
Ballen 1879—80. Wahrend von der Ge
samtproduktion des Landes 70 Proz. ins
Ausland, namentlich ltach England, aus
geführt wurden, behielt man 30 Proz.
zum eignen Verbrauch zurück.
DieBaumwollindustrretst am stärk
sten vertreten in den Neuengland-Staaten,
auf welche von der gesamten Baumwollfa-
brikation mehr als 70 Proz. des Kapitals,
mehr als 68 Proz. des Produkts, fast 78
Proz. der gedruckten Stoffe und etwa ( o
Proz. aller Baumwollfabrikate entfallen
und davon wiederum 48 Proz. auf Mas
ti ist New Hamp-
sachusettsallein. Nächstdemist — c ,
shire der wichtigste Staat, ihm folgt Penn
sylvanien; New Yorks Produktion hat
nur den halben Wert der letztem. Am 1.
Juli 1880 zählte man 230,223 Webstühle
und 10,921,147 Spindeln, auf welchen
biadi 181,628 Skbeiter 1,586,481 BaOrn
Baumwolle im Jahr verarbeitet wurden.
mächtig die einheimische Produktion auf
den Import wirkt und sich dabei stetig
SKÄPö
Hlmdelsgeographie.
Einfuhr Ausfuhr
1874 — 75: 116,5 17,1
1878 — 79: 83,7 45,8
1879 — 80: 126,0 42,0
Bei der Einfuhr beanspruchen Strumpf-
und Wirkwaren den Löwenanteil mit 31,5
Mill. Mk., bei der Ausfuhr sind ungefärbte
Manufakte mit 24,s Mill. Mk. und ge
färbte Mannfakte mit 12,a Mill. Mk. die
Hauptposten.
Der Anbail andrer Gcspinstpflanzeti
steht dagegen sehr zurück. F l a ch Sbaut man
nantentlich in Kentucky, außerdem iti New
York, Ohio ilnd Virginia, Hanf in Ken
tucky und Missouri. Beide werden in wenig
bedeutetidem Maß in Massachusetts und
New York verwebt. Dagcgeti ist die Anfer
tigung von Hanf-und Manilatauwerk von
Bedeutung, ein Viertel der Gesamtproduk
tion entfällt auf Massachusetts. Die größ
ten Fabriketi bestehen tu Brooklyn und
Williamsburg; 34 Etablissemetits fertigen
jährlich für 43 Mill. Mk. Hanfsäcke zur
Baumwollverpackung. DieLeitienindttstrle
ist aber durchaus nicht exportfähig, und
die Industrie selbst scheint im Rückgang
begriffen, beim die Jmportmengen deö
Rohstoffs uehineil ab, während das Fabri
kat in immer größerm Maßstab zuge
führt wird. 1880 wurden für 65,3 Mill.
Mk. Waren importiert, davon roher Flachs
nur für 3,8 Mill. Mk., aber Ellenwareu
für 78,4 Mill. Mk. und andre Fabrikate
fia 15,9 WW. Ms., tuüWib bein mety
über nur ein Ausfuhrwert von 2,6 Mill.
Mk. für Ölkuchen zu setzen ist.
S)ie ^ a li f i n b u M e wma;
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12,6 Mill. Mk. roher Hanf und fur ca.
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eine Ausfuhr von 5,3 Mill. Mk. gegen
über, welche zum großen Teil in Tauen,
Stricken, Säcken rc. bestand. Die Einfuhr
von Jute aus Ostindien ist von jährlich
wachsender Bedeutung; dieser Webstosf
wird ili deii großen Fabriken von Massa
chusetts und Rhode-Island verarbeitet;.
Jutesäcke werden aber in großen Mengen
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