Full text: Lexikon der Handelsgeographie

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Vorderindien — Warberg. 
der Dampferlinieu : Hamburg - Anierika- 
msche Dampfschiffahrtsgesellschaft und 
der hier domizilierten Zeeland-Dan,pf- 
şchlffgesellschaft; (1876) 10,004 Einw. 
Durch großartige Hafenbauten ist V. z,> 
einem Handelshafen ersten Ranges ge 
macht worden imb bereitet Ostende jetzt 
lebhafte Konkurrenz. Der Außenhafen 
hat eine Länge von 660 m und eine Tiefe 
von mehr als 10 m bei hohem, 6—7 m 
bei niedrigem Wasserstand. Die Hafen- 
mündung ist 180 m breit. Die beiden in 
nern Häfen sind 450 und 400 m lang 
bei einer Breite von 100—200 m. Die 
Tiefe kann auf 8,as m gebracht werden. 
Mit England (Oueensborough) steht V. 
in täglicher DampfschiffSverblndung. 
Vorderindien, f. Ostindien. 
30. 
Waag, linker Nebenfluß der Donau, 
entsteht aus der Weißen und Schtvarzcn 
W., welche oberhalb Hradek zusammen 
stießen, und mündet bei Guta in den sogen. 
Preßburger Donauarm, welcher sich unter 
dem Namen W.-Donau bei Komorn mit 
der Donau vereinigt. Die W. ist 297 km 
lang und kann von Schiffen von 150— 
200 metr.Ctr. befahren werden, bei hohem 
Wasserstand bis Fargasd und Sellye. 
Wada'i, Königreich im eigentlichen 
Sudán, 444,550 qkm (8073,5 OM.) 
mit 2,600,000 Einw. Der Boden ist 
nicht besonders fruchtbar, aber keines 
wegs dürftig. Der König ist der einzige, 
alles monopolisierende Kaufherr. Es gibt 
drei Erportwege für W. Der erste führt 
nach N. über Kufara nach Bengasi am 
Mittelmeer und nach Ägypten; auf ihm 
werden Sklaven (Beute der Hetzjagden 
im S.) und Straußenfedern ausgeführt. 
Der andre geht über Borku und' Tibesti 
nach Tripolis, der dritte durch Dar Fnr 
nach dem Nil. Straußenfedern, Sklaven, 
Elfenbein und Tamarinden bilden auch 
hier die Haupterportartikel. 
Wadfö (Badfö), Hafenstadt im nor- 
weg. Amt Finnmarken, am Waranger 
fjord Station der Dampfer von R. Slo- 
man jun. (Hamburg) und der Bergenske 
og Nordenfjeldske Dampskibselskab; 0876) 
1761 Einw. Deutsches Konsulat für den 
Zollstättedistrikt W. 1878 betrug die Ein 
fuhr (Roggenmehl, Steinkohle, Thran, 
Holz, Fische) 691,040 Mk., davon deutsch 
201,600 Mk.; die Ausfuhr (Thran und 
K)l'128,395 3%f., baren beutst 
436,800 Mk. Es liefen ein: 200 Schiffe 
(11 deutsche) von 25,730 Ton. 
Walachei, das südlichere der zum Staat 
Rumänien vereinigten Donaufürstentü- 
mer, 73,234 qkm (1330 QM.) mit über 
2V2 Mill. Einw. Bgl. Rumänien. 
Waldeck, zum Deutschen Reiche gehöri 
ges Fürstentum im nordwestlichen Deutsch 
land, besteht aris zwei getrennten Teilen, 
dem eigentlichen Fürstentum W. und dem 
Fürstentum Pyrmoilt, zusanimen 1055 
qkm(19,17 QM.) mit (isso) 56,261 Einw., 
fast ausschließlich Protestanten. — Pro 
duktion. Von dem Gesamtareal entfallen 
auf Acker und Gärten 43 Pro;., alls Wiesen 
und Weiden 14, auf Wald 38Proz. Haupt- 
kulturen sind: Roggen, Gerste, Kartoffeln, 
Weizen. Der Viehstand war 1873: 5726 
Pferde, 19,749 Rinder, 59,860 Schafe 
uild 15,320 Schweine. Bergbau wird auf 
Eisenerze (1879: 7155 Ton.) und Man 
ganerze betrieben. Besuchte Bäder sind 
Pyrmont und Wildungen (Export von 
Wildunger Wasser jährlich 320,000 Fla 
schen). —DieJndustrie ist unbedeutend. 
Nach der Gewerbezählung von 1875 gab 
es 3447 Hauptbetriebe mit 5603 beschäf 
tigten Personen. — Staatshaushalt. 
Für 1880 sind die Einnahmen und Aus 
gaben mit 973,404 Mk. berechnet. Die 
Staatsschuld war: waldeckische Anleihe 
1. Mai 1881: 2,198,700, pyrmontsche 
Anleihe !. März 1881: 271,800 Mk. Ma- 
trikularbeitrag 1880—81: 111,648 Mk. 
Warberg, Stapelstadt im schweb. Län 
Halland, am Kattegat und an der Bahn W.- 
Boraö; Station für die Dainpferlinien: 
SchwedischeDaylpfschiffgesellschaft(Lübeck) 
und Hallands Angbäts Aktiebolag; (1878) 
2863 Einw. Deutsche Konsularagentur; 
Hallands Enfkilda Banks Filiale Kontor.
	        
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