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Zuger See — Zwickau.
gei ber M QiHQm 1879 ein: 844,668
^/îMàngeN' 22,320 Sendungen mit
16,3(4,600 SÜft. Wert, aufgegebene Post
anweisungen 2,555,065 Mk. Telegramme
wurden 1880 aufgegeben 19,566, es ka
men an 20,888. Die Oberlansitzcr Bank
(WM: 2,7 gm. giti.) batte 1880 einen
Umsatz von 155,4 Mill. Mk.
Zuger See, Sec in beit schweizer. Kan
tonen Zug und Schwyz, 13,5 km lang, 4,5
km breit, 417m ü.M., mit 192 m größter
Trefe und 38,5 qkm Areal. Dampfschiff
ahrt begann 1852; jetzt befahren den See
3 Dampfer von 112 Pferdekräften und
Raum für 1230 Personen zwischen Zug
und Arth, Eigentum derDampfbootgesell-
schaft fürdenZ.S. inZug. SeitEröffnung
der ersten Rigibahn (Viznau-Knlm, 1871)
!stng diese Bedeutung zurück, bis auch die
Bergbahn Arth-Kulm eröffnet wurde.
Zürich, Hauptstadt des gleichnamigen
schweizer. Kantons, am Züricher See und
der hier aus demselben ausfließenden Lim-
mat sowie an der Vereinigten Schweizer,
Nordost- tlnd Ütliberg-Bahn; (isso) 25,102,
mit den Vorstädten 76,052 Einw. Deut
sches Konsulat (Amtsbezirk: die Kantone
Z., Schafshausen, Thurgau, Appenzell,
St. Gallen, Glarus, Schwyz, Zug, Un
terwalden, Uri und Graubünden); Han
delskammer, Handelsgericht, Getreide
börse mit Schiedsgericht für Streitigkei
ten aus Getreidegeschäften, Kaufmänni
sches Direktorium (eine Art Innung);
Schweizer Kreditanstalt, Züricher Kanto-
nalbanr. — Z. ist der Sammelpunkt der in
dustriellen und merkantilen Thätigkeit des
Kantons und Centrum des gesamten ost
schweizerischen Handels. Jährlich werden
hier zwei Jahrmärkte gehalten. Die sogen.
Frühlingömesse beginnt am dritten Don
nerstag nach Pfingsten, die Herbstmesse
am ersten Donnerstag nach Kirchweih.
Außerdem eine Ledermesse jährlich gegen
Ende August von dreitägiger Datier. —
Platzgebräuche. Verkäufe erfolgen auf
30 Tage Kredit mit 2 Pro;. Diskont. Bei
Bauntwolle bringt man 5 Proz. Tara in
Abzug. Wechselkurse notiert man wie
Basel auf Amsterdam, Augsburg, Bel
gien, Frankfurt a. M., Berlin, Leipzig,
London, Paris, Lyon, Marseille.
Züricher Sec (Z ü ri ch sc e), See in den
schweizer. Kantonen Zürich, Schwyz und
St. Gallen, 39,7 km lang, fast 4,5km breit,
409rnü.M., mit 143 in größter Tiefe und
einem Areal von 87,78 qkm. Durch den
Eisenbahndamm von Rapperswyl nach
Httrden wird der noch immer mit Dam
pfern befahrene Obersee vom nordwestlich
liegenden größern Teil abgetrennt. Am
Nordufer ist RapperswylKnotenpunkt für
mehrere Eisenbahnlinien, am Südnfer
läuft die Bahn von Zürich überHorgen und
Richterswyl nach Lachen. Dampfer verkeh
ren auf dem Z. S. seit 1835; jetzt besteht
die Flotte der Schweizerischen Vtordüstbahn-
gesellschaft zu Zürich ails 12 Dampfern von
558 Pferdekräftcn und Raum für 6150
Dampfern von 595 Pferdekräften.
Zwickau, Hauptstadt der gleichnami
gen sächs. Kreishauptmannschaft, an der
Mulde, wichtiger Knotenpunkt des fächsi-
schen westlichen Staatseisenbahnsystemö;
es steht durch eine Zweigbahn nach Werdau
mit der Sächsisch-Bayrischen Bahn (Leip
zig-Hof) in Verbindung, istKopfstationder
Z. - Chemnitz - Riesaer, der Z. - Schwarzen-
berger und der Z.-Falkensteiner Eisenbahn
und hat zahlreiche Eisenbahnen nach den
umliegenden großen Steinkohlenbergwer
ken, welche die Hauptquelle des Reichtums
der ganzen Gegend bilden. Z. zählte 1880:
35,135 Einw., hat ein Hauptsteueramt,
Reichsbanknebenstelle, Zwickaner Bank,
Vorschußverein (eingetragene Genossen
schaft) und treibt lebhaften Getreide-, Lei
nen-, Woll- u. Steinkohlenhandel. Jähr
lich werden zwei Wollmärkte gehalten: der
erste am Montag nach Rogate (im Mai
oder gegen Ende April), der zweite 15. Juni.