fullscreen: Das Recht auf Arbeit in geschichtlicher Darstellung

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bei den Arbeitern hervorrief, suchte die Regierung durch einen 
Beschwichtigungsartikel im „Moniteur‘“ zu mildern !). Allein 
auch in der Nationalversammlung wurden die Klagen über die 
Nationalwerkstätten immer lauter. Die Bourgeoisie sah in ihnen 
aichts anderes als eine Kampforganisation des Prole- 
tariats gegen den Besitz, als eine fortwährende Kriegs- 
bereitschaft der kapitallosen Arbeit gegen das arbeitslose Ka- 
pital. Kein Wunder also, wenn die Nationalversammlung, der 
aur sehr wenige Sozialisten angehörten, die Regierung zur 
Auflösung der Nationalwerkstätten drängte. Die Nationalver- 
sammlung nahm denn auch bereits am 31. Mai einen Antrag 
Falloux’ an, wonach alle Arbeiter, die nicht wenigstens einen 
ireimonatlichen Wohnsitz in. Paris, sowie, genügende Unter- 
aaltsmittel nachweisen konnten, abzuschieben wären ?). Gleich- 
zeitig forderte die Regierung die Maires sämtlicher Gemein- 
den von Frankreich auf, die Arbeiter nicht nach Paris zu lassen, 
da die Nationalwerkstätten ohnebin überfüllt seien. , Einige 
Tage früher (am 24. Mai) hatte Thomas einen Befehl des Mi- 
nisters Trelat erhalten, demzufolge alle in den Nationalwerk- 
stätten‘ beschäftigten unverheirateten Arbeiter im Alter von 
{8 bis 25 Jahren in die Armee eingestellt und im Weigerungs- 
falle unverzüglich aus den Listen der Nationalwerkstätten ge- 
strichen werden sollten. Ferner wären die Arbeiter, die sich 
aicht 6 Monate vor dem 24. Mai in Paris aufgehalten hätten, 
zu entlassen. Für die übrigen sollte anstatt des Tagelohnes 
der Stücklohn eingeführt werden und schliesslich wären die 
Arbeiter der Pariser Nationalwerkstätten, in Brigaden formirt, 
zur Ausführung öffentlicher Arbeiten in die Departements zu 
>ntsenden #), Diese Massregeln riefen naturgemäss den hef- 
igsten Widerstand der Arbeiter hervor und trugen sehr viel 
1) Moniteur v. 28, Mai 1848 No 149. . 
2) Moniteur v. 4. Juni 1848 No. 156. Die Begründung des betreffenden 
Dekrets enthält eine scharfe Verurteilung der Existenz der Nationalwerkstätten. 
„Considerant que le travail des ateliers nationaux est devenu improduectif; 
Jue son maintien dans les conditions actuelles serait en contradietion avec 
une bonne administration de la fortune publique, avec le retour de Vordre 
st la reprise des operations industrielles vu commerciales; qu’il constitnerait 
une aumöne de&guis6e; que le plus grand nombre des travailleurs inserits 
aux atelieurs nationaux reclament eux-memes le moyen de gagner plus libre- 
ment leur existence et refusent de prölever plus longtemps sur la \fortune 
publique des deniers, qui n’appartiennent au’aux orphelins. aux infirmes et 
aux vieillards,“ ..., - 
3) Thomas a. a. O0. p. 271. Emile Thomas — und nach ihm alle Schrift- 
steller, die über die Nationalwerkstätten geschrieben: haben — behauptet in 
seiner Histoire des ateliers nationaux (p. 343), ‚dass das diese Maßregeln an-
	        
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