Full text: Lexikon der Handelsgeographie

Bolivar - Bolivia. 
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Haute und Felle für das Stück, Strohge- 
slcchte und Cedernbretter für das Dutzend. 
— Wechselkurse notiert man auf: Lon 
don, Paris, Bordeaux, Hamburg, New 
York und andre nordamerikanische Plätze 
St. Thomas 90 Tage nach Sicht. ^ ' 
Bär, s. Ciudad Bolivar. 
1825) in 
pubammh imt einem Ştänbmtcn an 
bet Spitze; Areal nach gewöhnlicher An- 
1,297,255 qk%3,559 
Bevölkerung, welche 1877 auf 2,325,000 
angegeben ward, besteht zur Hälfte auö 
remen Indianern; 245,000 sind noch 
irnlbc Indianer. Klima und demzufolge 
Vegetation sind trotz der Lage des Landes 
'u der Tropenzone sehr verschieden. — 
. oduktion. In den obern Gegenden 
Werden Weizen und Mais, in den tiefern 
Kasiee, Kakao, Zuckerrohr, Tabak, Ana 
les' Bauauen rc. gebaut. An Metallen 
außerordentlich reich. Die bedeutend- 
sien Gold- und Silbergruben liegen in 
dm mittlern und südlichen Teilen der öst- 
uchen Kordilleren; es sind die Minen von 
Slcasica, Oruro. Potosi, Porto und süd- 
Ilchcr um Portugalete. Hier wurden 
suach Soctbeer) gewonueu: 
nn Silber Kilogr. Wert in Mill. Mark 
1545—1850 : 35064100 6311,5 
1851—1875: 2653500 477, u 
zusainmen: 37717600 678SU 
an Gold Kilogr. Wert in Mill. Mark 
1545—1850 : 264000 736 @ 
1851-1875 : 30000 8^7 
zusammen: 294000 ~820,s 
Die Produktioil von Silber ist auch jetzt 
bedeutend und macht jährlich Fortschritte. 
Kupfer, Stein- und Braunkohlen, wie 
Petroleum sind reichlich vorhanden; auch 
an Eisen, Blei, Antimon, Quecksilber re. 
fehlt es nicht. Höchst wichtig sind tu den 
Mn Jahren die Salpetcrlager in der 
-vusté Atacama geworden, ivelche von 
a)uenlschen Kapitalisten ausgebeutet wur 
den; von Antofagasta (durch Eisenbahn 
Nllt dem Salpeterdistrikt verbunden) wur- 
^" 1878: 1,002,488 GH. <m%fnW. 
ß , er Ertrag der Zinnminen soll 300,000 
,3" nn Jahr erreichen. Indes alle Unter- 
Ölungen sind durch die dauernde Un- 
Ipfllëifi 
günstige Lage des Landes gehemmt, in 
dem sö nur eine verhältnismäßig kleine 
Seekuste besitzt, welche noch durch aus 
gedehnte Wüsten von den bewohntern 
Gegenden des Innern abgeschnitten ist. 
Der größte Teil der bolivianischen Aus 
fuhr geht daher durch Peru über Arica, 
und auf demselben Weg kommt die Ein 
fuhr lus Land. Die großen Wasserstraßen, 
welche zum Amazonenstrom und Paraná 
fuhren, sind nicht benutzt worden, um 
Handelsstraßen zum Atlantischen Ocean 
zu bilden. Gute Straßen sind sehr selten. 
Die Einfuhr, welche meist über Arica 
kommt (wenig über Cobija, Antofagasta), 
über Corumba am La Plata und über 
Moliendo, Puno und den Titicacasee, 
betrug 1878: 20 Mill. Mk.; die Aussuhr 
mrbe auf 22,588,000 m. 0,#^,,. 
Ubsr Anca gingen 1879 für 17,4^6,936 
Mk. unb zwar (in Mark): 
Silber. . . 7361364 
Silbererz . . 2349404 
Kiipferbarilla 941068 
Chinarinde. . 885004 
Alpakowolle . 154272 
Häute u. Felle 123480 
ferner Zinnbarilla, Zinn, Kupfererze und 
Kupfer; und aus Antofagasta 1877 für 
23,130,488 Mk.,davon Silberl2,889,952, 
Salpeter 4,990,868 Mill. Mk. — Die 
Eisenbahn von Antofagasta nach Salar ist 
50 kni lang, die Telegraphenlinien 1877 : 
760 km mit 15 Stationen. Die Handels 
flotte zählte 38 Fahrzeuge von 7000 Ton. 
— Die Finanzen sind in traurigem 
Zustand. Nach dem Budget von 1873—74 
betrugen die Einnahmen 11,718,296 Mk 
die Ausgabeil 18,022,016 Mk., wonach 
sich ein Defizit von 6,303,720 Mk. heraus 
stellte. Bei den Ausgaben verschktrugeu 
die Finanzen (mH. Schuld) 8,2 Mill. 
Mk., Krieg 4,2 Mill. Alk.; unter den 
Einnahmen figuriert, neben Einfuhr- und 
Ausfuhrzöllen und Kontribution der In 
dianer, die Anleihe Church, welche 1871 
in London zum Kurs von 68 zu 6 Proz. kon- 
trahlertwurde. DerErtrag(34Mill.Mk ) 
war zunl Bail von Eisenbahnen bestimmt 
mrbc aber gu anbeut 
Die Staatöschulb betrug Mitte 1879
	        
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