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Spannung zwischen Maximum und Minimum
des ungedeckten Notenumlaufs
der Wechsel und Lombardanlage
1896
1897
1898
451200 000 Mk.
523100 000 „
598 000 000 „
398 000 000 Mk.
410 000 000 „
485 000 000 „
gerechtfertigt erklären kann, an: welligsten die Bimetallisten, welche es
lieben, die Lage der Reichsbank grau in grau zu malen.
Daß die Statusveränderungen der Reichsbank ihrerseits nicht
durch deil Goldverkehr mit dem Ausland hervorgerufen worderr sind,
geht nicht nur aus dem Mangel an Übereillstimmung mit den Goldbewegungen
hervor, sondern mich aus dem Größenunterschied zwischen
den Statusveränderungen imb den jeweiligen Goldexporten. Während
die Spallnuilg zwischen dem Maximum und Minimum des uilgedeckteil
Notenumlaufs der Neichsbank in den einzelnen Jahren 1896 bis
1898 500 bis 600 Millionen Mk. betragen hat, belief sich die weitalls
stärkste Mehrausfuhr von Gold, welche innerhalb eines Monats
llachgewieseil ist, ans etwa 50 Millionen Mk. im Mai 1898. Gerade
die Verhältnisse des laufenden Jahres finb besonders geeignet, die
Ullabhängigkeit der Veräilderungen des Reichsbankausweises von der
internationalen Goldbeweguilg darzuthun. Trotzdeln Deutschland bis
zum Ende des Moilats September eine Mehreinfuhr von Gold in
dem ungewöhnlich hohen Betrag von 83 Millionen Mk. zu verzeichnen
hat, war der ungedeckte Notenumlauf der Reichsbank Ende September
um fast 600 Millionen Mk. höher als im Februar. Da die interilationale
Goldbewegung für Deutschland so überaus günstig war,
kann diese bisher noch niemals erreichte Inanspruchnahme der Reichsbank
nur durch eine Steigerung des inländischen Geldbedarfs herbeigeführt
worden sein.
Das Ergebnis unserer Prüfung ist also, daß die hohen Diskontsätze,
zu welchen sich die Reichsbank in den letzten Jahren zeitweise
genötigt sah, nur ausnahmsweise durch die internationale Goldbewegung
verursacht, in der Hauptsache dagegen durch innere deutsche
Verhältnisse bedingt und gerechtfertigt waren.
Mit dieser Erkenntnis ist die Voraussetzung hinfällig, auf welcher
die bimetallistisch-agrarischen Bemängelungen der Diskontpolitik der