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England als der Mittelpunkt des internationalen Goldhandels
hat also den größten Teil des für Amerika notwendigen Goldes ab
gegeben; Frankreich hat dreimal soviel abgegeben als Deutschland,
trotzdem die Bank von Frankreich dem Goldexport durch eine hohe
Prämie entgegenzuwirken suchte.
Freilich ist gegenüber den Angaben der amerikanischen Statistik
der Einwand möglich, daß ein Teil des aus Deutschland nach den
Vereinigten Staaten versendeten Goldes über England gegangen sei.
Dieser Einwand, welcher an sich berechtigt ist, würde jedoch in gleicher
Weise für Frankreich gelten. Um zu prüfen, wie weit für beide
Länder die englische Vermittelung Platz gegriffen haben mag, ziehen
wir die englische Handelsstatistik bei und finden folgendes:
England hat in den ersten drei Quartalen dieses Jahres aus
Deutschland 3,6 Millionen F, aus Frankreich 3,7 Millionen ķ in Gold
empfangen; es hat gleichzeitig an Deutschland 7,5, an Frankreich nur
0,8 Millionen F abgegeben. England hat also nach Deutschland netto
3,9 Millionen F exportiert, von Frankreich netto 2,9 Millionen F im
portiert. Soweit also England Goldversendungen nach Amerika ver
mittelt hat, scheint diese Vermittelung in erheblich größerem Um
fange für Frankreich als für Deutschland stattgefunden zu haben.
Die speciellen Vorgänge des laufenden Jahres bestätigen voll
kommen die Ergebnisse der Gesamtzahlen für die letzten Jahre, daß
nämlich Frankreichs Stellung im internationalen Goldverkehr, trotz der
zeitweise sehr hohen Goldprämie, ungünstiger war, als die Stellung
Deutschlands. Die Leitung der Bank von Frankreich selbst scheint
sich in Anbetracht des fortgesetzten starken Goldabflusses der That
sache nicht mehr verschließen zu können, daß sie mit der Prämien
politik allein nicht auskommen kann; denn sie hat im Oktober ihren
fast drei Jahre lang aufrecht erhaltenen Diskontsatz von 2 °/o, welcher
angeblich durch die Prämienpolitik garantiert sein sollte, preisgegeben
und ist auf 3 % in die Höhe gegangen.
J) Die Bedingungen und Folgen der Wirksamkeit der
Prämienpolitik.
Wie kommt es nun, daß die so einleuchtende Deduktion der
Verteidiger der Goldprämie so wenig zutrifft?
Die Verteidiger der Goldprämie gehen voll der Ansicht aus,
daß die Goldbewegungen willkürlich von der internationalen Arbitrage
in Scene gesetzt würden, und sie glauben, man könne dem gemein-