gefährlichen Treiben der Arbitrage das Handwerk legen, indem man,
statt durch Diskonterhöhungen, durch die Erhebung einer Goldprämie
die Goldaussuhr verteuere.
Das ganze Gebäude fällt mit seiner Grundlage. Die Gold
bewegungen werden nicht willkürlich von der Arbitrage in Scene
gesetzt, sondern sie gehen ans den Verhältnissen der internationalen
Zahlungsbilanz und aus der Lage des internationalen Geldmarktes
hervor. Sie werden von der Arbitrage nicht künstlich hervorgerufen,
um eine Gewinngelegenheit zu schaffen, sondern sie werfen einen
Gewinn nur dann ab, wenn sie notwendig sind, dein: sie gewähren
der Arbitrage nur dann einen Nutzen, wenn eine starke Nachfrage
nach Zahlungsmitteln für das Ausland die auswärtigen Wechsel
kurse so weit erhöht, daß die Versendung von Gold nach dem Aus
land sich billiger stellt, als der Ankauf eines Wechsels auf das
Ausland.
Die Wechselkurse zwischen Ländern mit gleicher Währung können
von ihrer Parität nur um soviel abweichen, als die Kosten der Ver
sendung von Bargeld und der Umprägung betragen. Diese Kosten
sind im Verkehr zwischen Deutschland einerseits, Frankreich und Eng
land andererseits etwa 5 °/oo.
Sowohl in England als auch in Deutschland macht die Be
schaffung von Gold für den Export keine Schwierigkeiten und Kosten,
weil hier wie dort die Centralbank auf Verlaugen Gold zu seinem
Nennwert in Zahlung giebt. Die Bank von Frankreich dagegen thut
das nicht, sondern bringt, wenn Gold von ihr verlangt wird, eine
Prämie von wechselnder Höhe in Abzug. Die Folge ist eine Er
weiterung des Spielramnes der Wechselkursschwankungen, da die
Kosten der Goldversendung nach dem Allsland, voir welchen die
Schwankungsgrenzen abhängen, sich um bett Betrag der Prämie er
höhen können.
Wie sich in concreto die Wirkung der Prämie gestaltet, hängt
davon ab, ob die Beschaffung von annähernd vollwichtigen Goldmüitzen
aus dem freien Verkehr Schwierigkeiten macht oder nicht, ob es den
Arbitrageuren möglich ist, das für die Ausfuhr notwendige Gold, ohite
ails die Bank von Frankreich zurückzugreifen, ohne Prämie zusammen
zubringen, wofür in erster Linie die Kassenvorräte der großen Privat
banken itnb der großen Geschäfte, wie etwa des Magasin du Louvre,
in Betracht kommen.
Ist das der Fall, dann tritt überhaupt keine Verteuerung der
Goldausfuhr ein. Die Wirkung der Prämie ist dann lediglich eine