Full text : Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage

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nehmlichkeit  für  den  Menschen,  non  der  großem  oder  geringern
Einige,  in  welcher  sie  vorhanden  sind,  sowie  durch  Nachfrage  und
Angebot,  welche  unter  dem  Gesetze  der  Concurrenz  stehen,  wesentlich
beeinflußt  wird.
Wir  kommen  daher  zu  dem  wohlbcrcchtigten  Schlüsse,  daß  alle
Declamationen  von  der  Vereinbarkeit  der  individuellen  Freiheit  mit
dem  communistischcn  Wirthschaftsbetriebe  nichts  sind  als  absichtliche
Flunkereien  oder  sentimentale  Anwandlungen,  wie  denn  der  Communismus
  von  jeher  für  phantastische  und  gedankenlose  Menschen
seine  große  Zugkraft  geübt  hat.  Der  Communismus  erkennt  dem
Einzelnen  das  Eigenthum  ab,  woraus  dieser  als  das  Ergebniß
seines  Denkens  und  Schaffens  Anspruch  erhebt;  die  bloße  Garantie
der  körperlichen  Bedürfnisse  bietet  keinen  Ersatz  für  das  Ausgeben
ber  individuellen  Freiheit.
7.  Das  Verbot,  Zinsen  zu  nehmen.
Ferner  wird  von  den  socialistischen  Agitatoren  in  meist  gehässiger ­
  Welse  das  Zinsennehmen  als  Ausbeutung  der  Arbeit  charakterisilt,
  während  dasselbe  in  Wahrheit  einen  wohlberechtigten,  weil
ans  freier  Vereinbarung  beruhenden  Anspruch  aus  eine  Gegenleistung
darstellt.  Auch  sind  die  meisten  productiven  Unternehmungen  solchen
freien  Vereinbarungen  zu  verdanken;  denn  ohne  diese  würden  jene
eben  nicht  möglich  gewesen  sein,  weil  zu  allen  productiven  Unternehmungen
  eine  gewisse  Anzahl  von  Betriebsmitteln,  und  um  diese
beschaffen  zu  können,  Geld  nöthig  ist.  Man  könnte  eine  solche  Vereinbai ­
  iiug  raglici)  einen  Gesellschaftsvertrag  nennen,  bei  welchem  der
ciiic  Theil  das  erforderliche  Geld  oder  einen  Theil  davoli  hcrleiht
uiid  ihm  dafür  als  Gewinnantheil  cm  der  Höhe  des  eingeschossenen
Capitals  entsprechenden  Zinsbetrag  zu  gewähren  ist,  während  dem
andern  Theile  die  übrigen  Gewinnantheile  gegen  Verpfändung  des
gesummten  Betriebsmaterials  allein  zufallen  und  ihm  dadurch  die
Möglichkeit  geboten  wird,  bei  geschickter  und  glücklicher  Leitung  des
Unternehmens  dieses  nicht  nur  nach  und  nach  zu  erweitern  und  ge-
            
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