Full text : Preußisches Landbuch

ben  bereits  bestehenden  Rettungs-Anstalt  (s.  d.)  in  Verbindung  gebracht
werde.

Damen-Stift  zu  Stendal,
s.  Katharinen  -  Kloster.
Damen  Stift  zu  Stolp.
şşàd-ļ-  Instituí  befielt  einer  Priorin
ài,cher  Fam,t.en,  welche  ei»  stedensalter  von  mindestens
IS  Jahren  errercht  haben,  bestimmt.  Unter  den  Bstrgertiichtern  ist  eine
aus  der  Stadt  Stolp.  Eine  zehnte,  die  Buch  holz  sche  Stelle  ist  für
die  weibliche  Nachkommenschaft  des  Bürgermeisters  Arnold  in  Stolp
event,  für  Töchter  unbemittelter  bürgerlicher  Osficianten  in  Stolp  oder
überhaupt  in  Hinter-Pommern  bestimmt.  Als  Aufseher  und  Geschäftsführer ­
  (Klosterväter)  fungiren  der  Landrath  des  Kreises  und  der  Bürgermeister ­
  von  Stolp.  Bei  der  Aufnahme  in  das  Stift  sind  Acceßgelder
  zu  zahlen;  die  Genüsse  bestehen  in  freier  Wohnung,  baarem
Gelde  und  Naturalien.  Es  haben  zu  beziehen  die  Priorin  214,  drei
selige  Konventnalittnen  je  168,  drei  dergleichen  je  138,  eine  bürgcr-1
  ao  ^anventualin  168,  eine  dergleichen  138,  die  Buchholzsche  Stelle
132  Thlr.  an  Einkünften.  Die  Konventualinncn  müssen  in  der  Regel
tnt  Stifte  wohnen;  auch  gehört  dem  letzteren  der  dritte  Theil  ihres
Nachlasses.
Damen-Stift  zu  Tschirnau,
s.  v.  Lestwitzsche  Stiftungen.

Damen-Stift  zu  Zehdenick.
Ein  Königliches  Stift  für  adelige  Jungfrauen  ev.  Konfession.  Dasselbe
hat  7  Stellen:  eine  Domina  mit  560,  eine  älteste  Konventualin  mit
336,  und  fünf  Kvuvcntualinnen  mit  333  Thlr.  Einnahme  in  Geld
und  Naturalien.

Stiftung  Danket  manu  zu  Münster,
Kapital  2500  Thlr.  Die  Zinsen  sind  für  verschämte  Arme,  Vorzugswelse ­
  aus  der  Fanlilie  des  Stifters  bestimmt.
Maria  Elise  Damm,
geb.  Reim  kart  en,  Wittwe  zu  Berlin  (t  1829)  vermachte  der  St.
Georgenknche  daselbst  1000  Thlr.;  die  Zinsen  sollen  von  den  Predigern ­
  nach  deren  Ermessen  an  die  Armen  des  Sprengels  gezahlt  werden.
Dämmers,
zu  Paderborn  (f  1845)  legirte  sein  Vermögen  zu  wohlthätigen
Zwecken.  Er  begrülldete  1)  eine  Stiftung  zur  Anschaffung  von  Katecylsmen
  und  anderen  religiösen  Büchern  für  arme  Schulkinder  des  Fürftenthunls
  Paderborn,  welche  auf  dem  Lande  wohnen;  dotirte  dieselbe
"nt  emer  Reute  voll  jährlich  50  Thlr.  und  überwies  die  Verwaltung
P«uß.  Landbuch.  9
            
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