Full text : Preußisches Landbuch

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und  Kollation  dem  jedesmaligen  bischöflichen  General-Vikar;  2)  dem
Marianen-Hause  zu  Paderborn  vermachte  er  eine  Rente  von  50  Thlr.
zur  Begründung  eines  von  dem  jedesmaligen  Präses  des  Priester-Seminars ­
  zu  vergebenden  Stipendiums;  3)  begründete  er  mit  einem  Kapital ­
  von  600  Thlr.  eine  Stipendien-Stiftung.  Die  Zinsen  sollen  zur
Unterstützung  eines  Studircnden  der  kath.  Theologie  und  Philosophie
aus  der  Diöcese  Paderborn,  welchen  der  jedesmalige  Regens  des  Priester-Seminars ­
  zu  bestimmen  hat,  verwendet  werden;  4)  dem  bischöflichen ­
  Seminar  vermachte  er  eine  jährliche  Rente  von  50  Thlr.  zur  Ausstattung ­
  eines  dürftigen  Seminar-Priesters  bei  seiner  Anstellung  als
Kaplan  oder  Pfarrer;  5)  bestimmte  er  eine  jährliche  Rente  von  5O  Thlr.
zur  Unterstützung  kath.  Pfarrgeistlichen  und  Schullehrer.  Die  Vermallung
  und  Kollation  steht  dem  bischöflichen  General-Vikar  zu.  Noch
legirte  er  der  Pfarre  Büsdorf  mehrere  Kapitalien;  dem  kath.  Waisenhause ­
  zu  Paderborn  eine  Rente  von  50  Thlr.  ;  der  Mädchen-Frcischule
  daselbst  einen  Theil  des  Erlöses  seiner  Kupferstich-Sammlung
und  mehrere  Kapitalien;  der  kath.  Knaben-Freischulc  eine  Rente  von
50  Thlr.  ;  dem  Institut  der  barmherzigen  Schwestern  zu  Paderborn
Grundstücke  und  Kapitalien;  zur  Herstellung  eines  Knaben  Seminars
mehrere  Summen  u.  s.  w.
Darlehnskasse  zu  Breslau.
Im  Jahre  1848  von  einem  Verein  mit  Zustimmung  der  Stadtverordneten ­
  aus  Geschenken  und  Darlehnen  gegründet,  um  Gewerbtreibenden
der  Stadt  behufs  Beschäftigung  brotloser  Arbeiter  zum  Fortbctriebe  des
Gewerbes  Darlehne  zu  geben  und  Arbeit  zu  vermitteln.  1851  aufgelöst, ­
  sind  (1864)  die  Bestände  von  3000  Thlr.  der  Bürgerrettungs-Anstalt
  (s.  d.)  unter  der  Bedingung  überwiesen,  bei  Darlehnsbewilligungen ­
  aus  diesem  Fonds  von  der  statutenmäßigen  Bedingung  5jährigcn
  Bürgerrechts  des  Schuldners  abzusehen.
Darlehns-Kasse  zu  Hirschberg.
Ein  Privat-Institut,  welches  nach  dem  Abschlüsse  von  1862  162  Darlehne ­
  à  3  bis  30  Thlr.,  int  Ganzen  23391  Thlr.  ausgegeben  hat.
Ende  Dezember  1862  hatte  die  Kaffe  ausstehen  1016,  baar  vorräthig
50,  in  Staatsschuldscheiuen  400  Thlr.,  im  Ganzen  1466  Thlr.
Darlehnskaffe  zu  Mettlach  (Merzig),
von  den  Gemeinden  der  dortigen  Bürgermeisterei  mit  5400  Thlr.  unter
staatlicher  Genehmigung  begründet.  Es  werden  daraus  den  Einwohnern
Darlehne  gegen  Handschrift  mit  kurzen  Zahlungsfristen  zu  5  pEt.  Zinsen ­
  gegeben.
Darlehus-Bereiu  zu  St.  Theobald  (Wernigerode),
1855  vom  Prof.  Huber  gegründet.  Mitglied  ist,  wer  ein  für  allemal
10  Thlr.  einzahlt,  ober  jährlich  1  Thlr.  beiträgt  nder  ein  unverzinsliches ­
  Darlehn  von  mindestens  25  Thlr.  für  die  Zwecke  des  Vereins
offerirt.  Bis  Ende  1861  waren  350  Darlehne  im  Betrage  von  zusammen ­
  47,000  Thlr.  gegeben  worden.
            
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