Full text : Preußisches Landbuch

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setzten  dieses  Hospital  auch  zum  Erben  des  Nestes  ihres  Nachlasses
(4  —  5000  Thlr.)  ein.  Die  Verwaltung  des  Kapitals  zu  a.  und  die
Ober-Aufsicht  über  die  Verwaltung  der  Stiftung  zu  b.,  deren  Kapital
jetzt  8000  Thlr.  beträgt,  ist  dem  Magistrat  und  den  Stadtverordneten
übertragen;  c)  500  Thlr.  zur  Unterstützung  armer  Wöchnerinnen.
Karl  Degenkolb,
Kommerzienrath  zu  Eilenbnrg  (t  1862)  vermachte  der  dortigen  ^tadtgemeinde
  sein  Haus  und  Garten-Grundstück  und  20,000  Thlr.  zur
Gründung  einer  Stiftung  unter  dem  Namen  „Emilien-Versorgungs-Anstalt".'
  In  dieser  Anstalt  soll  10  invaliden  Fabrik-Arbeitern  oder
Fabrikarbeiter-Wittwen  unter  Bevorzugung  derjenigen  aus  der  ^chloßfabrik
  in  Eilenburg  Ausnahme,  und  aus  den  Kapitals-Zinsen  und
Grundstücks-Erträgen  Unterstützung,  außerdem  noch  20  verlassenen  oder
verwahrloseten  Kindern  Pflege  und  Aufsicht  in  der  Art  gewährt  werden,
daß  je  zwei  von  ihnen  in  die  Obhut  eines  der  zur  ersten  Kategorie
gehörigen  Aufgenommenen  gegeben  werden.  Sollte  die  Aufnahme  von
Kindern  Seitens  der  zur  Verwaltung  der  Stiftung  berufenen  städtischen
Behörden  nicht  für  ersprießlich  erachtet  werden,  so  sollen  statt  dessen
20  Arbeitsunfähige  erster  Kategorie  ausgenommen  und  jedem  derselben
jährlich  40  Thlr.  Unterstützung  gezahlt  werden.
Johann  Fr.  Deh  mel,
Fabrik-  und  Gasthofbcsitzer  in  Quaritz  (Glogau)  (t  1864)  überwies
der  dortigen  Armenkasse  ein  Kapital  von  1000  Thlr.,  von  welchem  die
Zinsen  zur  Unterstützung  hilfsbedürftiger  Einwohner  daselbst  verwendet
werden  sollen.  —  Der  Schule  in  Dalkau  hinterließ  er  50  Thlr.,  deren
Zinsen  zur  Beschaffung  von  christlichen  Schulbüä)ern  für  arme  fleißige
Kinder  bestimmt  sind.
Frau  De  mi  ani,
Wittwe  des  Oberbürgermeisters  Demiani  zu  Görlitz,  geb.  Meißner
überwies  1863  dem  Magistrat  daselbst  500  Thlr.  mit  der  Bestimmung,
daß  die  Zinsen  dieses  Kapitals  am  Todestage  ihres  Mannes  (5.  Juli
jeden  Jahres)  an  zwei  arme  alte  Bürger  der  Stadt  vertheilt  werden
De  nnewitz-Stiftung.
Sie  ist  am  6.  September  1849  unter  dem  Protektorate  der  Königin
Elisabeth  zu  Jüterbog  ins  Leben  getreten,  und  der  Erziehung  und  Unterstützung ­
  armer  Söhne  und  Töchter  verstorbener  Vaterlandsvertheidiger ­
  des  preußischen  Heeres  gewidmet.  Die  Stiftung  verpflegt  20
bis  30  Waisen  und  hat  ein  Vermögen  von  18,000  Thlr.  Die  Kinder
befinden  sich  theils  in  Pflege  ihrer  noch  lebenden  Mütter,  theils  sind
sie  bei  ehrbaren  Familien  im  Jüterbog-Luckcnwalder  Kreise  unter  Aufsicht ­
  der  Kuratoren  untergebracht.
Departemental-Jrren  Anstalt  zu  Düsseldorf.
Nach  dem  Statut  vom  30.  Juli  1864  zur  Aufbewahrung  unheilbarer
Irren  beiderlei  Geschlechts  aus  dem  Regierungsbezirk  Düsseldorf  bc-
            
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