Full text : Preußisches Landbuch

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„alle,  obgleich  einfach  nnd  wohlfeil,  dennoch  wichtige  Zwecke  erreichend
und  bereits  in  vielen  Ländern  mit  glücklichem  Erfolge  eingeführt,"
gratis  herzugeben,  nnd  mit  der  des  Endes  hier  so  hoch  gestellten  Remuneration ­
  zufrieden  zn  sein;  h)  250  Thlr.  zur  jährlichen  Besoldung
des  curatoris  massae;  i)  200  Thlr.  zur  Besoldung  des  Rendanten
der  Stiftskaste;  k)  50  Thlr.  zur  jährlichen  Besoldung  des  Pfarrers,
für  die  Aufsicht  über  die  Ruhestätte  des  Testators;  1)  1000  Thlr.  zur
Deckung  von  Ausfällen  und  zur  Bildung  eines  zweiten  Stamm-Kapitals ­
  von  100,000  Thlr.  —  Ist  ein  zweites  derartiges  Stamm-Kapital
aufgespart,  so  sollen  desten  Zinsen  in  ähnlicher  Weise,  wie  die  des
ersten  Stamm-Kapitals  verwendet  werden  und  ferner  mit  der  Bildung
eines  dritten,  vierten  und  fünften  Stamm-Kapitals  fortgeschritten  werden. ­
  Erst  wenn  das  Kapital  die  Höhe  einer  halben  Million  erreicht
hat,  soll  mit  desten  fernerer  Vermehrung  innegehalten  werden.  —  Die
Verwaltung  des  Vermögens  ist  einem  besonders  zu  formirenden  Stifts-Kollegium,
  bestehend  aus  dem  Prediger,  zwei  Deputirten  und  einem  Kurator' ­
  der  Maste  unter  Aussicht  der  Regierung  zu  übertragen.  Die
angeordneten  Spenden  sollen,  um  ähnliche  wohlthätige  Vermächtniste  zu
erwecken,  so  öffentlich  und  feierlich  wie  möglich  verabreicht  werden,  auch
die  Veröffentlichung  des  Testaments  in  seinem  Haupt-Inhalte  und  des
Kasten-Abschlusses  jährlich  erfolgen.  An  den  Wohlthaten  der  Stiftung
sollen  zunächst  die  Altstädtische  Kirchengemeinde,  demnächst  die  bedürftigen
benachbarten  Kirchengemeinden  Theil  nehmen.
Peter  Albrecht,
Schuhmachermeister  zu  Glatz  (t  30.  Novbr.  1839)  bestimmte  letztwillig ­
  die  Zinsen  a)  eines  Kapitals  von  1000  Thlr.  zu  5  pCt.  zur
Ausstattung  einer  bürgerlichen  Schuhmacher-Tochter  aus  der  Zunft  in
Glatz,  event,  einer  andern  Bürgers-Tochter;  b)  eines  Kapitals  von
400  Thlr.  à  5  pCt.  zur  jährlichen  Bekleidung  von  drei  armen  katholischen ­
  bürgerlichen  Schulkindern  daselbst;  c)  eines  Kapitals  von  200
Thlr.  à  5  pCt.  zur  jährlichen  Beschaffung  von  Holz  und  anderen  nothwendigen ­
  Bedürfnissen  für  zwei  arnie  Bürger-Wittwen.  Die  Verwaltung ­
  der  Kapitalien  und  die  Vcrthcilung  der  Zinsen,  resp.  der  dafür
angeschafften  Gegenstände,  steht  dem  Magistrat  zu.
Alefsche  Stiftung,
für  die  Armen  zu  Holzweiler,  Leimersdorf,  Birresdorf  und  Nierendorf,
bei  der  Armenkasse  zu  Gclsdorf  (Kreis  Ahrweiler)  verwaltet.  Kapital
1122  Thlr.
Isaak  Alexander,
Banquier  zu  Berlin  (+  14.  Februar  1848)  und  deste»  Ehefrau  Mine
geb.  Bernsdorf  (f  11.  Novbr.  1854)  legirten  a)  10,000  Thlr.  Die
Zinsen  von  2500  Thlr.  sollen  zur  Unterstützung  armer  Studenten
jüdischer  und  christlicher  Religion,  die  Zinsen  von  7500  Thlr.  zur
Unterstützung  armer  Personen  jüdischen.  Glaubens,  vorzugswelse  aus
der  Verwandtschaft  der  Erblasser,  verwendet  werden;  b)  der  Altcrversorgungs-Anstalt
  der  jüdischen  Gemeinde  5000  Thlr.  ».  s.  w.
            
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