Full text: Preußisches Landbuch

175 
erhielten die Erwerbschulen 5200 Thlr. und die Loge zu den drei 
Weltkugeln 8000 Thlr., deren Zinsen zu milden Zwecken verwendet 
werden, das Bürgcr-Rcttungs-Jnstitut 40O0 Thlr. rc. 
Samuel Gottlob Fiebig, 
Kaufmann zu Breslau (+ 18. Juni 1801) vermachte den größten Theil 
seines Nachlasses zn wohlthätigen Zwecken. Er hinterließ der Bürger- 
Bersorgungs-Anstalt 3000, der evang. Kranken-Anstalt Bethanien 3000, 
dem Elaassenschen Siechhause 3(100, dem Hospitale für hilflose Dienst 
boten 500, dem Hospitale zu St. Bernhardin 500, dem Hospitale zu 
Eilftausend Jungfrauen 500, dem AugustenHospitalc für kranke Kin 
der armer Eltern 400, der Wunsterschen Jubiläums-Stiftung 500, 
der schlesischen evang. Schullehrer-Wittwen- und Waisen-Anstalt 50(1 
Thaler rc., und ist die diesfällige testamentarische Bestimmung landes 
herrlich genehmigt worden. 
FinkscheS Stipendium. 
Albrecht Fink znm Seewalde, Landrichter von Hohenstein, lcgirte 1562 
bei der Universität Königsberg 5000 Mark (1111 ^ Thlr.). Ist keiner 
aus der Familie des Stifters vorhanden, so werden die Zinsen unter 
vier aus Preußen gebürtige Studirende vertheilt. Das Kapital betrug 
1838 (Koch II. 551) 1335 Thlr. 
Gräflich v. Finckensteinsche DarlehnS-Kasie. 
^ie ist im Jahre 1856 durch den General-Major a. D. Grafeu Wil 
helm von Finck enstein und dem Kammerherru Grafen Karl von 
F inck enstein auf Trebichow begründet und hat zum Zweck die Wie 
derbelebung, Erhaltung oder Verbesserung des Nahrungszustandes und 
Gewerbebetriebs kleiner Fabrikanten und Handwerker christlichen Glau 
bens in den Städten des Crosicner Kreises, vermittelst billiger Dar- 
lehue. Dergleichen Darlehnc könneu bis zur Höhe von 50 Thalern, 
jedoch nur an solche Personen gewährt werden, welche in den Städten 
innerhalb des Crosicner Kreises ihren Wohnsitz haben, einen eigenen 
Hausstaud bilden und verhcirathet, oder doch Familienväter oder Fa- 
milicnmütter aus einer früheren Ehe sind. Die Darlehne werden mit 
8 pCt. verzinset, das Darlehu selbst muß in wöchentlichen Abschlags 
zahlungen von mindestens 1 Sgr. für jeden Thaler, also längstens 
innerhalb dreißig Wochen an die Kasse der Stiftung zurückgezahlt sein. 
Die Abschlagszahlung beginnt in der siebenten Woche nach Empfang 
beö Darlchns. Das von den Stiftern gegebene Kapital beträgt 50Ò 
Dhaler. Die Zinsen nach Abzug der zu bestreitenden baaren Auslagen 
werden dem Kapital zugeschlagen. Die Stiftung hat unter dem 28. März 
1857 die Rechte der juristischen Person erhalten. 
Fischbach, 
ñustizrath, begründete zu Tschirnau (Kreis Guhrau) eine Stiftung für 
Anne, deren Fonds 100 Thlr. beträgt und die Kinderbewahr-Anstalt 
daselbst.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.