Full text : Preußisches Landbuch

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st«"  hat  aber  kein  Erbrecht  an  ihren  Nachlaß.  Das  Borschlagsrccht
steht  dem  Stifter  oder  seinem  Stellvertreter,  event,  dem  Senior  der
Famà  zu,  die  Bewilligung  der  Aufnahme  erfolgt  durch  die  ArmensisSS
 5 “»

Fauchersche  Stiftung  zu  Stendal

Faulwassersche  Stiftung,
von  dem  Kaufmann  Faul  was  ser  (f  1855)  für  die  Beruburaer  und
Schloß-Vorstadt  zu  Kalbe  a.  S.  begründet.  Er  vermachte  341  Morgen
Ackerland,  welches  beide  Vorstädte  jede  zur  Hälfte,  als  Gemeingut
besitzen  sollen,  und  wovon  das  Einkommen  an  die  Armen  in  diesen
Vorstädten  als  Almosen,  wenn  die  städtische  Behörde  und  das  Almosen-Kollegium
  es  für  gut  befinden,  vertheilt  werden  soll.

Favre,
Rentier  zu  Berlin  (t  1837)  vermachte  unter  Anderm  dem  „französischen
Waiscnhause"  und  der  «enle  6e  eliarit«  ein  Kapital  von  je  1333^  Thlr.,
dessen  Zinsen  er  zur  Ausstattung  eines  Zöglings  dieser  Anstalten  bestimmte.
^)ie  werden  alle  fünf  Jahre  gezahlt.  Aus  einem  andern  v.  Fa  Vreschen
Legate  werden  jährlich  100  Thlr.  durch  die  Prediger  der  französischen
Kirchen  zu  Weihnachten  in  Raten  von  5—6  Thlr.  vertheilt.

Joseph  Fechner,
Kaplan  zu  Würben  (Schweidnitz)  (+  1834)  legirte  der  Orts-Armenkasse ­
  100  Thlr.,  bestimmte  zugleich  800  Thlr.  zur  Gründung  eines
Gehalts  für  einen  auf  den  Würbencr  Gütern  sich  etablirenden  Wundarzt ­
  und  vermachte  dem  geistlichen  Alumnat  in  Breslau  800  Thlr.  zur
Gründung  eines  Stipendiums.

Martha  Sabina  F  ehr,
geb.  Sch  a  per,  legirte  1738  die  Summe  von  500  Thlr.,  deren  Zinsen
der  Profestor  juris  primarius  zu  Königsberg  einem  Studirenden  konseriren
  mag.  Bedürftige  Descendenten  der  Stiftcrin,  Söhne  des  Tribunalsraths ­
  Dr.  Sahm  en  und  Söhne  der  Profestoren,  welche  jura
studiren,  haben  den  Vorzug.  Der  Fonds  bestand  1838  (Koch  II.  551)
ìņ  250  Thlr.,  von  deren  Zinsen  der  Stipendiat  6  Thlr  erhielt.
Fehrbellinschcs  Schul-Stipendium,
von  dem  Mühlenschrcibcr  Wolf  herrührend.  Er  legirte  im  Jahre  1763
200  Thlr.  Gold,  deren  Zinsen  für  arme  Kinder  der  Stadtschule  bestimmt
sind.  Der  Magistrat  hat  die  Verwaltung;  Kollatoren  sind  das  Amt
und  der  Ober-Prediger.
Fei  stet  sches  Legat.
Ein  Schul-Kapital  im  Betrage  von  400  Thlr.  )  der  Zinsen  bezieht
            
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