Full text : Preußisches Landbuch

Hospital-Fonds  zu  Sobernheim  (Kreuznach).
Er  besteht  zur  Zeit  cms  7177  Thlr.,  wird  von  der  Armen-Kommisston
verwaltet  und  der  Zinsen-Ertrag  zu  Unterstützungen  der  Hülfsbedürftigen
  des  Orts  verwendet.
Hospiz  zu  Malmedy.
1)  für  alte  Männer,  16  Personen.  Kapital-Vermögen  6576  Thlr.,
jährliche  Einnahme  1000  Thlr.;  2)  für  alte  Frauen,  18  an  der  Zahl,
Kapital-Vermögen  7652  Thlr.,  jährliche  Einnahme  1070  Thlr.
Hospiz  zu  Warmbrunn,
eine  gräfliche  Anstalt,  die  während  der  Badezeit  einer  großen  Anzahl
hülfsbedürftiger  Personen,  welche  die  dortigen  Quellen  gebrauchen,
freies  Bad,  Obdach  und  zum  Theil  Unterhalt  gewährt.
Hotel  de  refuge  zu  Berlin.
Eine  Armen-Anstalt,  1699  für  die  zuerst  nach  der  Schweiz  ausgewanderten, ­
  sodann  von  dort,  namentlich  aus  dem  Kanton  Bern  vertriebenen ­
  französisch-reformirten  Familien,  hauptsächlich  aus  dem  Ertrag
einer  Kollekte  gegründet  und  pom  Kurfürsten  mit  Ländereien  beschenkt. ­
  Die  Hospitalité»  erhalten  freie  Wohnung,  Holz  und  monatlich ­
  5  Thlr.  Ein  Anrecht  auf  Unterstützungen  haben  die  erweislichen
Nachkommen  der  Schweizer  Refügws,  die  sich  hier,  in  Neu-Haldenslcben
  und  zerstreut  an  anderen  Orten  aufhalten.  Falls  die  Schweizer
aussterben,  sind  ihnen  statutenmäßig  die  Armen  der  französischen  Kolonie ­
  zu  Berlin  und  diesen  die  Stadtarmen  reformirter  Konfession  substituirt.
  Die  Ueberschüsse  der  Einnahme  werden  schon  seit  vielen  Jahren ­
  an  Bedürftige  französischer  Abkunft  außerhalb  Berlin  verabreicht.
Verwaltet  wird  die  Anstalt  durch  eine  eigene  Direktion,  bestehend  aus
Familienvätern  der  französischen  Gemeinde,  worunter  zwei  Deputirtc
des  französischen  Konsistoriums.  (Lisco  S.  349.)
van  Hoven,
pastor  emerit.  zu  Groß  Burlo  (Borken)  (t  1849)  vermachte  den  Armen ­
  der  dortigen  Gemeinde  ģ  seines  (in  5380  Thlr.  bestehenden)
Nachlasses.  Die  Vertheilung  der  Einkünfte  dieses  Vcrmächtniffes  steht
dem  Ortspfarrcr  zu.
H  ov  erd  en-P  len  keusches  Stipendium  zu  Warburg.
Das  Kapital  beträgt  3750  Thlr.,  die  Zinsen  werden  unter  fünf  Studirende
  aus  der  Familie  des  Stifters  vertheilt.
Hübnersche  Fundationen,
Der  pensionirte  Domvogteiamts-Registrator  Hübner  (ş  zu  Breslau
1834)  vermachte  1)  dem  dortigen  Hospital  zu  St.  Anna  500  Thlr.,  den
katholischen  Armen  des  Dom-  und  Hinter-Dombezirkes  1000  Thlr.,
fitr  arme  Schüler  des  kathol.  Gymnasiums  oder  arme  Studenten  der
Universität  Breslau  1000  Thlr.,  dem  Blinden-  und  dem  Taubstummen-Jnstitute
  je  500  Thlr.  und  dem  Institut  für  arme  Dienstboten  500
Thlr.;  er  lcgirte  2)  den  katholischen  Armen  zu  Friedcberg  a.  Q.
            
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