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Befähigung die Ableistung eines Probejahrs crlasicn. Die Beschäfti
gung der Kandidaten besteht in theologischen, philologischen und solchen
allgemein wiffenschaftlichen Studien, welche Beziehung zu der Aufgabe
des Unterrichts und der Erziehung haben, außerdem in praktischen
Uebungen. Die Kandidaten erhalten freie Wohnung, Heizung, Mit
tags und Abends Beköstigung am Alumnen-Tisch, theilweise Aufwar
tung und eine Gelduntcrstützung von monatlich je 8 Thlr. 10 Sgr.
Ueber die Aufnahme der Bewerber entscheidet das Provinzial-Schul-
Kollegium.
Kann,
katholischer Pfarrer zu Nemmenich (Euskirchen), vermachte (1864) dem
Berwaltungs-Rathe der Studien-Stiftungen zu Köln ein Grundstück
im Werthe von 3360 Thlr. zu einem Familien-Stipendium. Dasselbe
ist für zwei (katholische) Descendenten der Geschwister und weiteren
Verwandten des Erblassers und in deren Ermangelung für zwei studi-
rendc Jünglinge aus Rheinbach bestimmt.
v. Kannenbergsches Stipendium,
für Eiugebornc der Stadt Halberstadt. Es besteht in jährlich 60 Thlr.
Gold und wird von der Regierung zu Magdeburg vergeben.
Max Kapff,
(+ 1863 zu Liebichau in Schlesien) vermachte der evang. Gemeinde
zu Düsseldorf mehrere Legate zu wohlthätigen Zwecken: dem Waisen
hause 1000 Thlr., dem Krankenhause 1000 Thlr., zum Umbau einer
Kirche 1000, und zur sofortigen Bertheilung an Hausarme 200 Thlr.
Prinz Karl Jubiläums-Stiftung.
Im Jahre I860 aus Anlaß des fünfzigjährigen Militairdienst - Jubi
läums des Prinzen Karl von Berliner Bürgern als Special-Stiftung
der „Friedrich Wilhelm Viktoria-Landes-Stiftung" begründet.
Karl Anton-Josepbinen-Stiftung,
von dem Fürsten zu Hohenzollcrn-Sigmaringen unterm 20. September
1850 für die Hohenzollernschen Lande zur Unterstützung von ersten
ehelichen Verbindungen und von Ehepaaren bei Begehung des 25 sten
und beziehungsweise 50sten Jahrestages ihres geschlossenen Ehebundcs
mit 10,000 fl. gegründet. Den Statuten der Stiftung ist unter Ver
leihung der Rechte der juristischen Person die landesherrliche Ge
nehmigung ertheilt.
Karls-Verein zu Aachen.
Sein Zweck ist Förderung der Restauration des Münsters zu Aachen.
Die erforderlichen Fonds bilden sich durch freiwillige Beiträge und
andere Zuwendungen. König Wilhelm, Protektor des Vereins, be
willigte "für 7 Jahre je 5000 Thlr. unter der Voraussetzung, daß
eine ' gleiche Summe in anderer Weise durch den Verein beschafft
würde.