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Karnöffel-Gesellschaft.
Ein in Landshut bestehender Verein, der 1863 einen Fonds von 1140
Thlr. besäst, aus dessen Zinsen bedürftige Bürger und Bürgersfrauen
unterstützt werden. Die Gesellschaft hat anfänglich das Kapital durch
den Gewinn bei einem Kartenspiel, dem Karnöffelspiel, zusammen
gebracht. Dieses Spiel wurde von den Oesterreichern eingeführt und
wird mit Pantomimen begleitet, die den Uneingeweihten in Verwunde
rung setzten. Später trafen wohlthätige Sammlungen und die Vcr-
auktionirung von Geschenken bei dem alljährlichen Karnöffelfest dazu
und vermehrten das Kapital.
Karolinen-Stift,
in den Gebäuden des früher v. Werthernschen jetzt gräflichen
Ritterguts Thürungen bei Rostla. Von dem Grafen Karl Martin zu
Stolberg-Roßla gegründet und aus grästichen Fonds unterhalten. Es
werden in der Anstalt verwaisete, oder auch sittlich verwahrlosete Mäd
chen im Alter von 6—12 Jahren aufgenommen und sie verbleiben hier
bis mindestens ein Jahr nach ihrer Konfirmation. Zur Zeit enthält
das Institut 12 Mädchen.
Karolinen-Stiftnng zu Gleisten.
Eingetragen auf dem Rittergute Gleisten (Kreis Sternberg) ; es wer
den aus derselben jährlich 50 Thlr zur Ausstattung der hülfsbcdürfti-
gen Töchter dortiger Einwohner gezahlt. Auf demselben Gute ist ein
Legat von 300 Thlr. eingetragen, desten Zinsen mit 15 Thlr. jährlich
an die dortigen Armen vertheilt werden.
Karolinen-Stiftnng zu Grost-Dammer (Meseritz.
Von dem Besitzer des Guts, Grafen v. Schwartzeuau, 1840 zum
Andenken an seine f Gattin mit 2000 Thlr. begründet. Die Zinsen
des Kapitals à 4 pCt. sollen zur ärztlichen Pflege und zum Unterhalt
der Armen und zu sonstigen milden Zwecken verwendet werden.
F. W. Karthaüs,
Rentier (t 1857 zu Rheinstein bei Arnheim) vermachte der Gemeinde-
Verwaltung zu Remscheid a) zum Vortheile der Armen evang. Kon
fession 5000 Gulden und li) zur Anlegung eines „Karthaus-Fonds",
dessen Zinsen zur Unterstützung oder theilweiseu Besoldung der Lehrer
au der dort zu errichtenden Gewerbeschule verwendet werden sollten und
dessen spätere Vermehrung in Aussicht stand, 8000 Gulden. Die Wittwe
Karthaus zu Amsterdam (t 1863) vermachte der Gemeinde Rem
scheid zum Vortheil der evang. Gemeinde 5000 und zur Erhöhung des
Karthaus-Fonds 17,000 Gulden.
Käse,
Doktor der Medizin zu Lenzen (f 1861) vermachte den dortigen Stadt-
Armen ein Legat von 1500 Thlr. Die Zinsen dieses Kapitals sollen
um Weihnachten an die Armen des Orts vertheilt werden.