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tugendhafte Brautpaare, ein jedes mit 100 Thlr. ausgestattet und mit
einer Hausbibel versehen; die Braut muß aus der dienenden Klasse
sein, durch Unschuld, Reinheit der Sitten und häuslichen Sinn sich
auszeichnen und wenigstens drei Jahre bei einer Herrschaft gedient
haben. Die Traunng geschieht in der Hof- und Garnison-Kirche zu
Potsdam in jedem Jahre am 19. Juli, dem Todestage der Königin.
Ein Familien-Rath, aus dem Hosprediger bei jener Kirche und 16
Mitgliedern bestehend, verwaltet das Stiftnngs-Bermögen und wählt
die Brautpaare. Bon den Mitgliedern des Borstandes stub 8 permanent,
die andern 8, und zwar 4 Damen und 4 Herren, werden von
den hiesigen Stadtverordneten nach Ablauf einer dreijährigen Wirksamkeit
gewählt.
Loniseustädtische Real-Schule zu Berlin,
gegründet 1836, jetzt Real-Schule Ister Ordnung, mit 27 Lehrern und
7—800 Schülern. Schulgeld und Freistellen wie bei der Königsstädtischen
Real-Schule (s. d.). Zu Prämien und Unterstützungen für Schüler
werden 100 Thlr. verwendet. (Wiese S. 106.)
Louiseiistädtisches Gymnasium zu Berlin,
1864 mit 10 Oktober als fünftes städtisches Institut dieser Art eröffnet.
Schulgeld und Freistellen wie bei den anderen Gymnasien.
Louisen Stift zu Berlin.
Architekt Catel und Propst Haustein gründeten dasselbe im Mai
1807. Es hat den Zweck, solchen Kindern männlichen Geschlechts, zu
deren Erhaltung und Erziehung ihre Eltern nnvermögend sind, Unterricht
in der Religion, im Lesen, Rechnen, Schreiben, Zeichnen, in der
Geometrie, Naturgeschichte, Geographie, Geschichte und in dein ^Nothwendigsten
ans der mathematischen Geographie und Physik ertheilen
zu lassen, und sie zur Pünktlichkeit, Ordnung, Reinlichkeit, Thätigkeit,
Abhärtung, zu strengem Gehorsam und guten Sitten zu gewöhnen.
Sic werden in dem Älter von 7 bis 10 Jahren, ohne Unterschied der
Geburt, aufgenommen. Da für Waisen durch andere Anstalten gesorgt
wird, so sind diese ausgeschlossen. Jeder Knabe muß wenigstens bis
zu seinem 14ten Jahre in der Anstalt verbleiben, die ihn alsdann demjenigen
Gewerbe zuführt, zu dem er sich nach freier Wahl bestimmt.
Stadtrath H ollmann wendete ihr das jetzige Grundstück (Hollmannsstraße
15), im Werthe von 14,000 Thlr. zu. Das Kapital-Bermögen
der Anstalt, welche unter Aufsicht des Provinzial-Schnlkollcgii steht,
beträgt etwa 50,000 Thlr. Bgl. Röbeschc Stiftung.
Lonisen-Stift zu Biitow.
Ein im Jahre 1855 zusammengetretener Bercin, welcher durch milde
Beiträge 6000 Thlr. ansammeln und damit ein Hospital für 12 verarmte
Bürger gründen will. Zur Zeit sind erst 500 Thlr. vorhanden.
Louiskn-Stiftimg zu Berlin.
Eine höhere weibliche Erziehungs-Anstalt, 1810 zum Andenken an die