464
theilen und setzte ein Kapital von 25,000 Thlr. ans, von deren Zin
sen jährlich eine oder zwei Töchter, welche sich nach jüdischem Ritus
verheirathen, unbescholten sind und die Verwandtschaft mit dem Stifter
und dessen Ehegattin Jette geb. Joseph Liepmann nachweisen, aus
gestattet werden sollen. Die Bestimmung hierüber bleibt den Kurato-
toren der Stiftung (1842 Raphael Heinemann und S. L. Jakob)
vorbehalten.
Meyer Markwald,
Kaufmann (sin Berlin 1840) setzte 1000 Thlr. in Pfandbriefen aus,
deren Zinsen jährlich an arme Personen aus der Familie des Testa
tors als Unterstützung vertheilt werden sollen. Die Bertheilung selbst ist
dem Ermessen der Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Berlin über
lassen.
Marpergersches Stipendium,
eine alte Stiftung bei der Universität Halle-Wittenberg, von der Wittwe
des Professors Dr. Vater, geb. Marperger mit 1000 Thlr. für
einen Studirenden evangel.-lntherischer Konfession aus dem Marper
ger schcn Geschlecht auf drei event, für einen zur philosophischen Fa
kultät gehörigen Privat-Docenten, der keine andere genügende Unter
stützung hat, oder für einen unbemittelten studiosus theologiae auf 2
Jahre begründet (Koch 1. 446). Vgl. V ate rsche Stiftung.
MarquardtscheS Legat.
Kapital 200 Thlr. Die Zinsen mit 10 Thlr. werden zur Unterstützung
von Armen in der Stadt Krossen verwendet.
v. Marsch all scher Fonds.
Eine Stiftung bei der Universität Halle-Wittenberg. Levin Adolph
v. Mar sch all aus Altengottern lcgirte 10,630 Thlr. zu einem Frei
tisch für zehn Studirende (5 Theologen und 5 Juristen). Die Kolla
tion steht den Professoren der Wittenberger Stiftung zu; der Gcschlechts-
älteste derer v. Marschall hat 5 junge Leute zu präscntiren, die
vor Andern znm Genusse zugelassen werden können und sollen. Thü
ringer, und Söhne der Einwohner von Altengottern haben den Vorzug.
Anstatt des Freitisches wurden im Jahre 1838 (Koch I. 446) 14 Sti
pendien à 50 Thlr. (7 für Theologen und 7 für Juristen) vertheilt,
v. Marsch all scheS Stipendium,
bei der Universität Halle-Wittenberg, gestiftet von Johann Adolph
v. Marschall ans Altengottcrn für einen Theologen mit 1000 mfl.
(875 Thlr.) Es wird von den nächsten männlichen Anverwandten des
Stifters zunächst an Söhne der Gerichts-Eingesesienen des Kollators
auf 6 Jahre verliehen (Koch I. 447).
Mart ens sches Legat,
von dem gräflichen Stubcnmaler Martens zu Stolbcrg am Harz (+
1853) herrührend. Die Zinsen von 1300 Thlr. sollen nach Been
digung des daran haftenden Nießbrauchs der Armen-Schule des OrtS