471
Erben des Levin Mende erhöhten das Kapital von
1000 auf 1500 Thlr.
0 c . _ Mende-Stiftung ,u Äönigshtttte.
WUW8
M e n d e l s s o h n sche Waisen-Erziehungs-Anstalt.
zum Andenken Moses Mendelssohns an deffen lOOjähriqem Geburtstag
den 10. September 1829 errichtet und 1836 ins Leben qetreten.
Sie hat den Zweck, für den Unterhalt und die Erziehung armer
Waisen beiderlei Geschlechts, welche der jüdischen Gemeinde zu
Berlin angehören und ehelich erzeugte oder gesetzlich legitimirte Kinder
sind, zu sorgen. Es können Waisen von ihrer Geburt an bis zum zuruckgclegten
1 Oten Lebensjahre aufgenommen werden, und sie bleiben in
; . àstalt bis nach zurückgelegtem 14ten Jahre. Die Anstalt ist auf
sreiwllllge Beiträge und Geschenke begründet, und hat die Rechte einer
moralischen Person. Die Zöglinge werden geeigneten jüdischen Famiuen
zur Erzlehung und Verpflegung anvertraut und genießen den entsprechenden
Schul-Untcrricht; die Knaben sollen in der Regel zu Handwerken,
die Mädchen zum häuslichen Dienst erzogen werden. Die Verit
ei ”', m 9 Personen bestehenden Kuratorium übertragen,
der Mschen Gemeinde. Mitglied der Wahl-Versammlung zur Wahl
des Kurator,, ist jeder Einwohner Berlins, welcher mit einem Male
100 Thlr. oder mehr beigetragen hat, oder jährlich 10 Thlr. und
«.î^tnbmrt. Vermächtnisse von Bedeutung wurden der Anstalt
mh^OOoW î^lpp'ne ^'eßmann, geb. Bernsdorf (f 1838)
MMssşiKķ