Full text : Preußisches Landbuch

Mondrealsche  Familien  Stiftung,
1819  durch  den  Handelsmann  Georg  Mondreal  zu  Ahrweiler  begründet ­
  und  durch  den  katholischen  Pfarrer  des  Orts  und  zwei  Familienglieder ­
  verwaltet.  Kapital  2925  Thlr.  Die  Zinsen  sind  für  Verwandte ­
  bestimmt  zur  Erlernung  einer  Wissenschaft,  einer  Kunst  oder
eines  Handwerks.
Alphons  Monod,
Rentier  (t  1810)  hinterließ  dem  franz.  Gymnasium  in  Berlin  1000  Thlr.
Zu  vier  Stipendien  à  20,  15,  10,  5  Thlr.  ;  sie  sind  absteigend  für  je
einen  Schüler  der  vier  ersten  Klaffen  bestimmt,  und  werden  jährlich
dem  zugetheilt,  der  über  ein  gegebenes  Thema  die  beste  Arbeit  in  französischer ­
  Sprache  geliefert  hat,  welche  in  den  beiden  ersten  Klaffen  in
Versen  abgefaßt  sein  muß.
Möns  pietatis.
(iiite  Stiftung,  im  Jahr  1696  zur  Unterstützung  reformirter  Prediger
und  Schullehrer  errichtet.  Sie  steht  unter  Verwaltung  des  Ministerii
der  geistlichen  Angelegenheiten  und  hatte  1858  ppr.  21,975  Thlr.  Revetment ­
  davon  wurden  verwendet  5793  Thlr.  zu  Besoldungen  von
Predigern  und  Schullehrern  reformirter  Konfession  in  den  Bezirken
Berlin,  Potsdam,  Frankfurt,  Stettin,  Köslin,  Königsberg,  Gumbinnen
und  Magdeburg;  320  Thlr.  für  das  ev.  Seminar  zu  Köpenick;  150
Thlr.  für  das  Gymnasium  zu  Frankfurt  a.  O.;  825}  Thlr.  Pensioite»
  für  milde  Stiftungen;  570  Thlr.  Veterancn-Gehälter  für  die  14
ältesten  reformirten  oder  unirteli  Prediger  in  den  älteren  Provinzen
diesseits  der  Elbe;  240  Thlr.  zu  Stipendien  und  Unterstützungen  für
Studirendc  der  Theologie;  486,!  Thlr.  zu  außerordentlichen  '  Unterstützungen ­
  an  Geistliche  und  Schullehrer  und  zur  Vermehrung  des  Fonds;
12,843  Thlr.  im  Allgemeinen  für  den  Kultus  und  öffentlichen  Unterricht.
Dr.  Mooren,
Dirigent  der  städtischen  Augcn-Heil-Anstalt  zu  Düsseldorf,  schenkte  1863
der  Stadt  zu  ihrem  Armcn-Fonds  behufs  Erziehung  notorisch  armer
blinder  Kinder  und  einer  Blindcn-Anstalt  2000  Thlr.
M  o  o  tz  scher  Armen-Fondö,
zur  Unterstützung  Hülfsbedürftiger  von  Schöneberg,  Herqenfeld  und
Schweppenhausen  (Kreuznach).  Von  dem  Pfarrer  Moo'tz  (f  1796)
mit  1446  Gulden  begründet;  zur  Zeit  bis  auf  2600  Thlr.  vermehrt.
Die  Verwaltung  steht  der  Armen-Kommission  zu.
M  o  r  a  w  «  kische  Armen-Stiftung.
Die  Rentnerin  Jeanette  Morawski  ¿ u  Wesel  (+  1846)  vermachte
einer  zu  errichtenden  Stiftung  für  unbemittelte  Mädchen  und  Wittwen
höheren  Alters  zwei  Häuser  zum  Werthe  von  400  Thlr.  und  ein  Kapital ­
  von  2000  Thlr.  mit  der  Bestimmung,  daß  die  Verwaltung  der
Stiftung  in  den  Händen  ihrer  Familie  verbleiben  solle.  Im  Jahre
1861  wurden  2  Personen  mit  86  Thlr.  unterstützt.  Vergl.  Agnes-Stiftung.

            
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