Full text: Preußisches Landbuch

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MyliusscheS Stipendium, 
von dem Magistrat in Quedlinburg zu verleihen. Jährlich 50 resp. 
30 Thlr. (Hermes II. 240). 
Nacaten sche Stiftung zu Gladbach, 
von den Eheleuten Urban Bahnen und Helene Nacaten 1861 be- 
gründet. Sie stifteten 3000 Thlr. Klevisch, den kleinen Zehnten auf 
Baumsfeldt in Odenkirchen und 3 Morgen Ackerland vor dem Markt- 
Thor in Gladbach für die Armen, zu Messen und eine Portion von 
50 resp. 80 Thlr. zum Studiren, welche Abkömmlinge ihrer Familie 
auf 7 Jahre beziehen können. Kollator ist zur Zeit die kathol. Kirchen- 
Verwaltung in Gladbach. 
Dr. N ach ti g a lische Stiftung. 
Or. pini. Nachtigall zu Berliu (t 1857) vermachte der Kommune 
Halberstadt 2500 Thlr. in 3{ procentigen Staatsschuldscheinen mit der 
Bestimmung, daß von den Zinsen a) die eine Hälfte zwei in dem 
Waisenhause oder Taubstummen- oder Blinden-Jnstitute daselbst erzo 
genen Knaben oder Mädchen bei deren Ausscheiden aus den gedachten 
Anstalten in gleichen Raten schriftlich zugesichert und bei ihrer Volljäh 
rigkeit nebst Zinsen ausgezahlt; t>) die andere Hälfte in gleichen Thei- 
len zwei zu deni Handwerker-Stande gehörigen Bürgern und Familien 
vätern daselbst als Unterstützung bewilligt wird, wenn dieselben ohne 
jhr Verschulden in ihrem Geschäfte zurückgekommen sind, und anzuneh 
men ist, daß ihnen dadurch wieder aufgeholfen werden kann. 
Nacksche Armen-Stiftung, 
1850 von dem Hofbesitzer Nack mit 2000 Thlr. begründet. Die 
Stiftung wird von dem evang. Pfarrer in Altfelde (Marienbnrg), von 
den Schulzen und den Schul-Vorstehcrn der Dorfschaften Altfelde und 
Reichfelde lediglich nach ihrem Gewisicn verwaltet. Von den Zinsen 
soll der jedesmalige ev. Pfarrer zu Altfelde 30 Thlr. unter der Be 
dingung erhalten, daß er sämmtlichen armen Kindern des Kirchspiels 
Altfelde freien Religions-Unterricht ertheile, dieselben unentgeltlich kon- 
firmire, auch für dieselben die Kirchen-Visitationsgebühren berichtige 
Der Ueberrcst soll nach den Bestimmungen der Stifts-Vcrwaltnng dazu 
verwendet werden, die Schulbeiträge der armen Schulkinder an die 
ev. Lehrer zu Altfelde und Reichfelde zu berichtigen, die Schnlbedürf- 
nisse und Lehrmittel für die armen Schulkinder bei der Schule anzu 
schaffen, auch die armen Schulkinder aus beiden Ortschaften nöthigen- 
falls zu bekleiden. Nicht das Religionöbekenntniß, sondern das Be 
dürfniß und die Regelmäßigkeit des Schulbesuchs sollen hierbei ent 
scheidend sein. 
Näheriuueu-Verein zu Breslau. 
Der Verein bezweckt die gegenseitige Unterstützung in Krankheiten, bei 
Todesfällen und eine kleine Ausstattung bei Heirathen. Er zählte im
	        
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