Full text : Preußisches Landbuch

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die  Aufsicht  dem  Magistrat  zustehen.  Legat  der  Fräulein  v.  Berville
(f  1863)  von  500  Thlr.
Pfennig-Verein  zu  Breslau.
Dieser  Frauen-Verein,  bereits  seit  dem  Jahre  1848  bestehend,  unterstützt ­
  arme  Schulkinder  aller  Konsessionen  dadurch,  daß  er  ihnen  Schul-Materialien
  oder  Kleidungsstücke  verabreicht,  armen  Schülerinnen  der
Unterrichtsstunden  für  weibliche  Handarbeiten  Materialien  zur  Anfertigung ­
  solcher  Arbeiten  gewährt  und  sie  dafür  bezahlt,  und  endlich  für
arme  Kinder  in  geeigneten  Fällen  das  Schulgeld  entrichtet.  Um  dies
thun  zu  können,  zahlt  jedes  Mitglied  des  Vereins  monatlich  21  Sgr.
(täglich  1  Pfennig),  wofür  ihnen  das  Recht  zusteht,  arme  Kinder  zur
Betheilung  mit  Kleidungs-Gegenständen  vorzuschlagen.  1863  wurden
324  Thlr.  für  Stoffe  und  fertige  Kleidungsstücke,  44  Thlr.  auf  Arbeitslöhne ­
  und  47  Thlr.  zur  Zahlung  von  Schulgeldern  für  arme
Kinder  verwendet.  Zahl  der  Mitglieder  270.
Pfingstensche  Stiftung,
von  dem  Bürgermeister  Gabriel  Pfingsten  zu  Vilich  (Bonn)  für
Arme  der  dortigen  Bürgermeisterei  1853  mit  1500  Thlr.  Kapital  begründet. ­

Pflanz-Schönwalder  Stiftung  zu  Goldberg,
für  hülfsbedürftige  Abkömmlinge  der  Stifter  und  ihrer  Verwandten
event,  für  verarmte  Goldberger  Einwohner.  Sie  besteht  angeblich  seit
1537.  Sowohl  die  Testamentarien  als  der  Magistrat  führen  ein  Stamntbuch
  über  die  Verwandten  der  Stifter.
v.  Pfuelsches  Bürger-Legat,
eme  in  Groß-Salze  bestehende  alte  Stiftung  für  arme  Schulkinder.
(Hermes  II.  51.)
Pheilsche  Schul-Legatenkasse  zu  Schievelbeiu.
Sie  hat  485  Thlr.  Kapital,  wovon  die  Zinsen  auf  2  Jahre  an  arme
Studirende  gegeben  werden  können.
Philautropia  zu  Köln,
Ein  Privat-Verein  zur  Heranbildung  armer  Knaben,  besonders  solcher,
die  der  Gefahr  der  Verwahrlosung  ausgesetzt  sind.  1861  wurden  14
neu  aufgenommen,  8  als  Gesellen  entlassen;  56  verblieben  noch  in  der
Obhut  des  Vereins.  Der  letztere  erhält  seine  Mittel  durch  Beiträge
der  Mitglieder  und  sonstige  freiwillige  Gaben.
P  h  i  l  i  p  s  b  o  r  n  sche  Armen-Stiftuug,
von  der  ş  verw.  Geh.  Räthin  Philipsborn  geb.  Kästner  in  Berlin
1852  errichtet.  Sie  vermachte  a)  der  Armenkasse  zu  Schwedt  1000
Thlr.,  deren  Zinsen  mit  50  Thlr.  jährlich  an  15  wirklich  hülfßbedürftigen
  Personen  als  Holz-Unterstützung  in  gleichen  Theilen  zu  zahlen
sind;  b)  dem  Hospital  in  Schwedt  1000  Thlr.,  deren  Zinsen  jährlich
am  3.  Februar  an  die  im  Hospital  befindlichen  Personen  gleichmäßig
vertheilt  werden  sollen.
            
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