Full text : Preußisches Landbuch

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theilweise  aber  zur  Unterhaltung  des  Gebäudes  dienen  sollen,  ausgestattet. ­
  Eine  ähnliche  Stiftung  bestand  hier  seit  1709,  ist  aber  wegen
Unzulänglichkeit  der  Fonds  eingegangen.
Pieschelsche  Erziehungs-Anstalt  zu  Burg.
Von  dem  1821  in  London  f  Kaufmann  Karl  August  Gottfr.  Picschel
  gestiftet  und  am  4.  Juli  1831  eingeweiht.  Sie  ist  bestimmt  für
vcrwaiscte  oder  mittellose  Kinder  christlicher  Eltern  evang.  Glaubensbekenntnisses, ­
  welche  aus  Magdeburg  und  der  nächsten  Umgebung  dieser ­
  Stadt  gebürtig  sein  müssen,  und  vornehmlich  zu  tüchtigen  Handwerkern ­
  vorgebildet  werden  sollen.  Zur  Errichtung  und  Erhaltung  dieser
Stiftung  sind  33,333  Pfund  Sterling  (etwa  230,000  Thlr.  Preuß.
Cour.)  ausgesetzt  und  die  Neffen  des  Stifters  (Gebr.  Karl  Friedrich
und  Friedrich  Christian  Dietrich  Pieschel)  und  deren  männliche  Descendenten ­
  zu  Administratoren  bestellt.  Das  Oberaussichts-  Necht  des
Staats  wird  durch  den  Ober-Präsidenten  der  Provinz  Sachsen  ausgeübt. ­
  Dem  für  die  Anstalt  erbauten  Erziehungshause  steht  ein  Inspektor
vor,  auch  ist  daniit  eine  Schule,  aus  zwei  Klassen  bestehend,  verbunden, ­
  worin  die  Zöglinge  von  angestellten  Lehrern  den  nöthigen  Schulunterricht ­
  erhalten.  Die  Zahl  der  aufzunehmenden  Kinder  war  auf  60
(48  Knaben  und  12  Mädchen)  festgesetzt;  da  sich  jedoch  der  Fonds  der
Anstalt  durch  Zinsenzuschläge  ansehnlich  vermehrte,  so  ist  im  Laufe  der
Zeit  mit  Erweiterung  der  Anstalt  vorgegangen  worden.
Pieschelsche  Stiftung  zu  Tangermünde,
von  der  Wittwe  des  Oberamtmann  Pieschel  geb.  Garn  resp.  deren
Erben  1831  begründet.  Die  Zinsen  von  580  Thlr.  sind  zur  Unterstützung ­
  der  Armen  in  Beträgen  von  höchstens  2  Thlr.  jährlich  zu
verwenden.
Piesch  elsches  Legat  zu  Magdeburg.
Von  dem  Kaufmann  George  Wilhelm  Pieschel  und  dessen  Ehegattin
geb.  Faulwasser  herrührend;  die  Zinsen  von  4000  Thlr.  sind  zur
Vertheilung  an  Hausarme  der  Stadt  Magdeburg  bestimmt.
Pieschelsches  Prediger  Mitthun,  zu  Magdeburg.
Kaufmann  Georg  Wilhelm  Pieschel  (t  1807)  setzte  der  h.  Geistkirche ­
  2000  Thlr.  Gold  ans:  die  Zinsen  davon  sollen,  nach  Abzug
von  10  Thlr.  Gold  für  die  Kirche,  unter  die  Prediger  und  Prediger-Wittwen
  derselben  an  seinem  Todestage  (26.  April)  gleichmäßig  vertheilt ­
  werden.
Pietzersche  Stiftung  zu  Tangermünde,
von  dem  Bürgermeister  Pietzer  1716  begründet.  Die  Zinsen  von
50  Thlr.  werden  an  die  Geistlichen  vertheilt.
Pirschersches  Legat,
von  dem  Apotheker  Pirsch  er  in  Krossen  herrührend.  Die  Zinsen  von
1000  Thlr.  werden  zu  Armen-Unterstützuugen  à  10  Sgr.  bis  1  Thlr.
verwendet.
            
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