Full text: Preußisches Landbuch

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(t 1838) vermachte den Dorf-Einwohnern von Reinersdorf und Frey 
dorf auf immerwährende Zeiten jährlich 36 Scheffel Korn Breslauer 
Maß und 72 Thlr. Kourant (damaliger Kapital-Werth 3050 Thlr.) 
als eine vom Dominium Reinersdorf (Kreutzburg) zu l/istcnde Abgabe 
mit der Bestimmung, daß davon 6 bis 12 der ärmsten Einwohner 
ohne Unterschied des Geschlechts, Alters und Glaubens betheiligt, auch 
dieselben zu ihrem Bedarf freies Raff- und Leseholz im Dominial-Forst 
zu holen befugt sein sollen; b) der Schule in Reinersdorf 500 Thlr., 
deren Zinsen zum Besten der Schul-Anstalt, besonders zu Schulgeld 
und Schulbüchern für arme dort wohnende Kinder bestimmt sind. 
v. Reinhardtsches Legat zu Groß-Ballhausen (Weisscnsee), 
von dem Rittmeister v. Reinhardt (t 1846) vermacht. Kapital 
300 Thlr. Die Zinsen sind an die Armen des Orts zu vertheilen. 
Reinhardtsches Legat zu Heringen, 
Kapital 2600 Thlr., die Zinsen fallen den Armen der Stadt Heringen zn. 
Vellrath Siegfr. Reinhardt, 
Oberamtmann auf Schönborn, Klein-Oldern und Kurtsch (Breslau) 
begründete (1800) eine Stiftung zur Unterstützung armer Unterthanen 
auf den genannten Gütern, indem er dieselbe mit 3000 Thlr. dotirte. 
Das in schlesischen Pfandbriefen angelegte Kapital befindet sich im 
Depositorium der General-Landschafts-Direktion zu Breslau, die Ver- 
theilung und Verwaltung der Stiftungs-Rcvenüen erfolgt seit 1850 
durch den Landrath des Breslauer Kreises. 
Henriette v. Reitz enfiein, 
Stiftsdame zu Hildesheim, lcgirtc (1859) dem Armen-Fonds in Lipp- 
stadt 100 Thlr. Die Zinsen sollen am Sterbetage der Geberin 
(14. Juni) jährlich an vier der rechtlichsten Armen gezahlt werden. 
R e mb ow s k i sche Legaten-Stiftung. 
Kaufmann Rembowski zu Breslau (t 1837) vermachte der städtischen 
Armen-Direktion 1000 Thlr. mit der Bestimmung, daß die Zinsen 
davon an bedürftige Prediger- oder Schullehrer-Wittwen, oder in deren 
Ermangelung an Wittwen anderen Standes in Raten von 10 Thlr. 
jährlich am Michaelis-Tage vertheilt werden sollen. Mit dem Tode 
seiner Wittwe, geb. Maltern (ch 1845) hat das Kapital sich auf 
2000 Thlr. erhöht. 
Remmertsches Stipendium. 
Dafielbe beträgt 45 Thlr. und wird abwechselnd 6 Jahre hindurch 
von der Regierung zu Magdeburg an Stndirende und dann 4 Jahre 
hindurch vom Appellationsgcricht zu Halberstadt an Familienglieder 
und demnächst an stndirende Bürgersöhne verliehen (Hermes 11. 205). 
Frau Remschel, 
geb.' Müller, verw. Hauptmann zu Breslau (ch 1848) bestimmte 
300 Thlr. zur Unterstützung dreier Invaliden. Die Verwaltung des 
Legats ist dem Ober-Präsidenten von Schlesien übertragen.
	        
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