Full text : Preußisches Landbuch

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Rothes  Hans  zu  Brüssow.
Ein  Rettungshaus  für  Knaben,  1847  nach  dem  System  des  Rauhen
Hauses  bei  Hamburg  von  dem  Uckermärkischen  Vereine  zur  Rettung
verwahrlosetcr  Kinder  (s.  d.)  angelegt,  zu  welchem  Zwecke  der  Obcramtmann
  Ost  errath  ein  Wohnhaus  mit  Stall  schenkte.
v.  Rothkirchsche  Familien-Stiftung,
begründet  von  Wolf  v.  Rothkirch.  Geschlechts-Senior  ist  Graf  v.
H  o  chkirch-Trach  auf  Bärsdorf  (Goldberg  -  Haynau).  Vgl.  Ritter-Akademie
  zu  Liegnitz.
R  n  b  e  n  o  w  -  Stiftung  zu  Greifswald.
Eine  1858  von  der  Stadt  bei  der  vierten  Säkularfeier  der  Universität
  gegründete  Preis-Stiftung.  Die  Abhandlungen  müssen  in  deutscher
oder  lateinischer  Sprache  abgefaßt  sein.  Die  zur  Verthcilung  stiftungsmäßig ­
  ausgesetzte  Summe  beläuft  sich  auf  500  Thlr.,  kein  Preis  darf
unter  200  Thlr.  betragen;  sollte  aber  nur  eine  der  gestellten  Aufgaben
und  zwar  durch  eine  in  vorzüglichem  Grade  ausgezeichnete  Arbeit  gelöst ­
  werden,  so  soll  dieselbe  mit  dem  vollen  Preise  von  500  Thlr.
belohnt  werden.
Rubenssche  Stiftung  zu  Düren.
Eine  kirchliche  Stiftung,  die,  was  nach  Bestreitung  der  Kirchenkosten
übrig  bleibt,  mit  etwa  50  Thlr.  an  die  Armen-Verwaltung  abgiebt.
Frau  R  ud  o  lp  h  ,
geb.  Wagner,  Wittwe  eines  Hof-Wundarzts  zu  Berlin,  überwies
1854,  dem  ihr  von  ihrem  früher  f  Ehemann  ertheilten  Auftrage  gemäß, ­
  lctztwillig  dem  Magistrat  4000  Thlr.,  deren  Zinsen  zu  Stipendien ­
  für  zwei  Studirende  der  Medizin  verwendet  werden  sollen.  Das
Statut  dieser  Stiftung  ist  vom  20.  November  1855,  bestätigt  durch
den  Kult-Minister  am  17.  Dezember  1855.  Vgl.  Bethanien.
Stanislaus  Rücker,
Accise-Direktor,  Rathmann  und  Assessor  bei  dem  früheren  Königlichen
Armen-Direktoriunl  zu  Berlin  (+  1734),  schenkte  die  Häuser  Lindenstraße ­
  67  und  Landsbergerstraße  48  zu  Schulhäusern,  in  denen  arme
Kinder  unterrichtet  werden  sollten.  In  der  Urkunde  vom  7.  August
1733  heißt  es,  er  habe  diese  Armenschulen  gestiftet  aus  einem  dem
Allerhöchsten  von  ihm  gethanen  Gelübde,  da  er  mit  seinen  Brüdern
und  Schwestern  in  seiner  Jugend  in  der  Fremde  habe  herumlaufen
müssen,  und  keine  evangelisch-lutherische  Schule  habe  antreffen  können.
Die  Schule  Lindenstraße  67  besteht  noch;  die  früher  in  der  Landsbergerstr.
  48  befindlich  gewesene  XI.  Kommunal  -  Schule  und  die  damit
verbundene  zweite  Rückersche  Freischule  ist  seit  1858  nach  dem  Georgenkirchhofe ­
  18  verlegt.
.  Fran  Rückert,
geb.  Schmidt,  früher  Ockonomin  des  Civil-Waisenhauses  in  Potsdam ­
  dotirte  ein  dort  begründetes  Hospital  für  Bürger-,  Beamten-  und
            
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