Full text : Preußisches Landbuch

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1000  Thlr.,  welcher  Antheil  durch  den  Zuwachs  des  Aufgeldes  des
ursprünglichen  Kapitals  schon  im  Jahre  1800  auf  1150  Thlr.  angewachsen ­
  war,  solleil  an  2  arme  adelige  Wittwen,  wobei  die  Anverwandten ­
  der  Eltern  der  Stifterin,  auch  Pommersche  Landeskinder  den
Auswärtigen  gegenüber  vorzugsweise  zu  berücksichtigen  sind,  verabreicht,
von  den  übrigen  500  Thlr.,  welche  in  Gold  besteheli,  die  Zinsen  an
2  arme  bürgerliche  Wittwen,  wobei  Pommersche  Wittwen  den  fremden
vorzuziehen,  gezahlt  werden.  Der  Pastor  bei  der  Jakobi-Kirche  zu
Stettin,  der  Stadt-Syndikus  und  einige  andere  Mitglieder  des  Raths
sind  Kollatoren  der  Stiftung.
R  o  se  nzw  eig  sches  Stipendium,
von  der  Wittwe  Gertrud  Kausch  geb.  Rosenzweig  gestiftet  für
ihre  Verwandte,  in  deren  Ermangelung  für  im  Kneiphof  zu  Königsberg ­
  geborene  Studirende,  welche  zur  reinen  Augsburgischen  Konfession
sich  bekennen.  Die  Verleihung  steht  dem  Magistrat  zu.
Frau  Roßleben,
geb.  Knpha  l,  Wittwe  zu  Magdeburg  (+  1836)  lcgirte  1000  Thlr.
Gold,  von  deren  Zinsen  alle  Jahr  40  Thlr.  unter  acht  der  dürftigsten
Familienvater  der  St.  Katharinengemeinde  vom  Vorsteher  der  Kirche
Anfangs  Dezember  jeden  Jahres  vertheilt  werden.  Das  überschießende
Agio  fließt  zur  Kirchenkaffe.  Das  Kapital  belief  sich  Ende  1861  auf
1133z  Thlr.
Frau  Rost,
geb.  Ln  bin,  Wittwe  eines  Stadtrichtcrs,  hinterließ  (1739)  dem
lutherischen  Ministerium  der  Friedrichs-Werdrrschen  Kirche  zu  Berlin
1000  Thlr.  in  Gold,  deren  Zinsen  an  Arme  vertheilt  werden  sollen.
Rostocksche  Stiftung  zu  Kremmen.
Wittwe  Rostock,  geb.  Grabow  zu  Kremmen  (t  1857)  lcgirte  ein  ihr
gehöriges  Hypothcken-Kapital  von  2000  Thlr.;  die  Zinsen  sollen  nach
der  Bestimmung  und  Auswahl  des  Ober  -  Predigers  daselbst  zu
unter  6  alte  Frauen  und  zu  .)  unter  die  beiden  am  niedrigsten  besoldeten
Lehrer  zu  gleichen  Theilen  vertheilt  werden.  Die  Verwaltung  der
Stiftung  ist  dent  Ober-Prediger  übertragen.
Frhr.  Nikolaus  v.  Roth
zu  Müllenark  (+  1842)  vermachte  der  Gemeinde  Schophoven  (Düren)
mehrere  Grundstücke  im  Werthe  von  etwa  600  Thlr.  zu  dem  Zwecke,
um  aus  den  Revenüeil  das  Schulgeld  für  Kinder  unbemittelter  Eltern
zu  zahlen,  auch  Schuhe  und  Strümpfe  für  bedürftige  Schulkinder  anzuschaffen.

R  o  t  h  sche  Armen  Stiftung,
von  dem  Pfarrer  Roth  zn  Urmitz  (Laildkreises  Koblenz)  gegründet.
Sie  hat  800  Thlr.  Kapital  und  wird  von  dem  Pfarrer  verwaltet.
Roth  esches  Stipendium.
Eine  alte  Stiftung  der  Stadt  Kalbe  a.  Ş.  (Herines  li.  48).
            
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