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drum zu administriren und davon einigen adligen Stipendiaten, etwa
einem jeden 200 Thlr. jährlich, drei Jahre hindurch zu verabreichen.
Das Vermögen des Fonds bestand 1838 (Koch II. 55) in 49,105
Thlr. ; von den Zinsen erhielten 4 Stipendiaten je 100 Thlr.
Scharfsches Legat,
für kirchliche, Schul- und Armen-Zwecke der Stadt Kelbra. Sechs
arnie Wittwen erhallen je 2 Thlr. aus den Zinsen des 1100 Thlr.
betragenden Kapitals.
Schar fsches Stipendium zu Königsberg,
von dem Studiosus Hieronymus Scharf zu Königsberg (f 1639)
begründet. Derselbe widmete 388 Thlr. 80 Gr., von deren Zinsen
nach der von seinen Enkeln aufgestellten Disposition 22} Thlr. einem
Studirenden der Theologie, welcher bereits ein Specimen abgelegt, und
zwar vorzugsweise von des Stifters Agnaten, und in deren Erman
gelung der Kneiphöfschen Prediger, dann der Professoren und endlich
der Kneiphöfchen Rektoren-Söhne, auf drei Jahre von der Universität
mit Zuziehung der etwa vorhandenen Scharfschen Verwandten konfe-
fcrirt werden sollen. Das Kapital betrug 1838 (Koch II. 558)
631} Thlr., das Stipendium 24 Thlr.
Scharnowsches Stipendium zu Jüterbog.
Stadtrichter Balthasar Scharnow stiftete cs letztwillig 1626 mit
400 Thlr. altem Reichsgelde. Es beträgt zur Zeit jährlich 26} Thlr.
und wird an ein S ch arn o w sches Familienglied, event, einen Bürger-
Sohn aus Jüterbog auf zwei bis drei Jahre zu Universitätsstudien
vergeben. Kollatoren sind der Magistrat zu Jüterbog und die noch
vorhandenen Scharnow schen Nachkommen.
Fr. With. Schartow,
Kaufmann zu Magdeburg und seine t Gattin geb. Walther über
wiesen den städtischen Behörden 1826 zum Gedächtniß eines verlorenen
Kindes 150 Thlr., deren Zinsen alljährlich am 30. Dezenlber einer
bedürftigen, durch Fleiß und gutes Betragen sich auszeichnenden Schü
lerin der Volksschule als Belohnung und als „Andenken an ein gutes
Kind, das seinen Eltern stets nur Freude machte," durch den Rektor
der Schule verabreicht werden. In den Jahren 1859—61 betrug das
verabreichte Geschenk jedesmal 5 Thlr.
Schaube,
Rittergutsbesitzer auf Vichan (Neumarkt) schenkte (1860) nach erfolg
tem Verkauf des Guts der Orts-Armenkasse daselbst 100 Thlr. mit
der Bestimmung, daß die Zinsen zur Bekleidung armer kath. Schul
kinder verwendet werden sollen, welche das erstemal das heilige Abend
mahl empfangen und zur Gemeinde, nicht zu den Dienstleuten des
Domimi gehören.
Karl Wolfgang Sch au beri,
Gutsbesitzer zu Obernigk (Trebnitz) (+ 1846) setzte letztwillig 3000