Full text: Preußisches Landbuch

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Die Zinsen sollten halb zur Bekleidung der zur ersten Kommunion 
gehenden armen Kinder, halb für Schulzwecke verwendet werden. 
Pankratius Schmidtsche Stiftung, 
zu Stipendien für studircnde Söhne der Stadt Wanzleben. Das 
jährliche Einkommen beträgt etwa 230 Thlr. und wird unter die Sti 
pendiaten zu gleichen Theilen vertheilt. Die Verleihung steht dem 
Magistrat zu. (Hermes II. 74.) 
Paul L chmidt, 
Brauer, setzte (1603) 2000 Thlr. aus zu Universitäts-Stipendien 
„für gemeine arme und guter Bürger Kinder in der alten Stadt 
Magdeburg, und sollen dieselben, so in der St. Ulrichs-Pfarre dazu 
qualifizirt, den Vorzug haben, sollen es aber nicht länger als drei Jahre 
lang haben und geniesten." Das Präsentations-Recht steht seit 1809 
dem Magistrat, das der Bestätigung der Königl. Regierung zu. Das 
Kapital beträgt zur Zeit 2100 Thlr.'; von den jetzt aufkommenden 
Zinsen werden zwei Stipendien L 35 Thlr. auf I bis 3 Jahre ver 
liehen. 
Valentin Schmidt, 
Direktor emeritus, Professor, erwies sich dem Köllnischen Real-Gym 
nasium zu Berlin, an welchem er 50 Jahre gearbeitet, vielfach als be 
sonderer Wohlthäter. Vom l.Mai 1836 ab verzichtete er zum Besten 
des Gymnasiums auf fast } seiner aus 13241 Thlr. bestehenden Pen 
sion , behielt nur 400 Thlr. und verordnete, daß aus dem Reste ein 
Fonds für die Anstalt gebildet werde. Bei seinem Tode (1838) be 
trug dieser Fonds nahe an 1000 Thlr., und er erhielt die Bestim 
mung, ein Stipendien-Kapital für Studircnde zu bilden, die von dem 
Köllnischen Gymnasium zur Universität entlasten würden (jetzt 1280 
Thlr.) Ferner bestimmte Schmidt 2000 Thlr. zu einem Geschenk 
für die ordentlichen Lehrer des Gymnasiums nnd die drei ältesten 
Hülfslehrer, und ferner 2O00Thlr. (jetzt 2875 Thlr.) zu einem Fonds, 
dessen Zinsen jährlich bei Gelegenheit der öffentlichen Prüfung an zwei 
fleißige Schüler der drei oberen Klassen als Stipendien verliehen wer 
den sollten, wenn sie das Gymnasium verlassen, um sich einem Ge 
werbe zu widmen. 
Schmidtsche Kleinkinderbewahr^Anstalt zu Kelbra. 
ein selbstständiges, von dem + Advokaten Schmidt gegründetes In 
stitut, das eil, Wohnhaus, 70 Morgen Land und 1300 Thlr. Kapital 
besitzt und 100 Kinder bei zum Theil unentgeltlichem Mittagstisch auf 
nimmt. Die Aufsicht steht dein Geistlichen und dem Magistrat in 
Kelbra zu. 
Schmidtsche Stiftung zn Bitterfeld. 
Tuchfabrikant, Rentier Schrnidt (ş I860) hinterließ der Stadtge 
meinde Grundstücke im Werthe von 1500 Thlr., welche veräußert und 
deren Zinsen dazu verwendet werden sollten, armen und hülfsbedürftigen
	        
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