Full text: Preußisches Landbuch

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Schmidt-Scheuermannsches Stipendium zu Brandenburg, 
von der Wittwe des Superintendenten Schmidt, geb. Scheuer 
mann (+ 1839) herrührend. Sie legirte 2000 Thlr. zu einem Sti 
pendium von 70 Thlr. für bedürftige Studirende, welche sich auf dem 
Gymnasium zu Brandenburg vorbereitet haben, vorzüglich an Söhne 
der Scheuermannschen Familie. Kollator ist der Senior der Fa 
milie. 
Schmidtborn sche Stiftung. 
Kommerzien - Rath S chmid tborn, 1770 in Saarbrücken geboren, 
überwies, nachdem er bereits bei dem dortigen Hospital eine milde 
Stiftung begründet, 1850 von Frankfurt a. M. aus dem Gemeinde- 
Rathe 2000 Thlr. mit der Bestimmung, daß die Zinsen davon jähr 
lich am 22. Mai — dem Tage der glücklichen Errettung Königs 
Friedrich Wilhelm IV. aus der ihm ruchlos bereiteten Todesgefahr — 
an ein Mitglied der Bürgerschaft in Saarbrücken, Mann oder Bürger- 
Wittwe, als Unterstützung verabreicht werden sollten. Die Empfänger 
müsicn von unbescholtenem Rufe sein und durch sittliche Haltung und 
Anhänglichkeit an das Königliche Hans, sowie an Gesetz und Ordnung 
sich bekannt gemacht, 1848 von der Theilnahme an den Revolutions 
Wirren sich fern gehalten haben und endlich durch unverschuldetes Miß 
geschick in ihrem Erwerb zurückgekommen sein. Das Kapital ist zu 
5 pCt. auszuleihen. 
Schmied scheS Legat zu Perleberg, 
von den Gebrüdern Schmied für Schüler begründet. 15 Thlr. Zinsen 
sind zunächst für Glieder der Stifter-Familie, welche einst studiren 
wollen, bestimmt, dann für Prcdigcrsöhnc ohne diese Beschränkung. 
Auch können ans dem Fonds Schulbücher angeschafft und Andere 
unterstützt werden. Betrag 15 bis 25 Thlr. Kollatoren die Prediger 
an der St. Jakobi-Kirche. Zn der Vakanz werden die Zinsen zum 
Kapital geschlagen, und beträgt das letztere jetzt über 700 Thlr., incl. 
300 Thlr. Gold. 
Peter Schmitz, 
Drechsler zu Gemünd im Kreise Schleiden (+ 1856) vermachte, nach 
Stiftung zweier Zahrgedächtnisse bei der dortigen katholischen Kirche zum 
Kapitalbetrage von 120 Thlr. a) 200 Thlr., deren Zinsen zur Be 
kleidung von armen Koufirmandeu verwendet werden sollen und l>) ca. 
1000 Thlr. zum Besten der dortige» katholischen Armen. 
Karl Schm öle, 
Rentner zu Hönnenwerth überwies (1855) in Gemeinschaft mit den 
Fabrikbesitzern Rudolph und Gustav Schm öle den Armeu-Fonds zu 
Menden (Iserlohn) 1200 Thlr.: die Ziuscu solle» an unverschuldet 
in Armuth gerathene Fabrikarbeiter oder deren bedürftige Wittwen 
und Kinder gezahlt werden. 
Schnabel sche Stiftung zu Liegnitz. 
Die Erben des f Kaufmann Schnabel schenkten (1854) der Stadt
	        
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