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3500 Thlr. in Schlesischen Pfandbriefen Behufs Gründung eines nach
dem Willen der Geschenkgeber den Namen „Gustav Adolph Schnabel-
sche Stiftung" führenden Hospitals für unbescholtene arme Personen
weiblichen Geschlechts. Kaufmann Bannig art (f. d.) vermehrte die
Stiftung durch ein Legat von 25,000 Thlr.
Sch nei bersche Konfirmanden-Stiftung zu Liegnitz.
Die zu Liegnitz (1860) t verw. Schneider geb. Neumann ver-
machte für die armen Konfirmanden bei der ev. Kirche zu U. L. Fr.
200 Thlr. mit der Bestimmung, daß die Zinsen nach dem besten
messen des die Konfirmation vollziehenden Geistlichen für die Konfir
manden verwendet werden sollen. Das Legat gelangt erst nach dem
Ableben der Universal-Erbin zur Hebung.
Sch nei bersche Schül-Sliftnng zu SeiferSborf.
von der Frau Rittergutsbesitzer Schneider auf Seifersdorf (Gold
berg) herrührend. Sie schenkte (1860) der Schule 100 Thlr. mit der
Bestimmung, daß die eine Hälfte der Zinsen armen Schulkindern zur
Beschaffung von Schulbedürfnistrn, die andere aber dem jedesmaligen
Lehrer zufließen solle.
Schneider Begräbinfikasse zu Nordhausen,
Sie hat an 1700 Mitglieder, die jährlich 6500 Thlr. Beiträge zah
len. Kapital-Vermögen 11,000 Thlr. Die innere Einrichtung ist der
der Bäcker-Stcrbekasie ähnlich (s. d.) Bon je 100 Mitgliedern haben
5 cunte Steuerfreiheit. Nach Ablauf des 13ten Jahres der Mitglied
schaft kommen 70, nach Ablauf des 16ten80, und beim Ableben steuer
freier Mitglieder 100 Thlr. zur Auszahlung.
Schneider-Todtenkafie zn Wernigerode.
Die alte Kasse dieses Namens, nach der Farbe der Bücher auch die
rothe genannt, ist 1744 begründet und zählt 900 Mitglieder, für welche
bei Todesfällen ein Begräbnißgetd von 17 Thlr. gezahlt wird. Die
Kasse nimmt jährlich 11-—12()0 Thlr. ein, giebt 7—800 Thlr. ans
und hatte Ende 1861 ein Vermögen von 11,500 Thlr. -— Verschieden
davon ist die neue (blaue) Schneider-Todtenkasse, 1747 von der vori
gen abgezweigt. Sic hat mehr als 900 Mitglieder, jährliche Einnahme
1000—1100, Ausgabe 7 -800 Thlr., Vermögen 15,000 Thlr.
Agnes Schnelle,
t 1858 zu Hörste (Büren), segirtc • 200 Thlr. Die Zinsen sind zur
jährlichen Bertheilung unter die Armili des Orts bestimmt.
Johann Sch ni tka scheS ArNien-StĢ
Kaufmann Schnitka zn Königsberg (t 1841) setzte das Vorsteher-
Amt der dortigen Kaufmannschaft mit der Maßgabe zum Erben ein,
daß von dem Nachlasse eine Stiftung für seine armen Verwandten bis
zum sechsten Grade der Seitenlinie und für verarmte Gewürzhändler,
auch, wenn solche sich nicht vorfanden , für andere schuldlos verarmte
Kaufleute resp. deren Wittwen und Waisen errichtet werden solle.