Full text: Preußisches Landbuch

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15,000 Thlr. drei junge Männer, welche sich einer höheren Ausbildung, 
sei es für den Staatsdienst oder für Wissenschaft, Kunst und Gewerbe 
widmen, mit je 200 Thlr. auf kürzere oder längere Zeit, die jedoch 
den Zeitraum von 6 Jahren nie überschreiten darf, zu unterstützen. 
Die Stipendiaten müssen Sohne wohlverdienter Staats-Beamten der 
innern Staats-Verwaltung, oder des Pergbaus, und mindestens 16 Jahr 
alt, der Unterstützung bedürftig und in Rücksicht auf erworbene Ta 
lente und schon erworbene Kenntnisie derselben würdig sein. Zwei der 
Stipendien sind für Söhne höherer Beamten (des Raths-Ranges), ein 
Stipendium ist für Söhne von Subaltcrn-Beamten bestimmt. Die 
Ertheilung steht dem Minister des Innern zu. Das Kapital der Stif 
tung hatte sich 1862 bis auf 19,000 Thlr. vermehrt, und die daraus 
hervorgegangene Vermehrung der Revenüen machte die Begründung 
eines vierten Stipendiums möglich, welches 2mal an, Söhne von Be 
amten höherer Kategorie, 1 mal an Söhne von Subaltern-Beamten ver 
liehen wird. 
Şch üllsche StipendiemStiftung, 
von dem Kaufmann W. Schüll zu Düren i860 bei der höheren 
Bürgerschule daselbst in Beranlasinng der silbernen Hochzeit des Di 
rigenten Benrath mit 5000 Thlr. begründet. W. Schüll schenkte 
auch (1864) der Gemeinde Birkcsdorf das Bau-Kapital zur Errichtung 
einer Kleinkinder-Bewahrschule, die für letztere erforderlichen Utensilien 
und 3000 Thlr. zur Dotation der Anstalt. 
Aeg. Melch. Jos. Anton Schüller, 
Rentier zu Köln, (ch 1835) vermachte 1) der Aposteln-Kirche 3500Thlr. 
Kölnisch gegen gcwisie religiöse Verpflichtungen; 2) der Stadt Köln 
zur Verbcsierung der Straßenbeleuchtung 5000 Thlr. Pr.; 3) dem 
Waisenhause 5000 Thlr. nnd (für den Fall einer Vermehrung des 
Nachlaffes während einer fünfjährigen Administration noch) 1000 Thlr.; 
4) zur Verbesserung des Kirchengesanges 1000 Thlr.; 5) der Taub- 
stnminen-Anstalt unter der zu 3 gedachte« Voraussetzung 2000 bis 
Schülzchensche Familien Stiftung, 
von dem pensionirten Pfarrer Schülzchen (+ 1855 zu Hüls im Kreise 
îņz) zu Gunsten armer Familienglieder und eventuell auch sonstiger 
^rtsarmen mlt 1200 Thlr. begründet. Die Verwaltung der damit be 
gründeten Stiftung ist der Armen - Verwaltung zu Ahrweiler über 
tragen und oie Zinsen werden zur Zeit in zwei Portionen vergeben. 
v. Sch li n gel sche Stiftung. 
Kanonikus v. Schlingel zu Soest (+ 1846) vermachte dein dortigen 
Armen- und Waiscn-Direktorium seinen am Orte besindlichen Nachlaß 
nn Betrage von 2—3000 Thlr. mit der Bestimmung, daß die Zin 
sen von 1000 Thlr. zur Unterbringung verwahrloseter Kinder dorthin 
elngepfarrtcr Katholiken vom 'ánde, bei Pflege-Eltern in der Stadt,
	        
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