Full text : Preußisches Landbuch

633

15,000  Thlr.  drei  junge  Männer,  welche  sich  einer  höheren  Ausbildung,
sei  es  für  den  Staatsdienst  oder  für  Wissenschaft,  Kunst  und  Gewerbe
widmen,  mit  je  200  Thlr.  auf  kürzere  oder  längere  Zeit,  die  jedoch
den  Zeitraum  von  6  Jahren  nie  überschreiten  darf,  zu  unterstützen.
Die  Stipendiaten  müssen  Sohne  wohlverdienter  Staats-Beamten  der
innern  Staats-Verwaltung,  oder  des  Pergbaus,  und  mindestens  16  Jahr
alt,  der  Unterstützung  bedürftig  und  in  Rücksicht  auf  erworbene  Talente ­
  und  schon  erworbene  Kenntnisie  derselben  würdig  sein.  Zwei  der
Stipendien  sind  für  Söhne  höherer  Beamten  (des  Raths-Ranges),  ein
Stipendium  ist  für  Söhne  von  Subaltcrn-Beamten  bestimmt.  Die
Ertheilung  steht  dem  Minister  des  Innern  zu.  Das  Kapital  der  Stiftung ­
  hatte  sich  1862  bis  auf  19,000  Thlr.  vermehrt,  und  die  daraus
hervorgegangene  Vermehrung  der  Revenüen  machte  die  Begründung
eines  vierten  Stipendiums  möglich,  welches  2mal  an,  Söhne  von  Beamten ­
  höherer  Kategorie,  1  mal  an  Söhne  von  Subaltern-Beamten  verliehen ­
  wird.
Şch  üllsche  StipendiemStiftung,
von  dem  Kaufmann  W.  Schüll  zu  Düren  i860  bei  der  höheren
Bürgerschule  daselbst  in  Beranlasinng  der  silbernen  Hochzeit  des  Dirigenten ­
  Benrath  mit  5000  Thlr.  begründet.  W.  Schüll  schenkte
auch  (1864)  der  Gemeinde  Birkcsdorf  das  Bau-Kapital  zur  Errichtung
einer  Kleinkinder-Bewahrschule,  die  für  letztere  erforderlichen  Utensilien
und  3000  Thlr.  zur  Dotation  der  Anstalt.
Aeg.  Melch.  Jos.  Anton  Schüller,
Rentier  zu  Köln,  (ch  1835)  vermachte  1)  der  Aposteln-Kirche  3500Thlr.
Kölnisch  gegen  gcwisie  religiöse  Verpflichtungen;  2)  der  Stadt  Köln
zur  Verbcsierung  der  Straßenbeleuchtung  5000  Thlr.  Pr.;  3)  dem
Waisenhause  5000  Thlr.  nnd  (für  den  Fall  einer  Vermehrung  des
Nachlaffes  während  einer  fünfjährigen  Administration  noch)  1000  Thlr.;
4)  zur  Verbesserung  des  Kirchengesanges  1000  Thlr.;  5)  der  Taubstnminen-Anstalt
  unter  der  zu  3  gedachte«  Voraussetzung  2000  bis

Schülzchensche  Familien  Stiftung,
von  dem  pensionirten  Pfarrer  Schülzchen  (+  1855  zu  Hüls  im  Kreise
îņz)  zu  Gunsten  armer  Familienglieder  und  eventuell  auch  sonstiger
^rtsarmen  mlt  1200  Thlr.  begründet.  Die  Verwaltung  der  damit  begründeten ­
  Stiftung  ist  der  Armen  -  Verwaltung  zu  Ahrweiler  übertragen ­
  und  oie  Zinsen  werden  zur  Zeit  in  zwei  Portionen  vergeben.
v.  Sch  li  n  gel  sche  Stiftung.
Kanonikus  v.  Schlingel  zu  Soest  (+  1846)  vermachte  dein  dortigen
Armen-  und  Waiscn-Direktorium  seinen  am  Orte  besindlichen  Nachlaß
nn  Betrage  von  2—3000  Thlr.  mit  der  Bestimmung,  daß  die  Zinsen ­
  von  1000  Thlr.  zur  Unterbringung  verwahrloseter  Kinder  dorthin
elngepfarrtcr  Katholiken  vom  'ánde,  bei  Pflege-Eltern  in  der  Stadt,
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.