Stipendiaten den Betrag von 100 Thlr. nicht übersteigt, aber anch
nicht weniger als 50 Thlr. beträgt. Ersparnisse werden zur Vermeh
rung des Fonds verwendet. Außcrdeni soll jedem Perzipienten von der
Perzeptionszeit 2 Thlr., und von der Prolongationszeit 1 Thlr. zur
Vermehrung der Ungarischen Bibliothek abgezogen werden, und ist auch
jeder derselben verpflichtet, nach seiner dereinstigen Anstellung jährlich
1 Thlr. zur Vermehrung des Fonds dahin einzuzahlen. Der letztere
besaß 1838 ein Einkommen von jährlich 596 Thlr. (Koch I. 447.)
UngerschcS Stipendium,
für Studirende mosaischen Glaubens, vorzugsweise für Nachkommen
der Geschwister des Stifters und demnächst für Nachkommen des ver
storbenen I. S. Auerb ach, ohne Rücksicht auf das Glaubensbekenntniß.
Die Kollation steht dem akademischen Senat der Universität Königs
berg zu.
Ungerschcs Vermächtnis;.
Partikulier Johann David Unger (t in Breslau 1859), vermachte
der Dorfgemeinde Brocke 300 Thlr., deren Zinsen alljährlich an die
Armen vertheilt werden sollen.
Universität zu Bonn,
s. Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität.
Universität zu Breölau.
1506 durch den Kurfürsten Joachiin ï. zu Frankfurt a. O. gestiftet,
1811 nach Breslau verlegt und mit der dort seit 1702 bestehenden,
vom Kaiser Leopold I. gestifteten auf zwei Fakultäten berechneten Uni
versität (Leopoldina) vereinigt. An Stipendien, Freitischen und andern
Unterstützungen kommen jährlich etwa 10,000 Thlr. zur Vertheilung,
darunter auch ein polnisches Stipendium des Fürsten von Plcß. Der
Zuschuß aus Staatsmitteln betrüg tiri Jahre I860 83,000 Thlr. —
Akademische Wittwen- und Waisen-VeLsorgungs-A listali; sie hatte 1837
Kapital-Vermögen 27,775 Thlr. An Privat - Stiftungen sind der
Schmidtsche und der v. Hackemannschc Professor-Wittwen-Pen-
sions-Fonds und eine große Anzahl Stipendien vorhanden, welche unter
die Namen der Stifter nachzuschlagen sind. Vgl. auch v. Kr a nich siedi,
Hübner u. s. w.
Universität zu Greifswald.
Sie wurde 1456 gestiftet unb ist die älteste unter den preußischen
Universitäten. Sie hat ein bedeutendes Grund-Vermögen und gewährt
an Unterstützungen für Studirende etwa 4500 Thlr. jährlich, darunter
1500 Thlr. aus Privat-Stiftungen. — Universitäts-Krankenhaus, seit
1860 mit dem klinischen und Landcs-Lazareth vereinigt. Es nimmt
Kranke aus Neu-Vorpominern (mit Ausschluß von Stralsund) zur
Heilung auf und verfolgt zugleich Lehrzweckc. — Akademische Pro-
fessoren-Wütwenkasse für die Wittwen der ordentlichen Professoren der
Universität, von denen jeder bei seinem, in seine Willkür gestellten
Beitritt ein für allemal 50 Thlr. erlegt.